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WMM: Gloster VI, Schneider Trophy Racer 1/48 Drucken
Montag, 30. M├Ąrz 2009 um 07:00

WMM: Gloster VI, Schneider Trophy Racer 1/48

Modell: Gloster VI
Hersteller: Wiener Modellbau Manufaktur WMM
Ma├čstab: 1:48
Material: Resin, Messing
Art.Nr.: WMM48004
Preis: 88,80 Euro

Das Original

Der Coupe d'Aviation Maritime Jaques Schneider, auch Schneider Trophy genannt, war ein Rennen f├╝r Wasserflugzeuge, welches 1911 durch den Franzosen Jaques Schneider ins Leben gerufen wurde und bis 1931 durchgef├╝hrt wurde. Urspr├╝nglich sollte der Wettbewerb die technische Entwicklung im Bereich der zivilen Luftfahrt f├Ârdern, jedoch entwickelte sich der Cup schnell zu einem Rennen f├╝r ausschlie├člich auf Geschwindigkeit entwickelte Flugzeuge.

Die Rennen wurden anfangs auf einem Dreieckskurs von 280km und sp├Ąter von 350km vor bis zu 200.000 Zuschauern geflogen.

Die Gloster VI war Glosters letzte Entwicklungsstufe einer Serie von Rennwasserflugzeugen. Sie wurde f├╝r die Schneider Trophy 1929 entwickelt. Die Golden Arrow war ein Tiefdecker, der durch einen Napier Lion Motor angetrieben wurde. Von der Gloster 6 wurden zwei Maschinen gebaut; N249 hatte ihren Erstflug am 25.08.1929 und N250 am  31.08.1929. Beide Maschinen mussten wegen anhaltender Probleme mit dem ├╝berz├╝chteten Lion-Motor von der Schneider Trophy 1929 zur├╝ckgezogen werden. Am 10. September 1929, dem Tag nachdem eine Supermarine S.6 die Schneider Trophy gewonnen hatte, stellte Flight Lieutenant George Stainforth mit N249 mit 541,1km/h einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord auf. Wenige Stunden sp├Ąter wurde der Rekord durch eine Supermarine S.6 gebrochen.

Die Gloster VI Rennmaschinen wurden anschlie├čend als Hochgeschwindigkeits-Trainingsflugzeuge genutzt.

Quellen:
Wikipedia
Originalaufnahmen: Sammlung Tim Kershaw via Peter Plattner

Der Bausatz

Der Resin-Bausatz wird in einem stabilen blauen Karton geliefert. Alle Bauteile wurden sorgf├Ąltig verpackt und zus├Ątzlich durch Styroporschnipsel gesch├╝tzt. Die Qualit├Ąt des Resingusses ist ausgezeichnet. Ich habe bei keinem Bauteil eine Luftblase gefunden.

Der Rumpf des Flugzeugs wurde in einem St├╝ckgegossen. Am Bug befindet sich der massive Anguss, der sich mit einer kleinen Modellbaus├Ąge leicht entfernen l├Ąsst. Blechst├Â├če lassen sich nur erahnen, was aber v├Âllig in Ordnung ist, da diese auch auf den Originalbildern kaum zu erkennen sind. Im Bereich des Cocokpits wurde eine leichte Rippenstruktur wiedergegeben.

Die beiden n├Ąchsten Bilder zeigen die Fl├╝gel und die Schwimmer. Die auf den Originalbildern erkennbaren Rippenstrukturen auf den Fl├╝geln wurden nicht angegossen. Diese werden durch ├ätzteile nachgebildet und auf die Fl├╝gel geklebt.

Leitwerk, Propeller, Sitz und einige Kleinteile vervollst├Ąndigen die Resinbauteile

Die Messingguss- und Foto├Ątzteile

Die Streben, mit der die Schwimmer am Rumpf befestigt wurden, liegen als Messing-Schleudergu├čbauteile bei. Da der Resinrumpf ein deutlich h├Âheres Gesicht als ein Spritzgu├črumpf hat, ist diese Entscheidung zu begr├╝├čen. An den Bauteilen ist eine Naht zu erkennen, die mit einer kleinen Nadelfeile leicht abgeschliffen werden kann.

Vervollst├Ąndigt wird der Bausatz durch zwei ├ätzplatinen. Die erste Platine erh├Ąlt die Verspannung f├╝r das Fahrwerk. Die zweite Platine umfasst die Rippenstruktur f├╝r die Fl├╝gel, die K├╝hlrippen f├╝r die Motorabdeckung, die Cockpithaube und weitere Details.

Decals und weitere Teile

Vervollst├Ąndigt wird der Bausatz durch einen kleinen Decalbogen und einen Film zu Instrumentendarstellung.

Die Anleitung

Die Anleitung liegt als gebundenes, 16 Seiten umfassendes Heftchen bei. Nach einer kurzen Einleitung folgt eine Beschreibung der Entwicklung und eine Tabelle mit technischen Daten in deutscher unde englischer Sprache. Nach der Vorstellung s├Ąmtlicher Bauteile wird der Zusammenbau des Modells anhand von 3D-Zeichnungen in 12 Schritten beschrieben. Abschlie├čend folgen die Bemalungsangaben.

Fazit

Der Gloster VI, einem der sch├Ânsten Wasserflugzeuge ihrer Zeit, wird mit diesem Multimediabausatz ein w├╝rdiges Denkmal gesetzt. Die Qualit├Ąt der Bauteile ist durchweg ausgezeichnet. Auch die Bauanleitung passt sich dem hohen Niveau des Bausatzes an.

Die geringe Anzahl an Bauteilen macht den Kit auch für Einsteiger im Bau von Resinmodellellen interessant. Etwas Vorsicht sollte der Modellbauer beim Aufziehen der Ätzteile auf die Flügel walten lassen.

WMM: Gloster VI, Schneider Trophy Racer 1/48 uneingeschr├Ąnkt empfehlenswert

Christian

Wir danken der Wiener Modellbau Manufactur f├╝r das Bausatzmuster