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Norman Friedman: British Cruisers Two World Wars and After Drucken
Sonntag, 25. September 2011 um 07:00

Titel

Titel: British Cruisers Two World Wars and After
Autor: Norman Friedman
Verlag: Seaforth Publishing
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978 1 84832 078 9
Umfang: 432 Seiten mit Schwarz-Weiß Fotos, Skizzen und Plänen
Preis: 63-68 €

Inhalt

Lange war British Cruisers of World War Two von Alan Raven und John Roberts das einzige umfassende Werk über britische Kreuzer, was aber schon lange vergriffen ist. Umso aufregender war die Nachricht, dass Friedman nach den Büchern über die US Marine und britische Zerstörer sich jetzt auch den britischen Kreuzern widmet.

Zuerst fällt auf, dass der Untertitel von der Ankündigung des Buchs - From Treaties to the Present (von den Flottenverträgen bis heute) - durch Two World Wars and After (Zwei Weltkriege und danach) ersetzt wurde. Ist dies angebracht? Das alte Buch von Raven und Roberts begann mit der Arethusa-Klasse (gebaut von 1912-15). Diese war zwar nicht mehr im Zweiten Weltkrieg im Einsatz, bildete aber die Grundlage für die Entwicklung der C- und D-Klasse, von denen zahlreiche Schiffe im Zweiten Weltkrieg noch im Einsatz waren. Dafür fehlt aber HMAS Adelaide, die zur älteren Birmingham-Klasse gehörte, aber im Zweiten Weltkrieg noch im Einsatz war. Das scheint die Überlegung von Friedman gewesen zu sein, die fünf Town-Klassen (Bristol-, Dartmouth-, Chatham-, Birmingham- und Chester-Klasse, gebaut 1909-22) in seinem Buch auch zu berücksichtigen. Allerdings waren im Ersten Weltkrieg zahlreiche ältere Schiffe auch im Einsatz, so dass der Untertitel Two World Wars, eben beide Weltkriege, nicht wirklich angebracht ist. Aber vielleicht deutet dies darauf hin, dass es auch mal einen Band über die älteren Klasse geben wird?

Beispielseite

Nach einer Einleitung über die verschiedenen Aufgaben der britischen Kreuzer, in der auch die ganzen Entwicklungsabteilungen der Royal Navy erklärt werden, beginnt das Buch, wie oben erwähnt, mit den Town-Klassen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und endet mit den ursprünglich aus Kreuzern abgeleiteten Flugzeugträgern der Invincible-Klasse (1973-75 gebaut). Ein Exkurs beschäftigt sich mit den Minenlegern der Adventure- und Abdiel-Klasse. Der Autor geht meist ausführlich auf die Entwicklung jeder Klasse ein, was auch für die zahlreichen nicht gebauten Typen geht, z.B. die diversen Planungen für Lenkwaffenkreuzer. Informationen über Umbauten der Schiffe finden sich etwas über das Buch verteilt, z.B. Informationen über Katapult-Typen auf den Schweren Kreuzern sind im Kapitel über die Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus dem Ersten Weltkrieg enthalten. Hier hätte man sich eine tabellarische Übersicht gewünscht. So empfehlen sich die Nutzung des Index am Ende und das genaue Studium der Bild- und Planunterschriften. Letztere enthalten teilweise genaue Informationen über Umbauten.

Beispielseite

Der Modellbauer wird aber mit dem umfangreichen Bild- und Planmaterial entschädigt, was enthalten ist. Von jeder Klasse finden sich Fotos, die verschiedene Bauzustände zeigen. Die Fotos sind überwiegend von sehr guter Qualität und groß abgedruckt. Ein meiner Meinung nach deutlicher Fortschritt gegenüber älteren Büchern von Friedman ist die umfangreiche Plansammlung. Neben Skizzen, die verschiedene Entwürfe, Angebote britischer Werften an andere Marinen und teilweise auch Umbauten zeigen, gibt es von jeder Klasse ein Profil und eine Aufsicht, die sehr detailliert gezeichnet sind. Von vielen Klassen gibt es mehrere Pläne, die Umbauten zeigen. Bei einigen der Leichten Kreuzer der C-Klassen gibt es bei den frühen Bauzuständen sogar einzeln herausgezeichnete Aufbautendecks.

Es folgen Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis, Listen mit technischen Daten der verschiedenen Klassen, eine Auflistung aller Schiffe mit Baudaten, Bauwerft und Schicksal und einen Index.

Fazit

Das Buch macht bei dem ersten Durchblättern wegen der umfangreichen Plan- und Fotosammlung einen sehr guten Eindruck. Der Text liest sich meiner Meinung etwas schwer, was u.a. auf dem Schwerpunkt bei den Entwürfen inklusive zahlreicher nie realisierter Typen liegt – während Erfahrungen und Umbauten weniger berücksichtigt werden. Der Modellbauer muss sich Informationen für einen bestimmten Bauzustand aus verschiedenen Kapiteln des Buchs zusammensuchen. Insgesamt ist das Buch wegen dem Umfang der enthaltenen Informationen und Abbildungen


alt empfehlenswert

Lars