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Airfix: Trafalgar Class Submarine (1/350) Drucken
Dienstag, 09. November 2010 um 07:00

Seitentitel

Modell: Trafalgar Class Submarine
Hersteller: Airfix
Maßstab: 1/350
Material: Polystyrol-Spritzguss
Art.Nr.: 03260
Preis: ab ca. 8,99 ‚ā¨

Das Original

Bei der Trafalgar-Klasse handelt es sich im Wesentlichen um eine verbesserte Swiftsure-Klasse. Es ist die dritte Generation britischer Atom-U-Boote, sie entstand bei Vickers in Barrow-in-Furness. Das Typschiff HMS Trafalgar lief 1981 vom Stapel und wurde bei der Royal Navy im März 1983 in Dienst gestellt. Es ist zusammen mit den Booten der Swiftsure-Klasse vom Kriegshafen Devonport aus im Einsatz. Zur Klasse gehören auch die Boote HMS Talent, HMS Tireless, HMS Torbay, HMS Trenchant, HMS Triumph und HMS Turbulent. Insgesamt wurden sieben Boote gebaut.

Die Hauptverbesserung gegen√ľber der Swiftsure-Klasse waren Ma√ünahmen zur Ger√§uschminderung. Dazu geh√∂rten ein neues Reaktorsystem, ein neues Strahlantriebssystem anstelle konventioneller Schrauben und die Beschichtung des Rumpfes mit schallschluckendem Material. Die Trafalgar war das erste Boote mit dem neuen Sonar Typ 2020, und sie wurde als Erprobungsplattform f√ľr dieses System verwendet. Es wird berichtet, dass auch die Innenaufteilung des Bootes rationeller ist, um die Systeme wie ESM, Radar und Sonar zentral zusammenfassen zu k√∂nnen. Die restlichen Systeme, die Bewaffnung und die Sonarsysteme entsprechen der Swiftsure-Klasse, allerdings sind zus√§tzlich eine Fernsehkamera und eine W√§rmebildkamera am Angriffssehrohr mit eingebaut, w√§hrend das Sonar Typ 197 nicht mehr verwendet wird. Im Turm sind diverse Antennen, der Radarmast und der ESM-Mast und ein Schnorchel eingebaut. Man geht davon aus, dass die Kommunikation unter Wasser durch eine Schleppboje und/oder eine Treibantenne erfolgt. Der Haupteinsatzauftrag der Trafalgar-Klasse, von der noch alle Boote im Dienst stehen, ist der Einsatz gegen feindliche U-Boote, wobei als Zweitauftrag der Kampf gegen √úberwasserfahrzeuge vorgesehen ist. Von den Booten k√∂nnen Marschflugk√∂rper vom Typ Tomahawk Block IIIC gestartet werden.

 
Technische Daten der Trafalgar-Klasse
Verdrängung:        4.800 t aufgetaucht und 5.300 t getaucht
Abmessungen:       Länge 85,4 m, Breite, 9,9 m, Tiefgang 8,2 m
Antrieb:¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ein wassergek√ľhlter Druckwasserreaktor Rolls-Royce f√ľr zwei Dampfturbinen, 1 Welle
Geschwindigkeit:    20 Knoten aufgetaucht und 29 Knoten getaucht
Tauchtiefe:           400 m Einsatztauchtiefe, max. 500 m
Torpedorohre:¬†¬†¬†¬†¬†¬† f√ľnf Rohre 53,3 cm im Bug
Grundbewaffnung: 20 Spearfish und Mk 24 Tigerfish und f√ľnf Raketen UGM-84B Sub Harpoon,
                           oder 50 Minen Typ Stonefish , seit 1999 Tomahawk Block II SLCM

Besatzung:            ca. 90
 

Der Bausatz

Nach dem bereits die HMS Illustrious in dem f√ľr Airfix ungew√∂hnlichen Ma√üstab 1/350 erschienen ist, legt der Hersteller den Bausatz eines britischen Atom-U-Bootes der Trafalgar-Klasse im gleichen Ma√üstab nach. Insgesamt 40 Bauteile in zwei in hellgrauem Polystyrol gespritzten Gussrahmen kommen in einer stabilen Box zum Modellbauer. Dazu eine Bauanleitung, ein Farbschema und ein Decal-Blatt. Der Guss ist auf dem Stand der Zeit ohne wesentliche Gratbildung. Spritzling A enth√§lt den Rumpf mit ansprechenden Details.
 
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Das Modell punktet mit feinen Decksstrukturen und Oberflächendetails. Die Torpedorohröffnungen sind fein graviert. Das Unterwasserschiff liegt in zwei Teilen vor. Das Modell kann mit ein- oder ausgefahrenen Tiefenrudern dargestellt werden. Airfix gibt in der Bauanleitung an, wo zur Aufnahme der ausgefahrenen Tiefenrudern nachgearbeitet werden muss. Bei der Montage wird man allerdings ohne Spachtel- und Schleifarbeiten nicht auskommen, da auch zwischen den Rumpfhälften nicht unerheblicher Versatz vorliegt.
 
Rumpf 
 
Der zweite Gussrahmen enth√§lt die Teile f√ľr das Turmdach in zwei Versionen, die Teile f√ľr den Pumpjet-Antrieb, die Ruderanlage, Antennen, Periskope und das Display.
 
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Der mit sieben Bl√§ttern konstruierte Antriebspropeller ist gut dargestellt, obwohl ich hier schon filigranere Teile gesehen habe, und hat eine leichte Sinkstelle, was sich aber gut beheben l√§sst. Annehmbar sind auch die Antennen und Sehrrohre. Sauber gespritzt sind die Teile f√ľr den Turm und die Ruderanlage. Sinkstellen sucht man hier vergebens. Das Turmdach liegt in zwei Versionen vor. Baubar ist das Modell mit ein- oder ausgefahrenen Periskopen und Antennen. Das Turmdach zur Darstellung mit ausgefahrenen Periskopen ist fein detailliert.
 
Antrieb, Antennen, Display Turm, Ruderanlage Turmdach

Decals

Der Decalbogen ist sauber gedruckt und ohne Versatz. Enthalten sind Flaggen, Wasserstandsanzeigen, Lukenmarkierungen, sowie Abziehbilder f√ľr das Display mit sieben verschiedene Schiffsnamen und ein Decal f√ľr das Bugsonar.
 
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Die Anleitung

Die Bauanleitung in Heftform f√ľhrt den Modellbauer in 15 Baustufen sicher zum Ziel, so dass hier keine Fragen offen bleiben d√ľrften und auch der Modellbau-Einsteiger gut damit klarkommen wird.
Die Farbangaben beziehen sich auf das Sortiment von Humbrol. Das Farbschema selbst ist etwas unzureichend. Moderne Unterseeboote haben oft einen anderen Farbton als das angegebene reine Schwarz. Hier sollte recherchiert werden.
 
Bauanleitung Bauanleitung Farbschema

Quelle:

Moderne Unterseeboote, Chris Chant, Motorbuch Verlag 2005

Fazit

Von Airfix relativ gut umgesetztes Vorbild. Obwohl in den Strukturen etwas grob erscheinend, punktet der Bausatz der Trafalgar-Klasse mit feinen Details und ist auch der erste auf dem Markt dieser U-Boot-Klasse im Maßstab 1/350. Abstriche muss man hinsichtlich der Passgenauigkeit der beiden Rumpfhälften zueinander machen.

alt empfehlenswert


Jörg

Wir danken Glow2B f√ľr das Bausatzmuster