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Amerikanischer Wasserflugzeugtender Duxbury Bay (1/350, ISW) von Carl Musselman Drucken
Sonntag, 28. Oktober 2012 um 07:00

 

28.10.1962 - 50 Jahre Kuba-Krise

 

Der Wasserflugzeugtender Duxbury Bay evakuierte 1962 w├Ąhrend der Kuba-Krise US-B├╝rger aus Guantanamo (siehe Jahrestage).

Das Original

Das erste Schiff dieser Klasse von kleinen Wasserflugzeugtendern war USS Barnegat (AVP-10), die im Juli 1941 in Dienst gestellt wurde. Die Schiffe der Klasse wurden nach kleinen Meeresarmen, Buchten und H├Ąfen benannt. Insgesamt wurden 35 Schiffe der Klasse gebaut.

Die urspr├╝ngliche Aufgabe dieser kleinen Schiffe war die Versorgung von Wasserflugzeug-Geschwadern mit Vorr├Ąten, Treibstoff, Bewaffnung und Ersatzteilen sowie die Unterbringung und Verpflegung der Flugzeugbesatzungen in frontnahen, teilweise abgelegenen Basen. Der geringe Tiefgang erm├Âglichte die Unterst├╝tzung der Flugzeuge in gesch├╝tzten Gew├Ąssern wie Buchten, H├Ąfen, Atollen und sogar Fl├╝ssen.

Die Bewaffnung der Schiffe der Klasse unterschied sich von Schiff zu Schiff und ver├Ąnderte sich im Laufe der Einsatzzeit: sie hatten zwei 12,7 cm L/35-T├╝rme vorne und ein offenes 12,7 cm L/38 auf dem Achterdeck; ein 4 cm-Vierling achtern und teilweise auch einen zweiten statt des zweiten 12,7 cm-Turms vorne; zwei 4 cm-Zwillinge mittschiffs; vier bis sechs 2 cm-Zwillinge und teilweise weitere 2 cm-Einzellafetten und/oder 1,27 cm-MG.

Obwohl es keine sehr schnellen Schiffe waren, waren sie bei der Marine und der K├╝stenwache wegen ihrem geringen Tiefgang, hohen Seet├╝chtigkeit und ihrer Vielseitigkeit beliebt. Einige Wasserflugzeugtender wurden zu Tendern f├╝r Schnellboote (AGP), Forschungsschiffe (AGOR), Vermesserungsschiffe (AGS), Flaggschiffe f├╝r Landungsverb├Ąnde (AGC) und Flaggschiffe (AGF) und eines als Schulschiff f├╝r Katapultstarts umgebaut. Viele wurden zur K├╝stenwache transferiert, wo sie als WAVP oder WHEC klassifiziert waren. Nachdem sie bei der Marine au├čer Dienst gestellt wurden, wurden viele an andere Marinen verkauft, darunter an die griechische, italienische, philippinische, s├╝dvietnamesische und taiwanesische. USS Barnegat selbst wurde von einer griechischen Reederei gekauft und als MV Kentavros als Kreuzfahrtschiff eingesetzt.

Die Barnegat-Klasse war 94,72 m lang, 12,52 breit, hatten einen Tiefgang von 3,78 m und verdr├Ąngten voll beladen 2750 ts. Ihre H├Âchstgeschwindigkeit wurde mit 18,6 kn angegeben und die Besatzung bestand aus 215 Mitgliedern.

Duxbury Bay

Mein Vater diente auf der USS Duxbury Bay (AVP-38) von 1952-53. Er war Interior Communications Electrician und bediente u.a. die Kommunikations- und Navigationssysteme an Bord. Er ging in Norfolk im Sommer 1952 an Bord. Zu dieser Zeit wurde der einzige 12,7 cm-Turm der Duxbury Bay entfernt und sie erhielt eine Klimaanlage sowie die erste Schicht wei├čer Farbe, um als Flaggschiff f├╝r den Commander Middle East Forces in Bahrain, im Persischen Golf, zu dienen. Die Fahrt meines Vaters begann im Oktober 1952 in Norfolk und er kehrte aus dem Mittelmeer, Rotem Meer und Persischen Golf im April 1953 wieder zur├╝ck.

Die Duxbury Bay teilte sich bis zur Au├čerdienststellung 1966 ihre Aufgabe als Flaggschiff im Mittleren Osten mit ihren Schwesterschiffen Greenwich Bay (AVP-41) und Valcour (AVP-55). Zusammen wurden die drei Schiffe The Little White Fleet genannt, Duxbury Bay hatte auch den Spitnamen Galloping Ghost of the Persian Coast.

Das Modell

Es ist offensichtlich, dass ich mich entschied, aus dem Resinbausatz der USS Mackinac AVP-13 von Iron Shipwright im Ma├čstab 1/350 die USS Duxbury Bay zu bauen. Ich bin sehr dankbar, dass Iron Shipwright (Commander Models) diese wenig bekannte Klasse als Bausatz herausgebracht hat. Der Bausatz ist seine sehr gute Grundlage, um jedes Schiffe der amerikanischen Marine und K├╝stenwache sowie die Varianten anderer Marinen zu bauen.

Eine genaue Beschreibung der Änderungen, um aus der Mackinac die Duxbury Bay zu bauen, findet sich hier:

www.modelshipgallery.com/gallery/cv/avp-38/350-cm/cm-index.html

Quellen

Carl Musselman

├ťbersetzung aus dem Englischen von Lars