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WEM: HMS Dreadnought (1/350, für Zvezdamodell) Drucken
Freitag, 04. November 2011 um 17:00

Modell: PE 1/350 HMS Dreadnought (für Zvezdamodell)
Hersteller: White Ensign Models (WEM)
Maßstab: 1/350
Material: Fotoätzteile
Art.Nr.: PE 35155
Preis: 55 € (bei BMK)

In den letzten Jahren ist es für uns Schifflebauer fast schon zur Gewohnheit geworden, dass uns die Hersteller mit brandneuen Schiffsmodellen nur so überschütten um sich gegenseitig zu übertrumpfen. Jetzt scheint die Welle auch die Zurüst-Industrie erfasst zu haben. WEMs neues Ätzteilset zur HMS Dreadnought von Zvezda im Maßstab 1:350 kam nur wenige Wochen nach dem Erscheinen des eigentlichen Modells auf den Markt. Mein Respekt gilt WEM und den oder dem Entwickler – allen voran Peter Hall (dem sogenannten Mad Pete) - der für die Gestaltung der beiden Platinen verantwortlich ist.

Der Bausatz

WEMs Zurüstset für die Dreadnought besteht aus zwei Platinen in unterschiedlicher Materialstärke und der neunseitigen Bauanleitung. Der Ätzteilsatz bietet dem Modellbauer die Wahl, das Schiff in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild 1906/07 oder zur Zeit des Ersten Weltkrieges, etwa im Ausrüstungszustand von 1915, darzustellen.

Platine 1

Die größere der beiden Platinen ist 29 x 11,8 cm groß. Den meisten Platz darauf beansprucht die in ausreichender Länge vorhandene Reling. Auffällig ist auch der Ladebaum mit seiner feinen Verspannung. Eine nette Idee sind die feinen Torpedonetze, die das Darstellen der geschützt vor Anker liegenden Dreadnought ermöglichen.

Mit dabei sind auch die Plattformen der 12-Pfünder für die Turmdecken der Hauptgeschütze. Vor deren Einbau müssen allerdings erst die angegossenen Plattformen der Bausatztürme entfernt werden. Dazu sind sämtliche Abgänge, Kleinteile für die 12 Pfünder, Schornsteingrill, die Kohleluken und andere nützliche Details zu finden, mit denen sich der Bausatz „upgraden“ lässt.

Platine2

Auf der um 3 cm kürzeren Platine sitzen alle Durchgänge und Luken für die Dreadnought. Diese können wahlweise geschlossen oder geöffnet eingebaut werde. Alle hierfür benötigten Teile, wie Innenseiten und die Rahmen der Oberlichter, sind vorhanden. Das größte Einzelteil ist die Plattform des vorderen Bootdecks für die spätere Konfiguration mit der dazugehörigen vergrößerten Admiralskabine. Auch das Kartenhaus ist vorhanden, wie auch das Brückendeck und die Kompaßplattform, von der ebenfalls eine frühe und eine späte Version beiliegt. Desweiteren sind Ruderbänke und Ruder für die Beiboote zu finden, wie auch die Auflagen der Torpedonetze samt Zubehör. Zu Guter letzt sind auch noch alle benötigten Plattformen und Unterbauten für die Masten vorhanden. Auch hier hat WEM wert darauf gelegt, die entsprechenden Teile für beide Versionen mit zu liefern.

Wieviel Spaß „Mad Pete“ bei Zeichnen und Entwickeln des Ätzteilsets hatte zeigen die beiden geätzten, maßstabsgetreuen Schiffskatzen auf der Platine!

Die Anleitung

Da die Dreadnought in verschiedenen Ausrüstungszuständen gebaut werden kann ist das intensive Studium der neunseitigen Bauanleitung noch vor Baubeginn sehr zu empfehlen! Wie auf der abgebildeten Bauanleitung habe ich schon mal alle für mein Bauprojekt unnötigen Schritte rausgestrichen, um Verwechslungen und unnötige Arbeiten zu vermeiden. WEMs Anleitung ist ausschließlich auf Englisch verfasst und verlangt dementsprechende Sprachkenntnisse. Auf der ersten Seite finden sich hauptsächlich generelle Anweisungen zum Umgang mit Ätzteilen. Seite zwei und drei zeigen alle in Set vorhandenen Teile und deren Nummerierung. Die Seiten vier bis acht sind vollgepackt mit übersichtlichen Zeichnungen und Erklärungen im gewohnt hohen WEM-Niveau. Auf der letzten Seite sind weitere schriftliche Anweisungen und hilfreiche Tipps zum Einbau der im Satz enthaltenen Ätzteile. Sollte trotz der ausführlichen Bauanleitung eine Frage offen geblieben sein, wird WEM diese gerne per e-Mail beantworten.

Fazit

Mit WEM’s Ätzteilset wird aus dem an sich schon schönen Bausatz der Dreadnought ein besonderes Schmuckstück für gehobene Ansprüche. Das Verarbeiten erfordert Erfahrung, stellt aber - auch dank der ausführlichen Bauanleitung - keine unüberbrückbaren Hindernisse dar. Daher ist das WEM Set

alt sehr empfehlenswert


Wolfgang

Wir danken White Ensign Models für das Bausatzmuster

Vorschau:
Bei „Redaktionsschluß“ hatte auch die aus Russland stammende Firma „Northstar“ einen Ätzteilsatz für die HMS Dreadnought angekündigt. Das Besprechungsmuster soll im Zulauf sein. Es wird interessant, beide Sätze zu vergleichen!