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Eduard: Fotoätzteilsets für P-3C Orion 1/72 Drucken
Sonntag, 06. Juli 2008 um 09:52
Modell: PE-Satz für Revell Seefernaufklärer P-3C Orion
Hersteller: Eduard
Maßstab: 1/72
Teile: 48
Art. Nr.: 72 467
Preis: knapp 22,- € bei einem Hamburger Online-Händler
Eduard hat für den Seefernaufklärer P-3C Orion von Revell zwei Sets zum Aufwerten des Bausatzes herausgebracht. Diese beiden Sätze gliedern sich in einen für die Waffenbucht (welchen ich als erstes vorstellen werde) und einen für das Interieur und die ganzen Anbauteile wie z.B. Antennen.
Das erste der beiden Sets ist das Kleinere, dadurch kommt Eduard mit einer dreiseitigen Bauanleitung aus, die doppelseitig auf einer DIN A4 Seite untergebracht ist (also drei Seiten à DIN A5). Mit diesem Set kann die im Bausatz nicht vorhandene Waffenbucht erstellt werden, so dass man diesen Flugzeugtyp auch mit geöffnetem Waffenschacht darstellen kann (z.B. auf einer Flugausstellung oder gar im Einsatz bei einer U-Jagd über See).


Auf der ersten der beiden Platinen findet man ein großes PE-Teil, dass die Waffenbucht formt. Außerdem die Deckenverkleidung und eine Seitenverkleidung, welche beide das Innere der Waffenbucht sehr gut wiedergeben. Außerdem wieder ein paar geätzte Leitungen, um die Kabel im Waffenschacht nachzubilden.


Die zweite Platine in diesem übersichtlichen Set enthält Teile für die Verschlussklappen der Waffenbucht. Diese Klappen werden je aus einem Außen- und einem Innenteil gebildet und haben auf der Außenseite feine Nieten angedeutet. Leider stehen diese im Kontrast zu den Oberflächendetails (erhabene Gravuren an den Stößen), die auf dem Flugzeug vorhanden sind. Des Weiteren die Führung selbiger Klappen.



Modell: PE-Satz für Revell Seefernaufklärer P-3C Orion
Hersteller: Eduard
Maßstab: 1/72
Teile: 289
Art. Nr.: 73 282
Preis: knapp 22,- € bei einem Hamburger Online-Händler

Der zweite PE-Satz von Eduard ist der mit der ganzen Inneneinrichtung für das Flugzeug. Es beginnt vorne beim Cockpit über die Triebwerke, Fahrwerkschächte bis zum Heck der Maschine. Insgesamt besteht das Set aus 289 Teilen, die von handlich bis zu mikroskopisch klein sind.
Die Bauanleitung für all diese Teile ist auf sechs Seiten vereilt, welche aber verkleinert dargestellt sind, so dass immer zwei Seiten auf eine DIN A4-Seite passen.


Schauen wir uns die drei Platinen mit den Teilen an. Die erste Platine ist die für die Cockpiteinrichtung. Hier hat Eduard einen großen Teil der Teile bereits farbig bedruckt, so dass man sich dort die Bemalung sparen kann. Zu den Teilen gehört eine Überkopfkonsole (rechts unten), zwei Seiten und eine Mittelkonsole (links unten) und das Armaturenbrett. Ergänzt werden diese durch Gurte, Schubhebel und anderes Material für die Aufwertung des Cockpits. Die oben erwähnten Konsolen haben auf der Rückseite schon eine Kleberschicht, so dass sie dann nur noch auf das fertig vorbereitete Bauteil aufgedrückt werden müssen.


Auf der zweiten Platine finden wir einige große Teile, die für die Verfeinerung der Triebwerke und Fahrwerkschächte benötigt werden. Zum einen Abgasführungen, zum anderen das Innenleben für die Schächte des Hauptfahrwerks in den Tragflächen (inkl. geätzter Leitungen).


Die Hauptlast der Teileanzahl befindet sich auf der dritten Platine. Dazu gehören noch weitere Teile für die Triebwerke und Fahrwerkschächte (wie z.B. Klappen und "Scharniere" für die Fahrwerksklappen). Außerdem sind dort Propellerschrauben für die Torpedolast in der Waffenbucht und Unmengen von Antennen enthalten. Vervollständigt wird das Ensemble durch Teile für die bausatzseitige Einstiegsleiter und Halterungen für die externen Waffenträger unter den Tragflächen.


Fazit:


Abschließend kann man Eduard für diese PE-Sets nur ein Lob ausstellen.
Mit den Bauteilen lassen sich viele Bereiche am Modell aufwerten/verbessern. Bei einigen Stellen bleibt der Bau des Modells abzuwarten, um zu sehen, ob bei der Montage Probleme entstehen und ob Eduard da sinnvolle Bauteile verbessert hat.
Die erwähnte komplette Waffenbucht (die beim Modell fehlt) ist auf alle Fälle eine sehr sinnvolle Ergänzung und erweitert die Darstellungsmöglichkeiten mit dem Flugzeug immens. Deshalb kann man ruhig sagen, dass die Sätze das folgende Prädikat verdient hat:
EMPFEHLENSWERT.


Carsten
Wir danken der Firma Eduard für die Muster.