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Japanischer Flugzeugtender Akitsushima (1:700, PitRoad) von Alex Facchetti, Teil 1 Drucken
Dienstag, 27. März 2012 um 07:00

Mich faszinieren Schiffe, die Flieger auf eine besondere Art tragen. Darunter gehört sicherlich die Akitsushima, die als Seeflugzeugtender für den Unterhalt und die Versorgung von Wasserflugzeugen gebaut wurde. Das Modell von Pit Road habe ich nun gebaut, und meine Erfahrungen in diesem kleinen Baubericht zusammengefasst.

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Der Bau fängt damit an, Unsauberkeiten der Form zu beseitigen - es hat einige grössere Sinkstellen zu verspachteln, und die Bullausgen auszubohren. Diese sind dabei sehr schwach modellert, so dass man sie stellenweise nur erahnen konnte. 

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Ein sehr auffälliges Teil an diesem Schiff ist der grosse 30-Tonnen-Kran, der dazu dient, die Wasserflugzeuge aus dem Wasser zu hieven. Er ist soweit gut modelliert, nur sind die Trossen des Krans etwas dick. Es gibt zu diesem Bausatz auch Photoätzteile, die den Kran filigraner machen, aber das war es mir doch nicht wert. Die Kabel habe ich aus gezogenem Gussast neu gemacht. So sieht es vorher aus:

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...und so, nachdem man die dicken Taue ersetzt hat. Eine kleine Arbeit, die sich gelohnt hat.

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Die Brücke ist gut detailliert; der Mast wurde etwas dünner geschliffen, und der vordere Teil aus Gussast neu modeliert. Ausserdem habe ich auch hier die Bullaugen ausgebohrt, und ein paar Türen ergänzt, mehr nicht. Die Peilantennen könnte man ebenfalls durch PE-Teile ersetzen, da die massiven Träger etwas unrealistisch sind.

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 Einer der beiden Flugzeuge: die Kawanishi H8K "Emily". Die Qualität ist gut, es brauchte nur etwas Spachtelmasse, was aber schnell erledigt war.

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Und das zweite Flugzeug: die Kawanishi H6K "Mavis". Da wirken leider die etwas dicken Streben störend, es empfiehlt sich, diese durch dünnere Teile zu ersetzen.

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Die "Mayatreppen" wurden durch photogeätzte Aufgänge ersetzt. Diese stammen aus dem PE-Set für japanische Zerstörer und Kreuzer. Man erkennt gut die Riffelblechstruktur, die vielleicht etwas zu grob ist. 

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Die Masten und Rahe aus dem Bausatz (links) wurden durch welche aus gezogenem Gussast ersetzt (rechts):

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Die Farbe ist Revell Staubgrau (77) über alles. Von der Akitsushima gab es auch eine sehr interessante Bemalung, aber in 1:700 wollte ich es mir nicht antun. Das Linoleumdeck ist mit dem Pinsel bemalt, das ergibt einerseits eine leicht unregelmässige Struktur, und man muss nicht alle Luken und Kleinteile abkleben. Die Farbe dafür ist aus sechs Teilen rot und einem Teil schwarz gemischt (Revell Aqua). Die Metallschienen zeichne ich nach, indem ich mit einer silbrigen Kreide vorsichtig über die erhabenen Strukturen male. Das hinterlässt einen leichten Metallschimmer, der aber nicht zu kräftig ausfällt.

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Die fertig bemalte Emily. Die Farbe auf der Unterseite habe ich mit dem Airbrush aufgebracht (Tamiya Acryl, IJN Grey), und die Oberseite ist ebenfalls Tamiya Acryl (IJN Green), aber mit dem Pinsel aufgebracht. Nach zwei Schichten ist die Farbe regelmässig und deckend. Die Glasteile wurden mit Revell mitternachtsblau bemalt. Vor den Decals habe ich mit Erdal Glänzer eine glatte Oberfläche geschaffen. Die Hinomarus bestehen aus zwei Decals (weiss und rot), so dass es keine Probleme mit dem Versatz gibt.

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Für die Grundplatte verwende ich stets das gleiche: Styropor auf Sperrholz geklebt, und mit Acrylfarben bemalt. Diesmal habe ich ein dunkles blau (preussisch blau) mit 100% grün (chromoxydnitratgrün) gemischt, ich finde, das Meer sieht so realistischer aus als wenn es nur blau ist. Anschliessend wurde das Wasser mit Acrylgel modelliert. Ich hatte auch schon mit Silikon gearbeitet, aber Acrylgel passt mir besser. Mit dem Wellengang halte ich mit bewusst zurück.

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Die praktisch fertige Akitsushima in ihrem Element, es fehlt nur noch der Holzrahmen drumherum und etwas Acryl auf dem Wasser, damit es schön glänzt. Ein Modell, das man ziemlich schnell gebaut hat, und durch den dicken Brummer auf dem Achterdeck gefällt!

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Alex