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Revell: Supermarine Stranraer (1:72) Drucken
Donnerstag, 06. September 2012 um 06:00

Seitentitel

Modell: Supermarine Stranraer
Hersteller: Revell
Maßstab: 1:72
Material: Spritzguss
Art.Nr.: 04277
Preis: ca. 20€

Das Original

Die Stranraer war das letzte grosse Flugboot von Supermarine. Sie wurde ab 1934 gebaut und 1941 bereits wieder vom Fronteinsatz abgezogen. Wer dieses Flugzeug bauen will, musste bis jetzt auf das etwas betagte Modell von Matchbox zurückgreifen, das hier bereits vorgestellt wurde. Dieser Bausatz wurde von Revell neu aufgelegt. Alter Wein in neuen Schläuchen, könnte man sagen, das ist hier aber nicht negativ gemeint. Denn der alte Wein war damals schon lecker, und der Neuauflage liegen gute Decals aus italienischer Produktion bei.

Der Bausatz

Die Revell-typische Faltschachtel enthält vier hellgraue plus einen transparenten Giessast, die allesamt in einer engen Tüte stecken. Leider ist denn auch ein Teil abgebrochen. Die Qualität der Wiederauflage ist gut, es gibt kaum Fischhaut. Vereinzelt sind Auswerfermarken und Sinkstellen zu finden, was aber nicht weiter schlimm ist. Die Stoffstruktur ist wie für Matchbox üblich etwas grob, dafür wissen die feinen Nieten zu gefallen. Die Detaillierung könnte etwas besser sein, aber da muss man ein Auge zudrücken - wir haben hier keine Neuentwicklung vor uns. Die Formen der Stranraer sind gut wiedergegeben, ein Vergleich mit den 1:72-Plänen aus der "Mushroom publications"-Serie zeigt nur wenige Abweichungen, die aber durch die Grösse des Modells kaum auffallen. Hier ist etwas einen Millimeter zu kurz, und da ist ein Winkel knapp verfehlt, aber die grossen Dimensionen stimmen, jedenfalls sogut man dies am ungebauten Modell beurteilen kann.


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V.l.n.r.: die Transparenten Teile sind etwas dick, aber klar und schlierenfrei. Der Einstiegsbereich weist feine nieten auf. Die Stoffstruktur ist etwas grob.

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V.l.n.r.: Das karge Interieur. Da sollte etwas nachgehofen werden. Der Pilot ist sehr fein modelliert. Die 3 Maschinengewehre sollten verfeinert oder durch solche aus der Grabbelkiste ersetzt werden.

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V.l.n.r.: Die Rolls Royce Pegasus X sind nicht sehr detailliert, aber ohnehin schlecht sichtbar. Die 3 Bordschützen sind geklont (oder hatten alle Besatzungen in der RAF einen Schnurrbart?). Der Mittelteil der Tragflächen.

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Die Spanten. Wenigstens mit Durchgang, aber ohne jeglichen Details. 

Decals / Darstellbare Versionen


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Die Decals sind auf mattem Trägerpapier gedruckt, und machen einen guten Eindruck. Es sind (wie schon beim Matchbox-Original) zwei Bemalungen möglich:

  1. Eine Stranraer der 228 Staffel, Seriennummer K7292, in Metallfinish. Stationiert November 1938 in Pembroke Dock, Wales
  2. Eine Stranraer der 240 Staffel, Seriennummer K7287, in Tarnbemalung. Stationiert Januar 1941 in Stranraer, Schottland.

Die Anleitung

Die A4-grosse Anleitung ist übersichtlich. Es beginnt wie üblich mit einem Modellfoto und der Geschichte des Originals, dann die "Anfängertips" und Symbolerklärungen. Die Sicherheitshinweise in 18 (!) Sprachen liegen separat bei, so dass man sie zwecks Verbesserung der Übersicht gleich entsorgen kann. Die Farben müssen wie gewohnt aus dem Revell-Sortiment zusammengemischt werden, leider sind die Tarnfarben nicht mit Klartext erläutert. Auf Seite 5 geht dann der Bau los, der nach 50 Baustufen (inkl. Bemalung und Verspannung) vollendet ist. Auf die unterschiedlichen Versionen wird während des Baus hingewiesen.

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Fazit

Hier handelt es sich um eine willkommene Wiederauflage. Für damalige Verhältnisse war die Stranraer ein guter Bausatz, der durch den guten Decalbogen noch aufgewertet wird.

alt guter Durchschnitt

Alex