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Bronco Models: Russisches Jagd-U-Boot der Akula II-Klasse (1/350) Drucken
Donnerstag, 08. September 2011 um 07:00

Seitentitel

Modell: Russian Akula II Class Attack Submarine, K-335 Giepard
Hersteller: Bronco Models
Maßstab: 1/350
Material: Poystyrol-Spritzguss, Abziehbilder, Fotoätzteile
Art.Nr.: NB5020
Preis: ca. 13,95 €

Das Original

Die K-335 Gepard ist ein russisches Angriffs-U-Boot der Schtschuka-B -Klasse, russisch für Hecht-B, NATO-Codename Akula.

Am 23. September 1991 wurde K-335 in den Bauhallen von Sewernoje Mashinistroitelnoje Predprijadije, kurz Sewmash, in Sewerodwinsk auf Kiel gelegt. Die Aufnahme in die Flottenliste, die Zuordnung als Jagd-U-Boot des Projektes 971M (NATO-Bezeichnung Akula), sowie die Taufe auf den Namen Gepard erfolgte am 22. Februar 1993. 1996 kamen die Arbeiten am Boot auf Grund von Finanzierungsschwierigkeiten ins Stocken und die für 1998 angesetzte Übergabe an die Flotte verstrich. Dann besuchte der damals neue Ministerpräsident Wladimir Putin die Werft und setzte sich persönlich für den Weiterbau ein. Am 17. September 1999 wurde K-335 endlich aus der Bauhalle gerollt und nach umfangreichen Erprobungen am 5. Dezember 2001 in den Dienst der Nordmeerflotte gestellt. Damit war sie das erste neue Unterseeboot, das im 21. Jahrhundert in Russland in Dienst gestellt wurde. Auch Präsident Putin war bei der Feier zum Hissen der Flagge der Seekriegsflotte anwesend und bezeichnete diesen Tag kurzerhand als bedeutendes nationales Ereignis. In Folge dessen hatte sich Putin für eine umfassende Modernisierung der russischen Streitkräfte stark gemacht und als Ansporn die Gepard fertigstellen lassen. Die Werft setzte sogar eigene Gelder für die Fertigstellung ein, während die Regierungsgelder nur spärlich flossen. K-335 Gepard wurde auf Kredit fertiggestellt.
Am 5. Dezember 2001 erfolgte die Unterzeichnung des Abnahme/Übergabe-Protokolls und damit die Übergabe an die Seekriegsflotte. Die Überführung zur Nordmeerflotte und die Eingliederung in den Bestand der 24. Division der 3. Flottille am Stützpunkt Gadschijewo erfolgte bis Mitte 2002. Die erste Langzeit-Patrouillenfahrt führte Anfang 2003 durch den Atlantik bis an die Ostküste der USA und dann nach Neufundland. Weder dem SOSUS-System, noch der US Navy oder der Royal Canadian Navy gelang es, K-335 Gepard zu verfolgen. Im März 2003 kehrte das U-Boot nach Gadschijewo zurück. Es folgten einige kurze Patrouillen in der Barentssee und eine weitere dreimonatige Patrouille im Nordmeer. Ende September 2004 nahm K-335 zusammen mit dem Zerstörer Admiral Chabanenko an Manövern mit der französischen Marine im Atlantik teil. Seit 2005 erfolgen regelmäßige dreimonatige Patrouillen im Atlantik und im Nordmeer, sowie die Teilnahme an Manövern in der Barentssee. Am 4. Juni 2007 ist die Besatzung von K-335 mit der höchsten Note der Einsatzbereitschaft bedacht worden. Die erste Instandsetzung und Modernisierung ist vermutlich für 2008 oder 2009 angesetzt.
 
