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Deutsches U-Boot U 24 (1/144, Revell) von Christian Schmidt Drucken
Freitag, 01. Februar 2013 um 07:00

Das Original

U 24 wurde ursprünglich als Boot der Klasse 206 gebaut. Diese wurde in den 1960ern für die Verwendung im Küstenbereich entworfen. Sie wurden aus nicht magnetischen Stahl gebaut, um so vor magnetischen Minen und der Detektion durch Magnetometer (MAD) geschützt zu sein. Insgesamt 18 Boote wurden für die Bundesmarine von 1970-1975 gebaut. Ab 1988 wurden zwölf der Boote mit neuer Elektronik, neuer Schraube und neuen Torpedos modernisiert und ab dann als Klasse 206A bezeichnet.

U 24 ist 48,6 m lang und 4,6 m breit. Die Verdrängung beträgt 450 t. Der Antrieb besteht aus zwei 600 PS-starken Diesel-Generatoren, die direkt oder über Batterien einen 1500 PS-starken Elektromotor treiben. Über Wasser werden 10 kn erreicht, unter Wasser 17 kn. Die Bewaffnung besteht aus acht 53,3 cm Torpedorohren, aus denen ursprünglich draht-gelenkte DM 2 A1-Torpedos verschossen wurden (nach Modernisierung DM 2 A3-Torpedos). Zusätzlich können 24 Minen mittels eines externen Minengürtels verlegt werden.

U 24 wurde 1974 in Dienst gestellt und als S-173 klassifiziert. 1991 wurde sie zur Klasse 206A umgebaut. Am 31. März 2011 wurde sie als eines der letzten Boote ihrer Klasse außer Dienst gestellt. Sie wurde an Kolumbien verkauft und am 27. August 2012 als ARC Indomable in Dienst gestellt.

Das Modell

Heute komme ich mal mit keinem Jet und wage mich hoffentlich nicht auf zu dünnes Eis. 1986, auf unserer Schul-Abschlussfahrt, besuchte unsere Klasse auch den Marinestützpunkt in Kiel. Dort bestand die Möglichkeit, zusammen mit dem Zerstörer Lütjens, auch ein U-Boot der Klasse 206 A zu besichtigen. Um mal was anderes zu bauen hab ich mir jetzt ganz spontan das Modell der Klasse 206 A von Revell in 1:144 zugelegt. Ich hab schon viel von der guten Qualität des Bausatzes gelesen und kann es nur bestätigen. Das Modell war innerhalb einer Woche gebaut und lackiert. Den Farbton der Boote auch nur einigermaßen zu treffen ist gar nicht so einfach. Außerdem muss man das Modell mit Schattierungen etwas beleben damit es nicht zu eintönig wirkt.

Das U-Boot hab ich auf einen selbst gestalteten Sockel gestellt um es etwas edler wirken zu lassen als das langweilige Teil von Revell. Der Ständer ist ein passend zugeschnittener Bilderrahmen, der dann mit einer Platte verschlossen wurde. Die Kegel sind Spielkegel für "Mensch ärger dich nicht" aus einem Bastelladen, denen ich den Kopf abgesägt hab. Sie wurden von unten mit der Platte verschraubt und oben ein Metallstift eingefügt. Im Boot wurden zwei, etwas zu enge, Bohrungen angebracht. Das Boot wurde einfach aufgesteckt, damit man es ggf. bei Schäden abnehmen und reparieren und lackieren kann. Das Schildchen stammt von einem Schlüsseldienst und wurde dort graviert. Die Flagge ist aus dem Bausatz.

Ob es ein Jet-Modellbauer geschafft hat auch ein U-Boot einigermaßen vernünftig darzustellen müsst ihr mir sagen.

Christian Schmidt

(Text über Original von Lars)