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Amerikanisches U-Boot Cobia (1/72, Revell) von Steffen Franke Drucken
Mittwoch, 14. November 2012 um 07:00

Das Original

Die Cobia ist eines der U-Boote der Gato-Klasse. Diese Klasse stellte,  zusammen mit der abgeleiteten Balao- und Tench-Klasse, den Großteil der amerikanischen U-Boote im Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich waren sie zur Aufklärung für die Schlachtflotte und Angriffe auf die gegnerische Schlachtschiffe konzipiert und stellten eine Weiterentwicklung der Gar-Klasse dar. Nach der Vernichtung der amerikanischen Schlachtschiffe in Pearl Harbor wurden die Boote überwiegend für Angriffe auf japanische Handelsschiffe eingesetzt, wobei sie sich sehr bewährten. Sie waren aber auch für die Versenkung einer Reihe bedeutender japanischer Kriegsschiffe verantwortlich, u.a. die Flugzeugträger Taiho und Shokaku sowie die Schweren Kreuzer Atago und Maya. Auch das erfolgreicheste amerikanische U-Boot des Zweiten Weltkriegs gehörte zu dieser Klasse: die Flasher versenkte 21 Schiffe mit insgesamt 100 231 t.

Cobia ist 95,02 m lang, 8,32 m breit und verdrängt aufgetaucht 1526 t und getaucht 2410 t. Der Antrieb ist diesel-elektrisch. Über Wasser leistete der Antrieb 5400 PS, womit 20,25 kn erreicht wurden, unter Wasser waren es 2740 PS und 8,75 kn. Die Bewaffnung bestand aus zehn 53,3 cm-Torpedorohren (sechs Bug- und vier Heckrohre), einem 10,2 cm-, einem 4 cm- und einem 2 cm-Geschütz.

Cobia wurde von 1943-44 von der Electric Boat Company in Groton, Connecticut gebaut. Sie fuhr sechs Kampfeinsätze im Pazifik, versenkte sechs Schiffe und erhielt vier battle stars. Nach dem Krieg wurde sie bis 1954 als Schulboot, bis 1970 wurde sie als stationäres Schulhulk vewendet. Danach wurde sie Museumsschiff in Manitowoc als Teil des Wisconsin Maritime Museums und ist im Bauzustand während des Kriegs ausgestellt.

Quelle:

USS Cobia (SS-245)

Das Modell

Ich möchte Euch hier ein paar Bilder von meinem Revell-Gato Class U-Bootes zeigen. Der Bausatz selbst ist nicht wirklich gut detailliert und kann bis auf die Passgenauigkeit in keiner Weise mit dem Typ VII Booten im selben Maßstab mithalten. Um zumindest einigermaßen an die Qualität der Typ VII Boote heran zu kommen, ist sehr viel Aufwand nötig. Verbaut habe ich deshalb zusätzlich von AMP den Rudersatz, sechs Torpedorohe sowie Mündungsklappen, ein gedrehtes Rohr für die 40 mm-Flak, gedrehte Sehrohre von Schatton, eines Satz Stoffflaggen, das BigED für die Gato-Klasse und sowie eine Menge Profile für die Montage der Teile. Bedanken möchte ich mich noch einmal bei den Jungs von AMP, die mir sehr schnell, nicht nur bei der Beschaffung der Resinteile, sondern auch noch mit der zur Verfügung stellen eines Planes der Bugsektion der Gato-Klasse geholfen haben.

Um ein bisschen Leben auf das Deck des 132 cm langen Kolosses zu bekommen hab ich noch vier Sätze Figuren von CMK und Hecker & Goros gekauft. Bis auf den Druckkörper ist das gesamte Boot auf Grund der Menge an Resin und Ätzteilen mit Sekundenkleber verklebt. Die Lackierung ist bis auf die Versiegelung mit Revell Emaillefarben durchgeführt worden. Gealtert ist das Boot mit Washings von Mig und Pigmenten von Tamiya. Einen Baubericht für das Boot gibt es ebenfalls:

www.die-modellbauecke.de/index.php/topic,2263.0.html

Fotografieren ließ sich das Monster leider sehr schlecht. Deshalb sind die Fotos leider diesmal nicht so gut.

Der Größenvergleich mal etwas anders. Mein größtes und mein kleinstes U-Boot in der Sammlung. Was aussieht wie ein Ein-Mann U-Boot ist das Typ 212 in 1:350.

Steffen Franke

Text über Original von Lars