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Baubericht F4U-1D Corsair 1/48 von Alex Facchetti Drucken
Montag, 30. Mai 2005 um 20:34
Das Instrumentenbrett - Es sind zwar Decals vorhanden, aber ich mag sie nicht besonders. Wenn das Panel schon als Relief gegossen wird, so sollte man auch davon Gebrauch machen. Die Farbe für das Cockpit ist übrigens "dunkel Panzergelb" von Modelmaster, mit Alu trockenbemalt und mit sehr stark verdünntem schwarz etwas mehr Tiefe erzeugt. Das Cockpit ist OOB schon sehr detailliert, aber es gibt ja immer noch Zurüstsätze, für diejenigen, die das nonplusultra möchten. InstrumentenbrettDer Motor ist ebenfalls gut detailliert. Ich habe darauf verzichtet, Zünd- und weitere Kabel hinzuzufügen, da im eingebautem Zustand nicht mehr viel davon zu sehen ist. Das einzige was ich verändert habe, ist eine Ölleitung (die graue, abgerundete "Platte" unten am Motor). Ich habe sie später abgeschnitten, und durch in Form gebogenen 0.5mm-Draht ersetzt. Die Farbe ist übrigens Aluminium von Model Master, und ein Washing mit schwarzer Acrylfarbe aus der Migros (eine schweizer Supermarkt-Kette)MotorDas Cockpit ist nun im Rumpf eingeklebt. Die Flasche rechts vom Sitz ist übrigens falsch. Ich dachte, das wäre Sauerstoff, ist aber ein Feuerlöscher und sollte eingentlich grün sein. Ist aber nicht weiter schlimm, da man diese Flasche am fertigen Modell überhaupt nicht sieht, egal, wie man ins Cockpit schielt. Die Sitzgurte liegen als Decal bei, aber ich habe sie nicht angeklebt. Man sieht gut die Detailierung des Bausatzes (Steuergestänge des Knüppels, Struktur der Seitenwand)Cockpit im Rumpf eingebautDas Hauptfahrwerk - da wurde ein bisschen mehr gewütet. Links ist das Fahrwerk wie aus dem Bausatz, beim rechten habe ich eine Bremsleitung und im oberen Teil weitere Federn angebaut. Als Bremsleitung habe ich einen schwarzen Baumwollfaden genommen, den ich mit etwas Sekundenkleber in Form gebracht habe. Da ist mit wenig Aufwand viel Wirkung zu erreichen.HauptfahrwerkDas Heckfahrwerk - Hier habe ich drei kleine Sachen verändert. Erstens, fast alle Fanghaken, die ich gesehen habe, waren schwarzsilber gestreift (und nicht nur Aluminiumfarbig, wie in der Bauanleitung beschrieben). Als zweites habe ich an der Befestigungsplatte drei Löcher gebohrt. Eigentlich waren im Original 4 Löcher, aber das vierte Loch hätte genau dort sein sollen, wo die Befestigungslasche ist. Und als drittes habe ich den Abschlepphaken (auf dem Bild links ein "Plastikdreieck", rechts die Version mit 0.5mm-Stahldraht) verfeinert. HeckfahrwerkDa das Modell auch die Möglichkeit bietet, die Flügel hochgeklappt anzubrigen, muss ein Loch in die Rippe gebohrt werden. Wenn das nicht sehr exakt geschieht, dann sind die äusseren Flügelteile leicht verdreht. Aber auch in diesem Fall gibt es eine einfache Lösung. Flügelenden wieder abnehmen, das Loch mittels Skalpell vergrössern und schon passt es :-)FlügelFluegelNach der ersten Lackierung mit Modelmaster 2030 ("True Blue"). Auf ein Preshading habe ich verzichtet. Der vordere Rumpfteil (mit dem Motor) ist als separate Baugruppe erst nach der Rumpflackierung angebracht worden. ansicht von untenBlick von unten - man beachte die relativ schlechte Detailierung des Hauptfahrwerkschachtes. Ein paar angedeutete Leitungen hätten da sicherlich nicht geschadet. Dass ich die Auswurfmarken nicht entfernt habe hat mich im Nachhinein gestört, aber schlussendlich ist der Fahrwerksschacht am fertigen Modell praktisch unsichtbar. Also ist es nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick vielleicht scheint. Und schliesslich will ich auch kein perfektes Modell bauen, ohne Möglichkeit mehr, sich zu verbessern, würde das Hobby keinen Spass mehr machen...Blick von UntenDas Weathering. Nach der Grundlackierung mit "True Blue" wurden die Flächen zwischen den Blechstössen mit True Blue, dem ich ganz wenig weiss beigefügt habe, aufgehellt. Als zweite Stufe wurden die Blechstösse mit einem ganz dunklen braun betont. Dabei habe ich wieder Acrylfarbe aus der Migros genommen, sehr stark mit Wasser verdünnt. Dem Wasser sollte man einen Tropfen Geschirrspülmittel hinzugeben, das nimmt dem Wasser die Oberflächenspannung, und das Wasser fliesst so in die feinste Ritze. Zuallerletzt habe ich mit Aluminiumfarbe das Abblättern der Farbe dargestellt. Dabei sollte man das dem Gebrauch des Flugzeuges anpassen, also wo Wartungsklappen sind, wo der Pilot beim Einsteigen rumtritt und dranfasst. Meine Recherche im Internet hat ergeben, dass die Corsair eigentlich in einem guten Zustand waren, mit den Lackabplatzern also nicht übertrieben werden sollte.Weathering 1Nahaufnahme beim Cockit. Das Weathering wirkt vielleicht etwas übertrieben, aber unter einer Halogenlampe fällt das Aluminium sehr stark auf. In der Vitrine, wo es nicht ganz so hell ist, glänzt das Alu viel dezenter.
Nahaufnahme Die Klappen für die Munition wurden nach praktisch jedem Flug geöffnet, daher habe ich dort die Gebrauchsspuren besonders stark dargestellt. Die Decals habe ich nach der Witterung aufgebracht. Die Schritte mit den Blechstössen und den Lackabplatzer musste ich deshalb überhalb der Decals wiederholen, der Aufwand hielt sich aber in Grenzen. Die Decals selber wurden nicht gealtert (mittels Pastellkreide oder Ähnlichem). Weil das blau aber ganz leicht durchschimmert, wirken sie getönt und nicht schneeweiss, was den Eindruck doch etwas gestört hätte.
detail weatheringDa das "True Blue" eine glänzende Farbe ist, konnte ich auf eine Vorbehandlung mit Klarlack verzichten. Nach dem Anbringen der Decals wurde das Flugzeug mit einer dünnen Schicht Mattlack versiegelt. Zuletzt wurden mit der Airbrush bei den MG-Mündungen und bei den Auspuffrohren Russspuren dargestellt.
Fazit: ein wunderbares Modell. Der Bau verlief problemlos, und das Resultat vermag zu überzeugen!
Alex