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Pit-Road: Japanischer Lenkwaffenzerstörer Atago (1/700) Drucken
Sonntag, 20. Januar 2008 um 11:57



Modell: DDG-177 Atago
Hersteller: Skywave (Pit-Road)
Maßstab: 1/700
Art. Nr.: J33
Material: Spritzguss
Preis: 20,30 €

 

Original

Die Atago ist das Typschiff der neuesten japanischen Klasse von Lenkwaffenzerstörern. Sie und ihr Schwesterschiff Ashigara sollen die beiden Schiffe der Tachikaze-Klasse ersetzen. Die Atago-Klasse stellt eine Weiterentwicklung der Kongo-Klasse dar. Wie diese sind es sehr große Zerstörer, die der US-amerikanischen Arleigh Burke-Klasse ähneln. Allerdings fallen die japanischen Schiffe größer und höher aus, die Brücke ist z.B. zwei Decks höher als bei der letzten Version der Arleigh Burke-Klasse. Zusammen mit dem S-förmigen Deckssprung wirken die hohen Aufbauten wie eine Hommage an den Namensvorläufer, den Schweren Kreuzer der Takao-Klasse.

Die Atago-Klasse unterscheidet sich von der Kongo-Klasse u.a. durch den Hangar für einen Bordhubschrauber, die neue Mastkonstruktion, ein verbessertes AEGIS-System, die neueste US-amerikanische Version des 12,7 cm-Geschützes anstatt eines italienischen Modells und japanische Anti-Schiffsraketen statt der Harpoon.

Atago ist 165 m lang und 21 m breit. Mit mehr als 10000 t Verdrängung beträgt der Tiefgang 6,2 m. Ihre vier Gasturbinen leisten 100 000 PS, womit 30 Knoten erreicht werden.

Bewaffnung
1 x 12,7 cm L/62 Mk 45 mod 4
2 x 2 cm Phalanx Block 1 B (zwei sechs-rohrige Geschütze)
8 x Typ 90-Anti-Schiffsraketen (SSM-1B, zwei Vierlingsstarter)
96 x Mk 41 VLS für SM-2, SM3 und ASROC
6 x 32,4 cm Mk 32 Torpedorohre (zwei Drillinge)

1 Mitsubishi (Sikorsky) SH-60K Seahawk Bordhubschrauber

Atago wurde von 2004 bis 2007 von Mitsubishi in Nagasaki gebaut und am 15.3.2007 in Dienst gestellt. Ihr Heimathafen ist Maizuru.

Bausatz


Pit-Road hat einen Bausatz der Atago Ende 2007 herausgebracht. Der Bausatz bietet sowohl die Möglichkeit, eine Wasserlinien- als auch eine Vollrumpfversion zu bauen. Der Überwasserrumpf ist in den Rumpf und das Oberdeck, auf dem bereits die meisten Aufbauten montiert sind, aufgeteilt. Ein zusätzlicher Spritzling enthält die Teile für den Unterwasserrumpf plus einen Ständer:

 



Der Rumpf entspricht von der Länge her nicht den oben genannten 170 m (Quelle diverse Internet-Seiten), sondern mehr der 165 m Länge, die im Weyer angegeben ist. Welche Quelle richtig ist und ob der Rumpf des Bausatzes somit richtig oder falsch ist, kann ich aktuell nicht beurteilen. Die Breite stimmt mit allen vorhandenen Quellen überein. Das Deck ist gut detailliert, der Rumpf fast ohne Detail (wobei dies auch für den Originalrumpf gilt). Viele Details an den Aufbauten, z.B. die Öffnungen für die Lüfter oder das Hangertor, werden durch zusätzliche Teile (s. unten) dargestellt. Ob sich diese Teile ohne größere Spachtelaktionen ankleben lassen, bleibt abzuwarten. Beim Unterwasserrumpf sind Schlingerkiele, Stabilisatoren und der Sonar als extra Teile ausgeführt, was das Modell vorbildgetreuer machen dürfte. Die Blätter der Schiffsschrauben haben allerdings keinerlei Steigung.
Ein dritter Spritzling enthält weitere Teile für die Aufbauten sowie die Details:

 



Wie oben schon erwähnt, finden sich auch hier zahlreiche Teile, um die Aufbauten zu detaillieren, z.B. die Öffnungen für die Lüfter (oben Mitte). Diese sind so natürlich besser detailliert, als wenn sie gleich an den Rumpf angegossen wären. Auch die restlichen Teile sind gut detailliert. Bei manchen, z.B. bei den Phalanx-Geschützen, kommt man bei Spritzgussteilen aber an die Grenzen des Machbaren.
Die Abziehbilder enthalten die Kennnummern, Flugdeckmarkierungen, Markierungen für den Bordhubschrauber und – was positiv hervorzuheben ist – auch die Laufflächen auf dem Oberdeck.


Raum für Verbesserungen gibt es u.a. bei den Phalanx, SPG-62-Feuerleitgeräten, Abstützungen von Mastplattformen, Peitschenantennen, den Rotorblättern der Seahawk, Schraubenschutz etc. – kurz überall dort, wo Spritzgussteile verbesserungswürdig sein können.

Anleitung


Die Anleitung besteht aus drei Explosionszeichnungen plus mehreren kleineren Zeichnungen, die auch ohne Japanischkenntnisse einen problemlosen Zusammenbau ermöglichen sollten.

 



Dazu findet man eine Beschreibung des Originals auf Japanisch und Englisch sowie eine Bemalanleitung, die sich auf Farben von Pit-Road bzw. Gunze Sangyo bezieht und sehr detailliert ist.

 

Quellen

 

 

Fazit


Dieser Bausatz der neuen Atago sollte eine vorbildgetreue Darstellung – innerhalb der Grenzen der Spritzgusstechnologie – ermöglichen und ist deshalb

UNEINGESCHRÄNKT EMPFEHLENSWERT


Lars