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USS Towers DDG-9 "Ab ins Tauchparadies", Diorama 1/700 von Dirk Mennigke Drucken
Sonntag, 21. Oktober 2007 um 15:19
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Das Schiff


Keine Angst liebe Leute, bei meinem kleinen Diorama handelt es nicht um einen kriegerischen Akt, n√∂, sondern lediglich um die Entsorgung eines √úberbleibsels des Kalten Krieges. DDG 9 Towers geh√∂rt(e) der schiffsreichen Charles F.Adams Klasse an, die w√§hrend der 50er und 60er Jahre in immer gr√∂√üerem Umfang ihren Dienst in der US Navy antraten. Neben den USA kaufen Australien und die Bundesrepublik Deutschland je drei weitere Einheiten. Erstaunlicherweise ist es in Deutschland gelungen die M√∂lders vor dem Verschrotten zu retten und als Museumsschiff zu erhalten. So besteht auch f√ľr j√ľngere Semester die M√∂glichkeit ein Schiff der Adams Klasse zu besichtigen. Nie wieder wurde eleganteres und sch√∂neres Schiff gebaut, ab jetzt bestimmen Stealth Eigenschaften mit ihren glatten Au√üenfl√§chen das Aussehen der Zerst√∂rer und Fregatten. tow2
Gebaut wurde DDG 9 Towers bei den Todd-Pacific Shipyards in Seattle. Die Kiellegung erfolgte am 1.April 1958. In Dienst stellte das Schiff am 6. Juni 1961.
Nach einer fast dreißig Jährigen Dienstzeit wurde Towers am 1.Oktober 1990 außer Dienst gestellt. Am 27.May 1992 wurde sie aus dem US Navy Schiffsregister gestrichen. Es dauerte noch weitere 10 Jahre bis Towers ihre letzte Fahrt antrat, um am 9. Oktober 2002 auf 31-16.192N 119-31.396W, als Zielschiff versenkt zu werden.
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Das Modell


Bei meinem Modell handelt es sich um den 1:700er Bausatz der Cochrane von Dragon. G√ľnstig bei Ebay ersteigert, stellte ich beim √Ėffnen fest das sich auch hier um den guten alten SkyWave Bausatz handelt. Zur gro√üen Freunde der Bundesmarine Anh√§nger enth√§lt der Kasten alles um einen BW Adams fertig zu stellen. Nachdem ich im Internet auf die Towers Seite gesto√üen war gab es f√ľr mich kein halten mehr.
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Das musste es sein! Also die S√§ge heraus und dem Rumpf zu Leibe ger√ľckt, alles auf einer mit Schmirgelpapier beklebten Platte plan geschliffen und ran an die Aufbauten. Doch langsam‚Ķ‚Ķ. Ganz so einfach war die Geschichte dann doch nicht. Beim Betrachten der Original Fotos stellte ich so manchen Unterschied zum Bausatz fest, so dass das eine oder andere Teil neu angefertigt werden musste. Die meiste Arbeit investierte ich in den Mast der als zentrales Segment dem Betrachter am meisten ins Auge f√§llt. Schornsteinkappen, Asroc Starter sowie Gesch√ľtz versah ich mit √Ėffnungen in den Gesch√ľtzrohren, bzw. Rauchgasrohren. Zus√§tzliche T√ľren, teilweise ge√∂ffnet gaben dem Schiff den letzten Pfiff. Da ich mir nicht extra einen √Ątzteilsatz kaufen wollte, verwendete ich GMMs Super Fine Reling und diverse Teile aus meinem √Ątzteil Sammelsurium. Lediglich das SPS 40 Luftraum √úberwachungsradar fehlte mir in der Sammlung. Hier geb√ľhrt mein besonderer Dank meinem Modellbau Freund Torben Keitel, der mir freundlicherweise ein SPS 40 zur Verf√ľgung stellt. Danke‚Ķ‚Ķ!tow5
Den Abschluss der Arbeiten bildete die Lackierung. Das einzig ungewöhnliche in diesem Fall waren die roten Decks. Eigentlich den Russischen Schiffen vorbehalten, (hier sind die Decks rot gestrichen!) waren die Decks der Towers nach 12 Jahren als Hulk so stark verrostet, das von dem ehemaligen grauen Anstrich nichts mehr zu sehen war.
Alles in allem ein Projekt das sehr viel Spaß gemacht hat und das man in dieser Form nicht so oft auf Ausstellungen zu sehen bekommt.
Dirk Mennigke
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