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Querschnitt HMS Triton, 1773 - Teil 4: Ausbau des Rumpfes Drucken
Samstag, 17. Februar 2007 um 19:27

Ausbau des Rumpfs


Bevor der Querschnitt beplankt und die Decks eingebaut werden können, muss das Spantgerüst weiter ausgebaut und stabilisiert werden.

Kielschwein und falscher Kiel


Zuerst habe ich die Nut in den Spanten zur Aufnahme des Kielschweins vorsichtig mir Schmirgelpapier und einer kleinen Feile versäubert und soweit erweitert, dass sich die Leiste des Kielschwein genau einpassen lässt. Da mir die Verbindung zwischen Spanten und Kiel nicht stabil genug erschien - ein Spant hatte sich beim Auffeilen der Nut für das Kielschwein auch wieder gelöst - habe ich als nächstes die Mittellinie angezeichnet und mit einem kleinen Bohrer 2 mm-Löcher zur Aufnahme von Holzdübeln gebohrt.





Als Dübel habe Zahnstocher verwendet und diese in die Löcher geleimt. Im jeweils vorletzten Spant auf jeder Seite habe ich 3 mm-Löcher gebohrt und auf der Innenseite 6 mm-Löcher zur Aufnahme einer Mutter. Mittels zweier Schraube kann ich den Querschnitt später auf einem Ständer befestigen, ohne dass man am Modell etwas davon sehen kann.



Zum Abschluss dieses Arbeitsschrittes wurde eine 3 mm starke Leiste aus Ebenholz als falscher Kiel und eine 8x8 mm aus Birne als Kielschwein eingeklebt.




Aussteifung des Spantgerüsts


Um das Spantgerüst auszusteifen ist es erforderlich, im Bereich des Batteriedecks kleine Holzstücke zwischen die Spanten zu kleben. Diesen Arbeitsschritt hatte ich mir erheblich leichter vorgestellt wie er tatsächlich war. Bei meinem ersten Versuch habe ich die Füllstücke freihand zwischen die Spanten geklebt. Bei Kontrolle meines fertigen Gerüsts musste ich feststellen, dass ich die richtige Form des Rumpfes nicht sauber getroffen habe. Also habe ich alle Klötzchen wieder mit meiner Tischkreissäge und einem kleinen Stechbeitel entfernt.
Mit Hilfe des Balkenplans des Batteriedecks habe ich mir eine Schablone gesägt. Diese wurde am Gestell zum Aufrichten der Spanten mittels zweier Schrauben in der richtigen Höhe befestigt. Um das Hilfsbrett horizontal ausrichten zu können, habe ich auf der anderen Seite eine Gewindestange mit einer Unterlegscheibe und einer Mutter befestigt. Das folgende Bild zeigt die kleine Hilfskonstruktion:



Anschließend habe ich mit der Kreissäge neue Füllstücke zurecht geschnitten und an den oberen Enden der Spanten eingeklebt. Die Form des Rumpfes stimmt nun erheblich besser.



Als Ergebnis der beschriebenen Probleme muss ich leider feststellen, dass die Helling in der vorliegenden Version nicht ausreicht. Es ist zwingend erforderlich auch bei einem kleinem Modell wie diesem Querschnitt, eine Helling zu bauen, die das Spantgerüst in mehreren Ebenen in Form hält. Bei meinem Vollrumpfmodell werden mir die gemachten Erfahrungen eine große Hilfe sein.

Straken des Spantgerüsts


Bevor ich mit der Beplankung anfangen kann, muss das Rumpfgerüst gestrakt werden. Zum einen werden hierdurch kleine Ungenauigkeiten, die sich beim Aussägen der Spanten eingeschlichen haben, ausgeglichen. Zum anderen liegen die Planken an jeder Stelle des Spantgerüsts sauber auf. Während bei einem Schiffsmodell meist nur die Außenseite gestrakt wird, müssen bei meinem Querschnitt, die die Innen- und Außenseite bearbeitet werden.
Bei der geringen Krümmung kommt man leicht auf die Idee, dass man sich diese doch lästige Arbeit sparen kann. Das nächste Bild sollte allerdings vom Gegenteil überzeugen:



Mit einem kleinen Schleifklotz habe ich daher mein Spantgerüst sauber gestrakt. Mittels der kleinen Leiste habe ich auf der Innen- und Außenseite regelmäßig den korrekten Verlauf meiner Planken kontrolliert. Auf der Innenseite ist besonders der richtige Verlauf am Ende des Modells zu überprüfen, da hier sehr leicht die Möglichkeit besteht, dass sich ein unschöner Spalt zwischen Spant und Planke einstellt.




Wird fortgesetzt ...