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Kombrig: Korvette Soobrazitelny (1/700) Drucken
Montag, 28. Mai 2012 um 06:00

Deckelbild

Modell: Corvette Soobrazitelny 2011
Hersteller: Kombrig
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Fotoätzteile
Art.Nr.: 70355
Preis: 46,5 € (NNT Modell)

Das Original

Die russische Korvette Soobrasitelny ist das zweite Schiff der Stereguschtschi (Steregushchy)-Klasse (Projekt 20380). Diese von Almas entworfene Klasse soll die veralteten U-Jagd-Schiffe der Albatros-Klasse (Projekt 1124, NATO-Name Grisha-Klasse) ersetzen und für Küstenschutz, U-Jagd und Geleitschutz verwendet werden. Im Vergleich fallen die Schiffe fast doppelt so groß aus und sind Mehrzweckschiffe mit einer starken Anti-Schiff- und U-Jagd-Bewaffnung. Die Flugabwehr, die beim ersten Schiff nur aus einem Kortik (Kashtan)-System bestand (Kombination aus 3 cm-Kanonen und 9M311-Raketen), beruht ab der Soobrasitelny auf einem Redut-Starter. Vier weitere Schiffe der Klasse sind in Bau, es sollen weitere Schiffe des verbesserten Projekts 20385 folgen.

Soobrasitelny ist 104,5 m lang, 13 m breit und verdrängt voll beladen 2200 t. Der Antrieb besteht aus vier Dieseln, die 23 320 PS leisten, womit 27 kn erreicht werden. Die Besatzung besteht aus 100 Personen.

Bewaffnung
1 x 10 cm L/59 A-190-Geschütz
2 x 3 cm AK-630M-Nahbereichsabwehrgeschütze
8 x 3M24 Uran-Anti-Schiffs-Raketen (zwei Vierfach-Starter)
12 x Redut-Flugabwehr-Starter (für 32 9M96E- oder 12 9M96M-Raketen)
8 x 32,4 cm-Torpedorohre (auch für Paket-U-Jagd-Raketen)
1 Kamov Ka-27PL-Bordhubschrauber

Soobrasitelny wurde 2003-11 bei Severnaya Verf in St. Petersburg gebaut und ist im Dienst der Baltischen Flotte.

Der Bausatz

Der Bausatz der Soobrasitelny stellt eine überarbeitete Version der Stereguschtschi (Steregushchiy) dar, die ursprünglich von Gwylan Models herausgebracht wurde, inzwischen aber von Kombrig erhältlich ist. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Schiffe, der Redut-Starter vor der Brücke, ist berücksichtigt. Das Modell ist nur als Wasserlinienmodell baubar. Die Abmessungen und Form sind korrekt wiedergegeben. Die meisten Aufbauten sind bereits an den Rumpf angegossen und gut detailliert.

Der Guss dieses Teils ist wirklich bemerkenswert. Mir sind nur drei Punkte aufgefallen: das Schanzkleid des Brückendecks und neben dem Hangar neigt sich beim Original leicht nach außen, hier ist es im 90° Winkel zur Wasserlinie; zwischen den Rohren der angegossenen AK-630-Geschütze und dem Deck ist Gussgrat, der vorsichtig entfernt werden muss; vor dem Schornstein ist ein Spalt in den Aufbauten (Schaden im Urmodell?).

Neben dem Rumpfteil sind nur noch wenige weitere Resinteile enthalten: einerseits die Teile für die Masten, die gut detailliert sind, aber etwas Grat aufweisen, andererseits die Beiboote und Waffen. Die Uran-Starter sind nicht sehr gut detailliert, aber später zwischen den Aufbauten auch kaum mehr sichtbar. Es liegt noch ein Kortik (Kashtan)-System bei, was aber nicht benötigt wird.

Die Fotoätzteile

Die Fotoätzteil-Platine enthält schon richtig abgelängte, aber etwas dicke Reling; Klappen für die Uran-Starter (wobei der untere Teil der Klappe fehlt); weitere Klappen, ein Bootskran (?, der zweite fehlt) und die Spitze des Fockmasts.

Die Anleitung

Die Anleitung besteht aus einer russischen Beschreibung des Originals inklusive technischer Daten, einer Seitenansicht und einer Aufsicht, einer Übersicht der enthaltenen Teile sowie zwei Explosionszeichnungen, die den Zusammenbau der wenigen Teile beschreiben.

Angaben über den Anstrich fehlen. Das Original ist hellgrau gestrichen, mit orange-roten Decks (abgesehen von der erhöhten, grau gestrichenen Back), weißen Wasserpass und roten Unterwasserrumpf. Das Flugdeck ist grau gestrichen. Die Kennnummer "531" sowie Flugdeckmarkierungen liegen nicht als Abziehbilder dem Bausatz bei.

Quellen

Fazit

Der Bausatz dieser modernen russischen Korvette besteht nur aus wenigen Teilen, ist aber sehr gut detailliert. Es gibt nur wenige Minuspunkte, insbesondere die fehlenden bzw. sehr vereinfachten Bootskräne, die wie die fehlenden Teile der Klappen der Uran-Starter und das nicht nach außen geneigte Schanzkleid an den Aufbauten leicht korrigierbar sind. Insgesamt ist der Bausatz

alt empfehlenswert

Lars