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Revell: Grumman E2C Hawkeye (1:144) Drucken
Donnerstag, 08. November 2012 um 07:00

Seitentitel

Modell: Grumman E-2C "Hawkeye"
Hersteller: Revell
Maßstab: 1:144
Material: Spritzguss
Art.Nr.: 04092
Preis: ca. 10€

Das Original

Die E-2 Hawkeye ist seit fast einem halben Jahrhundert das "fliegende Auge" der US-Flugzeugträger. Ihren ersten Ernstfall erlebte sie 1965 beim Vietnam-Konflikt, und bei allen Konflikten, bei denen die USN im Einsatz war, koordinierte sie die Jägereinsätze.

Die aktuell verwendete E-2C hatte 1971 ihren Erstflug, wobei vor allem die Elektronik regelmässig erneuert wurde. Momentan findet die Umstellung auf die E-2D-Serie statt, die sich durch leistungsfähigere Triebwerke, verstärkte Zelle sowie Möglichkeit zur Luftbetankung auszeichnet. Tiefer gehende Informationen finden sich wie üblich auf der Wikipedia-Seite.

Der Bausatz

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V.l.n.r: feine Gravuren, deutliche Unterschiede zwischen einem Blechstoss und einem beweglichen Ruder. Sauber abgeformte , einteilige Propeller. Motorgondeln mit diversen Wartungsklappen

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Links: Teile des Cockpits und Räder des Hauptfahrwerkes. Rechts: detailliertes Bugfahrwerk.

Die Faltschachtel in typischem Revell-Design enthält zwei Spritzlinge aus hellgrauem und einen aus transparentem Polystirol. Obwohl der Bausatz schon einige Jahre auf dem Buckel hat (2004), ist die Qualität gut. Es handelt sich dabei um eine Wiederauflage, die sich nur durch andere Decals vom Original unterscheidet. Die Detaillierung ist filigran, und die Passgenauigkeit tadellos. Propeller und Radom sind dabei drehbar möglich. Ein einfaches Cockpit ist vorhanden, wobei man davon nicht mehr viel sehen wird, wenn es fertig gebaut ist. Es ist nur die Variante E-2C mit den Vierblatt-Propeller möglich. Die neueren Versionen der Hawkeye haben Achtblatt-Propeller, die man mittlerweile separat kaufen kann. Wer sich weiter austoben möchte, der findet auch angeklappte Tragflächen im Handel, was das Modell dann perfekt für eine kleines handliches Diorama prädestiniert.

Die Decals / Versionen

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Dieser Bausatz lässt die Darstellung von zwei Versionen zu - eine Hawkeye der VAW-115 "Liberty Bells", stationiert auf der CV-63 Kitty Hawk und eine der 4ème Flottille der französischen Aéronavale. Die Decals sind umfangreich (auch Wartungshinweise) und auf seidenmattem Papier gedruckt. Der Radom wird in der US Navy gerne zum Präsentieren des Staffelwappens genutzt - dies ist auch hier der Fall. Der Originalbausatz ermöglichte zwei USN-Versionen, hier wurde die zweite Version vermutlich zugunsten des großen Radom-Decals "geopfert".

Die Anleitung

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Die Anleitung ist wieder einmal typisch Revell - Erst Vorstellung des Originals, dann die Übersicht der Bauteile, es folgt dann der Bau in 19 Baustufen und zuletzt die beiden Bemalungsvarianten. Leider hat es Revell wieder einmal vorgezogen, die Farbangaben nur in Revell-Codes anzugeben. So soll man das bekannte "Light Gull Grey" (helles mövengrau) aus 10% weiss und 90% Revell 76 hellgrau mischen. Liebes Revell, es ist schön, dass ihr die Farbangaben in 18(!) Sprachen angebt. Aber ich bin sicher, dass eine zusätzliche Zeile mit den gebräuchlichen Namen, vielleicht sogar mit FS-Farbcode, die Anleitung deswegen nicht weniger übersichtlich werden lässt. Ceterum censeo...

Fazit

Hübscher Bausatz für Zwischendurch, der aber auch Potential für mehr bietet! Als ganz kleines Manko könnte man das Fehlen der 8-Blatt-Props erwähnen.

alt sehr empfehlenswert

Alex