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Geschützter Kreuzer SMS Zenta (1/700, WSW) von Thomas Sperling Drucken
Samstag, 16. August 2014 um 05:00

 

16.08.1914 - 100 Jahre Schlacht von Antivari

 

Heute vor 100 Jahren, am 16. August 1914, versuchte ein kleiner österreichisch-ungarischer Verband die Küste von Montenegro zu Beginn des Ersten Weltkriegs zu blockieren (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Er bestand an diesem Tag aus dem Geschützten Kreuzer Zenta (klassifiziert als Kleiner Kreuzer) und dem Zerstörer Ulan. Dieser Verband wurde bei Antivari (heute Bar) von einem französisch-britischen Verband überrascht, der aus zwölf Schlachtschiffen, vier Panzerkreuzern, einem Geschützen Kreuzer und etwa 20 Zerstörern bestand. 

Das Original

Die SMS Zenta ist im August 1897 in Pola vom Stapel gelaufen. Sie war das Typschiff der  gleichnamigen Klasse. Ihre beiden Schwesterschiffe waren die SMS Aspern und SMS Szigetvár. Die Zenta wurde speziell für Missionsreisen gebaut. Von 1899 bis 1901 war sie in Ostasien stationiert. Sie nahm an der Bekämpfung des Boxeraufstandes teil und war an der Erstürmung des Taku Forts im Mai 1900 beteiligt. In den Jahren 1902 bis 1903 ging sie auf Missionsreise rund um Afrika bis nach Südamerika. 1912 wurde die Zenta in die Reserve überstellt, 1914 aber reaktiviert, dabei erhielt sie den blaugrauen „Hausian“-Anstrich, der seit Kriegsbeginn für die K u K Marine galt. Sie wurde hauptsächlich für Patrouillenfahrten mit dem Schwesterschiff Szigetvár vor der montenegrinischen Küste eingesetzt. Am 16.08.1914 lief die Zenta zusammen mit dem Zerstörer Ulan aus. Gegen 9 Uhr wurden die Schiffe von einer Übermacht von französischen und britischen Schiffen angegriffen. Die Ulan konnte auf Grund ihrer höheren Geschwindigkeit entkommen, während die Zenta von den feindlichen Schiffen umklammert und von französischen Schlachtschiffen und Panzerkreuzern versenkt wurde. Um 9:40 Uhr sank die Zenta. 174 Männer kamen dabei ums Leben. 139 Überlebende erreichten schwimmend die Küste, wo sie in montenegrinische Gefangenschaft kamen.

Technische Daten:
Länge: 96 m
Breite: 11,7 m
Maschine: 7100 PS
Geschwindigkeit: 21 kn
Bewaffnung: 8 x 12 cm L/40 C96 Geschütze, 8 x 47 mm L/44 Skoda Schnellfeuerkanonen, 2 x 47 mm L/33 Hotchkiss Schnellfeuerkanonen, 2 x 8 mm Mitraileusen M 93, 2 x Torpedorohre Kaliber 45 cm

Das Modell

Modell: kleiner Kreuzer SMS Zenta
Maßstab: 1/700
Hersteller: WSW
Preis: 40,00 Euro

Die Zenta ist ein sehr detailliert gegossener Bausatz von WSW. Alle Kleinteile sind angegossen, so dass man nur noch die Brücke, Masten und Beiboote hinzufügen muss. Für die Reling, Niedergänge und Davits gibt es eine kleine Ätzteilplatine. Eigentlich wollte ich endlich einmal einen Bausatz out of Box bauen, aber ganz hat es doch nicht geklappt. Die Masten aus Resin habe ich durch Metallmasten von BMK ersetzt, da die Resinmasten mir viel zu biegsam waren. Dass fast alle Teile angegossen sind, erleichtert zwar den Zusammenbau, aber bei der Bemalung musste ich umso mehr aufpassen. Die Zenta kann man entweder in dem weißen Anstrich für ihre Missionsreisen bemalen, in dem „Montecuccolin“-Grün, das die K u K Flotte eine Zeitlang hatte oder aber in dem blaugrauen Kriegsanstrich. Ich habe mich für den blaugrauen Anstrich entschieden, den das Schiff bei Kriegsausbruch hatte.

Der Hintergrund einiger Bilder zeigt die Zenta vor Pola um 1910. Das Bild stammt aus dem Buch Als die Adria noch Österreich war von Mayer /Winkler.

Quellen

Thomas Sperling