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04.06.1944 - 70 Jahre Kaperung von U 505 Drucken
Mittwoch, 04. Juni 2014 um 05:00

U 505 von Prisenkommando der USS Pillsbury geentert

Quelle: Wikimedia Commons

Heute vor 70 Jahren, am 4. Juni 1944, gelang es einer "Hunter-Killer-Group" der US Navy, bestehend aus dem Geleiträger USS Guadalcanal und den Geleitzerstörern USS Pillsbury, Chatelain, Flaherty, Jenks und Pope, das deutsche U-Boot U 505 aufzubringen (siehe auch Jahrestage auf Modellmarine).

Der Befehlshaber dieser U-Jagdgruppe, Kapitän Daniel V. Gallery, hatte aus den Erfahrungen bei der Versenkung von U 515 am 9. April 1944 die Schlußfolgerung gezogen, dass es möglich sein müsste, eines der U-Boote zu kapern. Er ließ darauf auf allen Schiffen der Gruppe Enterkommandos die Übernahme eines U-Boots trainieren. Als der Verband dann vor Westafrika auf U 505 traf, zahlten sich diese Vorbereitungen aus. Der Geleitzerstörer Chatelain beschädigte das U-Boot mit Wasserbomben so schwer, dass es notauftauchte und fluchtartig von der Besatzung verlassen wurde. Daraufhin sicherte ein Enterkommando der Pillsbury das U-Boot. Ein erster Abschleppversuch durch die Pillsbury scheiterte, letztlich nahm der Geleitträger Guadalcanal selbst das U-Boot in Schlepp bis der zur Unterstützung gerufene Bergungsschlepper Abnaki  übernahm und U 505 nach Bermuda schleppte.

Im Boot wurden zwei akustisch gelenkte G7es (Zaunkönig T-5) Torpedos sowie eine Enigma-Maschine und diverse Verschlüsselungstabellen gefunden (die erste Enigma war schon am 9. Mai 1941 an Bord von U 110 durch die Royal Navy erbeutet worden, eine weitere am 30. Oktober 1942 von U 559; deutsche Funksprüche wurden bereits seit Mitte 1943 routinemäßig entschlüsselt). Nach umfassenden Untersuchungen wurde das Boot - das zur Tarnung USS Nemo genannt wurde, um zu verhindern, dass die Erbeutung bekannt wurde - in der Marinewerft Portsmouth aufgelegt. 1954 wurde U 505 an das Museum of Science and Industry in Chicago übergeben. Für die Restaurierung lieferten diverse deutsche Firmen Ersatzteile. Bis 2004 wurde das Boot außerhalb des Museums ausgestellt, danach wurde es in eine neue Ausstellungshalle gebracht, wo es heute noch zu besichtigen ist.

Zu diesem Jahrestag veröffentlichen wir folgende Artikel:

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