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Flämische Galeone, 1593 - Teil 4: Der Rumpfbau II Drucken
Mittwoch, 19. November 2008 um 07:00

Nach den mehr theoretischen Ausführungen des letzten Teils meines Bauberichts wird es heute wieder praktisch.

Konstruktion eines Bauspantes

  1. Der Spant wird aus 6mm Sperrholz aufgebaut.
  2. Diese Bereiche müssen ausgesägt werden.
  3. Die Knie werden aus einem zweiten Brettchen ausgesägt und an die Spantform angepasst.
  4. Die Decksbalken werden später durch Balken aus Edelholz ersetzt.
  5. An diese Stelle werden die Decksbalken von den Spanten getrennt (Die Knie dürfen noch nicht angeklebt werden! Bei den echten Schiffen sind die sog. stehenden bzw. hängenden Knie von innen auf die innere Beplankung befestigt. Meine Methode ist konstruktionsbedingt.)
  6. 1,9mm Bohrung zur Befestigung der Kniee an die Spanten und Decksbalken

Nach diesem Schema werden alle Spanten vorbereitet.

 

Auf der Helling wird die Kielplatte und auf dieser die Bauspanten befestigt. Die Lage der unteren Stückpforten wird aufgemessen und die Trempelrahmen eingebaut.  Anschließend werden die Knie für die Hauptdecksbalken mit Zapfen und Kleber befestigt.

 

Ausbau des Batteriedecks

Wir beplanken das Batteriedeck, bauen die Deckseinrichtungen und die innere Beplankungen ein.
So sieht soweit fertig das Batteriedeck aus:

  1. das erhöhte Vorderdeckeck am Bug - beplankt mit 6 x 2 mm Ahornleisten
  2. das mittlere Deck wird aus mehreren Teilen zusammengebaut; zuerst werden die Scherstöcke (Nr. 2a) aus 12 x 3 mm Leisten aufgenagelt (die Scherstöcke sind 2 dickere und breitere Planken, die parallel zur Mittelachse verlaufen; sie bilden sozusagen einen Rahmen für die Ladeluken, Grätings und die Untergänge), anschließend werden die Decksteile rechts und links neben der Scherstöcke aus 1,5 mm Sperrholz ausgesägt, mit 6 x 0,6 mm Ahornfurnier beplankt und anschliessend befestigt (die Planken des Batteriedecks waren in allgemeinen nicht kalfatert).
  3. Untergang
  4. Ankerbeting
  5. Grätings der Kombüse
  6. Lager des kleinen Spills
  7. Grätings der Schmiede bzw. des Krankenraumes.
  8. Untergänge
  9. Abdeckung, bzw. Deckel des Hauptladeraumes
  10. Knie

  1. Pumpen
  2. Kragen des Hauptmastfußes
  3. Deckel der Kugelracks
  4. Niedergänge
  5. Lager des großen Spills
  6. Niedergänge

Abb.10:

  1. Hinteres erhöhtes Batteriedeck
  2. Fuß des Beasanmastes
  3. Tieferliegendes Heckdeck für die unteren Heckkanonen
  4. Niedergang zum Handwaffenlager
  5. Deckel für den hinteren Trimmlager (Kugelrack)
  6. Tür der Konstablerkammer
  7. Treppe zur Konstablerkammer
  8. Treppen auf das hinteren Batteriedeck
  9. Innere Beplankung
  10. Spiegel
  11. Hintersteven
  12. Untere Heckkanonen - 2 Kulverin, 18 Pf.
  13. Unter der Nr.29 - 2 enge Kammer für die Konstaplermaaten
  14. Decksbalken der inneren Geschützgalerie

Als nächstes werden die Lafetten der Batteriegeschütze befestigen. Nach dem Plan lagen die folgende Geschütze auf dem Batteriedeck:

  • Bug - 2 St. Kulverin Drake , 18 Pf. , 2,6 m lang ( Die sog. Draketypen waren kürzer. )
  • Mitteldeck - 14 St. Kulverin Drake, 18 Pf. , 3 m lang
  • Heckdeck - 2 St Kulverin, 18 Pf, 3,2 m lang

Auf dem Modell sind alle 64 mm lang. Zur  Takelung der Geschütze habe ich hier unten nur die Broktaue angebracht. Jetzt können wir mit dem Bau weiter nach oben gehen, also die Decksbalken des Hauptdecks anbauen.

 

Über das Heckdeck stand eine Geschützgalerie für die 4 St. kleine Saker.

 

  1. Decksbeplankung der Geschützgalerie
  2. Querreling und Leuwagen
  3. Gleitlafetten für die 4 Saker, 6 Pf. , 1,9 m lang
     

Im nächsten Teil bauen wir das Hauptdeck weiter aus und fangen mit der äusseren
Beplankung an.


Laszlo Szeibel