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Russisches Jagd-U-Boot K-3 Leninski Komsomol (1/350, Zvezda) von Martin Kohring Drucken
Sonntag, 16. Dezember 2012 um 07:00

 

Polar-Spezial

 

K-3 Leninski Komsomol

Das Original

Das russische Jagd-U-Boot K-3 Leninski Komsomol war der Prototyp des Projekts 627 (von der NATO November genannt) und das erste russische atom-getriebene U-Boot. Es war auch das erste russische U-Boot, das den Nordpol erreichte.

Im Gegensatz zur US-amerikanischen Marine, die mit der Nautilus und Seawolf erst zwei Prototypen baute, ging die russische (sowjetische) Marine auf Risiko und baute die Boote des Projekt 627 in Serie ohne zuvor U-Boote mit Atomantrieb erprobt zu haben. Im Gegensatz zu den amerikanischen atom-getriebenen U-Booten, die ein Einh├╝llenrumpf erhielten, wurde beim Projekt 627 der Zweih├╝llenrumpf beibehalten. Die Bugform ├Ąhnelte bereits der Tropfenform, das Heck war allerdings konventionell, u.a. erfolgte der Antrieb ├╝ber zwei Schrauben. Um auf die erforderliche Geschwindigkeit zu kommen, erhielten die Boote zwei wassergek├╝hlte Reaktoren.

Insgesamt wurden 14 Boote gebaut. K-3, der Prototyp wurde als Projekt 627 bezeichnet, die folgenden zw├Âlf Boote, die strukturell verst├Ąrkt waren und einen besseren Sonar erhielten, geh├Ârten zum Projekt 627A. Ein Boot, die K-27, erhielt einen fl├╝ssigmetallgek├╝hlten Reaktor. Diese Variante wurde Projekt 645 genannt. Die ballistischen Raketen-U-Boote des Projekt 658 (Hotel) und die Raketen-U-Boote des Projekts 659 (Echo) beruhten auf dem Projekt 627. Die Boote waren nicht sehr zuverl├Ąssig, es gab zahlreiche Lecks im K├╝hlkreislauf und entsprechende radioaktive Kontaminationen. Auf mehreren Booten gab es schwere Haverien. K-8 sank 1970 nach einem Feuer an Bord, K-27 wurde nach einem Reaktorunfall 1968 1980 selbst versenkt, w├Ąhrend K-159 2003 w├Ąhrend eines Sturm an ihrem Liegeplatz sank. Trotzdem machten die Boote wegen ihrer hohen Unterwassergeschwindigkeit Eindruck auf die US Marine.

K-3 Leninski Komsomol

K-3 war 107,4 m lang, 7,9 m breit und verdr├Ąngte aufgetaucht 3065 t und getaucht 4750 t getaucht. Ihr Antrieb, der aus zwei Reaktoren und zwei Dampfturbinen bestand, leistete 30 000 PS, womit ├╝ber Wasser 15,5 kn und unter Wasser bis zu 30 kn erreicht wurden. Die Bewaffnung bestand aus acht 53,3 cm-Torpedorohren. Die Besatzung setzte sich aus 104 Personen zusammen.

K-3 Leninski Komsomol

Die K-3 wurde von 1954-58 auf der Werft 402 in Sewerodwinsk gebaut. Ihr Heimathafen wurde ebenfalls Sewerodwinsk, ab 1962 Malaja Lopatka. Am 17. Juni 1962 erreichte K-3 als erstes russisches U-Boot, vier Jahre nach der USS Nautilus, den Nordpol. Das Boot erhielt darauf den Ehrennamen Leninski Komsomol. 1967 gab es einen Brand an Bord, wobei 39 Mitglieder der Besatzung get├Âtet wurden. Das Boot wurde 1991 au├čer Dienst gestellt. Das Boot soll zu einem Museumsschiff umgebaut werden und in St. Petersburg der ├ľffentlichkeit zug├Ąnglich gemacht werden.

K-3 Leninski Komsomol

Quellen

K-3 Leninski Komsomol

Das Modell

Das Modell wurde aus dem Bausatz von Zvedza gebaut.

K-3 Leninski Komsomol

Martin Kohring

Text ├╝ber Original und Fotos von Lars