Technische Daten

Länge: 113 m
Breite (inklusive Tiefenruder). 15,4 m
Verdrängung: 8470 t
Besatzung: 73

Antrieb:

Druckwasserreaktor: 190 Megawatt
Maschinenleistung: 50.000 SHP
Geschwindigkeit: max. 10 kn (19 km/h)

Bewaffnung:

4 Torpedorohre  53,3 cm
4 Torpedorohre  65,0 cm

Quelle: Wikipedia

Der Bausatz

Bausätze der russischen Akula-Klasse gab es im Maßstab 1/350 bisher u.a. nur von Alanger und Yankee Modelworks. Bronco Models schließt diese Lücke nun mit einem brandneuen Bausatz einer Akula II K335 Gepard voller bemerkenswert guter Details. In einer stabilen großen Box findet der Modellbauer zwei Spritzlinge mit allen wesentlichen Bauteilen, einen Displayständer, Decals, Fotoätzteile und den Bauplan in Heftform. Der Guss ist relativ gratfrei auf dem aktuellen Stand der Spritzgusstechnik.

Spritzling A enthält den Rumpf, der aus insgesamt drei Teilen besteht. Der Kommandoturm ist bereits mit angegossen. Hier kommt es auf eine gute Passung der Rumpfteile zueinander an, aber ohne Nacharbeiten in Form von Spachteln und Schleifen wird es nicht gehen. Dafür punktet der Rumpf mit guter Umsetzung von Form und Maßen der Akula II, fein gravierten Oberflächendetails wie Flutschlitzen, Klappen für Torpedorohre und Täuschkörperwerfer, Kühlwasseröffnungen und offen darstellbaren Abdeckung für den Manövrierantrieb.
 
Spritzling A Spritzling A Spritzling A
Spritzling A Spritzling A Spritzling a
In Spritzling B sind die Ruder- und Antriebsanlage enthalten, die Abdeckungen für die Sonarsensoren des Kommandoturms, die Klappen für den ausfahrbaren Manövrierantrieb, der 7-blättrige Antriebspropeller, die Heckflosse mit dem Behälter für das Schleppsonar, Periskope, Antennen und Teile für den Displayständer. Alle Teile sind sauber und gratfrei gespritzt.
 
Spritzling B  Spritzling B
 
Spritzling B Spritzling B 
 
Der Rumpf wurde probehalber montiert, denn bei meinen üblichen Passproben zum Bau merke ich sehr schnell, wo sich Schwachpunkte aufzeigen. Passt man nicht auf, gibt es deutlichen Versatz zwischen den drei Rumpfteilen.Ohne Spachteln und Schleifen geht es auch hier leider nicht. Gute Vorarbeit bildet letztendlich die Grundlage für eine gute Lackierung.
 
Passprobe Passprobe 

Die Fotoätzteile

Die beiliegende kleine Fotoätzteilplatine beinhaltet ein Namensschild für das Display und eine Reling für entlang des Kommandoturms.
 

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Decals

Das Decalblatt ist sauber und versatzfrei gedruckt, beinhaltet Flaggen, Wasserstandsanzeigen, Lukenmarkierungen und Abziehbilder für den Wasserpass.

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 Die Anleitung

Der Bauplan ist im DIN-A4-Format in Heftform gehalten und führt den Modellbauer in fünf gut verständlichen Bauschritten sicher zum Ziel. Das Bemalungsschema bezieht sich auf das Sortiment von Mr. Hobby, Hobby Color, Humbrol und Tamiya. Hier hat der Modellbauer freie Auswahl.
 
Bauplan Bauplan Bauplan

Fazit

Sehr gut umgesetzter Bausatz eines russischen Jagd-U-Bootes vom Typ Akula II, hier K335 Gepard, mit bemerkenswert guten Details. Der aus drei Teilen bestehende Rumpf erfordert jedoch einiges an Anpassungs- und auch Nacharbeiten in Form von Spachteln und Schleifen. Für eine Wasserlinien-Version ist einiges an Aufwand erforderlich, damit der Rumpf exakt an der Wasserlinie abgetrennt werden kann. Insgesamt ist der Bausatz für Anfänger und Enthusiasten gleichermaßen

 

alt  empfehlenswert



Jörg