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Russischer Flugzeugträger Admiral Kuznetsov (Trumpeter, 1/350) von Gernot Hug Drucken
Sonntag, 25. November 2007 um 16:26


Das Orginal


Die Admiral Kuznetsov ist der erste und einzige wirkliche Flugzeugträger der russischen Marine. Es wurde zwar noch ein zweiter, baugleicher Träger (Varyag) angefangen, dieser wurde jedoch von Russland nach China verkauft, unter der Bedingung, nicht als Flugzeugträger zum Einsatz zu kommen. Die Admiral Kuznetsov ist das Flaggschiff der russischen Marine. 1983 auf Kiel gelegt, jedoch erst 1995 komplett fertiggestellt, sollte das Schiff ursprünglich Riga, dann Leonid Brezhnev, danach dann Tbilisi heißen, bevor es seinen endgültigen Namen Admiral Kuznetsov erhielt. Im November 1989 nahm das erst zu 71% fertige Schiff erste Flugbetriebsversuche auf. Bereits 1997 wurde sie schon wieder stillgelegt, da die Finanzierung für notwendige Hauptreparaturen nicht gesichert war. Die Überholung wurde schließlich im Juli 1998 durchgeführt, im November 1998 kehrte die Admiral Kuznetsov in den aktiven Dienst bei der Nordmeerflotte zurück. Die Admiral Kuznetsov soll bis mindestens 2030 in Dienst bleiben.

Das Modell


Das Modell von Trumpeter kann als Wasserlinienmodell oder Vollrumpfausführung gebaut werden. Ich habe mich für die Vollrumpfvariante entschieden, da alle meine anderen Modelle dieses Maßstabs auch Vollrumpfmodelle sind. Zudem hatte ich so etwas mehr Platz für die Elektronik-Bausteine, die ich im Rumpf untergebracht habe. Ich habe das Schiff mit einer zweifarbigen Landebahnbefeuerung, Positionslampen an der Insel sowie Hangarbeleuchtung ausgestattet. Sieht ganz witzig aus, wenn man das Ganze einschaltet.




Der Bau des Schiffs war relativ problemlos, sofern man keine Elektronik verbaut. Das Deck ist, wie auch z.B. bei Tamiyas Enterprise, dreiteilig und musste verspachtelt und geschliffen werden. Durch den Einbau der Kabel und LEDs kam es doch zur ein oder anderen Passungenauigkeit. Bei den Passproben ohne die Elektronik war davon allerdings nichts zu bemerken. Die Stromversorgung der Elektronikbausteine erfolgt für einen Baustein über Batterien, die im Sockel untergebracht sind, der zweite Baustein für die Lauflichter der Landebahnbefeuerung bezieht seinen Strom über ein Stromkabel, welches ebenfalls unter dem Sockel verborgen ist und über einen Trafo versorgt wird.


Aufgewertet habe ich das Schiff mit dem Kuznetsov-Fotoätzteile-Satz von GMM. Diese ersetzen doch recht sinnvoll die Fangnetze am Flugdeck und die Mastanlage des Schiffs. Auch die vielen, sehr filigranen Antennen an der Insel und die Reling statten das Modell mit mehr Leben aus.




Etwas unglücklich bin ich mit den Figuren, die ich auf dem Schiff angebracht habe. Es handelt sich um die Flugzeugträgerbesatzung von Eduard, die ich zum ersten Mal verbaut habe. Das ist eben der große Nachteil bei solchen PE-Teilen, es fehlt einfach die Dreidimensionalität. Die Figuren sind einfach zu platt.


Auf meiner 1:350 Enterprise hatte ich Resin-Figuren von L'Arsenal angebracht, die sind um Klassen besser, wenn auch ein klein wenig teurer als die Flundern von Eduard.


Der Bausatz selbst enthält leider nur wenige Flugzeuge (2x MiG-29, 4 x Yakolev, 6 x Su-27 SeaFlanker + 4 x Kamov Hubschrauber). Daher habe ich noch ein paar Su-27 von Trumpeter zugekauft und diese mit diversen Teilen aus Teelichtalu (Fahrweksabdeckungen, Airbreaks, Waffenstationen, Leitern usw.) aufgewertet.


Zudem kamen noch einige zusätzliche Flugzeuge und Hubschrauber an Bord, die ich Scratch gebaut habe, da es diese auf dem Zubehörmarkt nicht gibt und diese eigentlich auch gar nicht auf den Träger gehören, wie z.B. der Kamov Ka-52, die SAAB Viggen und die F-20, welche mit Sicherheit nie trägergestützt sind und auch nicht in den russischen Streitkräften dienen.

Gernot Hug