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Orange Hobby: Schwedische Korvette Visby in 1/350 Drucken
Mittwoch, 20. November 2013 um 06:00

Deckelbild

Modell: HswMS "Visby" Class Corvette (K31)
Hersteller: Orange Hobby
Maßstab: 1/350
Material: Resin, Messing, Aluminium, Fotoätzteile
Art.Nr.: N03-052-198
Preis: 34,90 € (NNT)

Das Original

Der Entwurf der schwedischen Korvetten der Visby-Klasse setzt das Stealth-Prinzip wohl am radikalsten in die Realität um. Der gesamte Rumpf ist ein schwimmender Pyramidenstumpf. Alle Öffnungen im Rumpf werden während der Fahrt flächenbündig verschlossen. Selbst das Rohr des Buggeschützes wird bei Nichtgebrauch abgesenkt und verschwindet in einem eigens dafür vorhandenen Dom. Der Rumpf besteht vorwiegend aus einem PVC-Kompositmaterial. Außerdem wurde zusätzlich großer Wert auf die Reduzierung der Infrarot-, Geräusch- sowie Magnet- und Drucksignatur gelegt.

Neben dem Typschiff Visby wurden vier weiter Einheiten, alle ebenfalls nach schwedischen Städten benannt, gebaut und den Streitkräften zur Erprobung übergeben. Zwei Schiffe sind mittlerweile offiziell in Dienst gestellt.

Hauptaufgabe der ersten vier Korvetten ist die U-Boot- und Minenabwehr, während die fünfte, HMS Karlstad, primär zur Seezielbekämpfung ausgerüstet ist.

Technische Daten:
Länge:               72 m
Breite:               10,4 m
Tiefgang:           2,5 m
Verdrängung:     650 t
Antriebsleistung: 2.600 kW (Diesel)
                         16.000 kW (Turbinen)
Geschwindigkeit: 35 kn
Fahrtstrecke:       2.300 sm bei 15 kn
Besatzung:          43
Bewaffnung:        1 x Bofors 57-mm/70-SAK Mk3
                         8 x RBS 15 Mk3 SSM
                         4 x 400-mm-Torpedorohre für Type 43/45 Torpedos
                         ASW Mörser Saab Alectro 601 127 mm
                         Minen

Quelle: wikipedia 

Der Bausatz

Charakteristisch für Resinmodelle ist der Bausatzinhalt schnell zusammengefasst: der einteilige Rumpf wird durch drei kleine Gussriegel, zwei Drehteile und vier Fotoätzplatinen vervollständigt.

Der als Wasserlinienmodell vorliegende Rumpf ist hohl gegossen und Öffnungen in den Schiffsseiten sowie der Aufbau sind bereits mit angeformt. Die Oberfläche des Rumpfes ist mit einer dicken Schicht Silikontrennmittel überzogen. Dies erzwingt vor dem Zusammenbau ein gründliches Reinigen mit entsprechenden Reinigungsmittel.

Des weiteren lässt sich auf der Oberfläche mit dem Auge die Struktur des 3D-Drucks erkennen. Diese ist allerdings so fein, dass sie nicht weiter ins Gewicht fällt und auch nicht fühlbar ist. Durch den Schwund des Urmodells sind die Ränder aller Flächen minimal nach oben gewölbt.

Vorbildlich sind die Gussriegel mit den Kleinteilen, welche als Rahmen ausgeführt sind. Somit sind die Anbauteile bestens geschützt. Zwischen vielen Teilen ist eine Gusshaut, die sich allerdings problemlos entfernen lassen sollte.

Gemäß der Natur des Vorbildes kommt der Bausatz mit sehr wenigen Bauteilen aus. Interessant ist hierbei, dass trotz der Ausführung als Wasserlinienmodell die beiden Jetantriebe sowohl komplett als auch nur die Überwasserteile vorhanden sind.

Der Helo vom Typ AgustaWestland AW109 (schwedische Bezeichnung Hpk15) ist mit einem vereinfachten Innenleben ausgestattet. Durch die beiden seitlichen Durchbrüche sind Sitzbänke für die Piloten und im Transportraum erkennbar. Der Gussrahmen des Hubschraubers ist an dessen exponiertesten Stellen ebenfalls breiter gestaltet, um so Beschädigungen des Rumpfes zu vermeiden. Rotoren, Seitentüren, Fahrwerk und die Antennen werden mittels Ätzteilen dargestellt.

Das Rohr des Geschützes liegt als Messingdrehteil bei. Auch als Drehteil, nur aus Aluminium, ist der kegelförmige Radom über der Brücke vorhanden. Warum dieser aus Metall gefertigt ist und nicht aus Resin, was problemlos möglich wäre, ist nicht nachvollziehbar. Vielleicht soll dadurch der Bausatz hochwertiger erscheinen.

Die Fotoätzteile

Dass die Platine für den Helo einzeln beiliegt, ist nachvollziehbar, da er ebenfalls als separater Bausatz angeboten wird, warum die das Schiff betreffenden PE-Teile auf drei Bleche verteilt sind allerdings nicht.
Das Messing ist ähnlich wie bei anderen asiatischen Herstellern beidseitig mit Folie geschützt, 0,1 mm dick und widererwarten sehr steif. Für alle Öffnungen im Schiff sind Abdeckungen vorhanden. Um diese offen darzustellen liegen zusätzliche Bauteile für die Innenseiten der Klappen sowie der Schwenkmechanismen bei. Sogar die Scheibenwischer der Brückenfenster sind beigefügt.

Decals

Ausschließlich für das Typschiff Visby sind Namen und Rumpfnummern als Decal vorhanden. Eine schwedische Kriegsflagge, zwei unterschiedliche Arten Hoheitszeichen für den Hubschrauber und Oberdecksmarkierungen für das Helodeck vervollständigen die Nassschiebebilder.

Die Anleitung

Über drei DIN A4 Seiten erstrecken sich die Schritte zum Zusammenbau der überschaubaren Teilezahl. In jeweils nebenstehenden Kästchen wird der Zusammenbau von Unterbaugruppen oder alternativen Bauoptionen erläutert.

Das letzte Blatt widmet sich der Farbgebung der Visby. Diese ist schwarz/weiß gedruckt und zeigt die beiden zu verwendenden Grautöne in unterschiedliche Schattierungen. Allerdings wird nicht näher auf die spezifischen Farbnamen oder irgendwelche Farbsortimente eingegangen, sondern lediglich mit „Dark Gray“ und „Light Gray“ benannt. Als Referenzmaterial können z.B. Fotos von zwei Schwesterschiffen der Visby, der Helsingborg und Härnösand, genutzt werden.

Anleitung Anleitung

Fazit

Ein kleiner, feiner Resinbausatz, der zu einem fairen Preis alles Notwendige beinhaltet. Allerdings ist er wegen des Materialmixes und der angesprochenen Problematik mit dem Trennmittelüberzug vornehmlich für erfahrene Modellbauer geeignet.

alt sehr empfehlenswert

Sven