Das Original
Vor 85 Jahren wurde die Bismarck, das bekannteste Schlachtschiff der deutschen Kriegsmarine, im Nordatlantik versenkt. Sie war das Typschiff der Bismarck-Klasse, die in den 1930er Jahren im Zuge des deutschen Flottenausbaus entstand. Die Klasse wurde in erster Linie als klassische Schlachtschiffkonstruktion für das Gefecht gegen feindliche Großkampfschiffe entwickelt, insbesondere als Reaktion auf die moderne französische Schlachtschiffrüstung. Später plante die deutsche Marineführung zusätzlich den Einsatz der Schiffe gegen alliierte Handelsverbindungen im Atlantik. Es wurden nur zwei Schiffe 1936-41 gebaut: die Bismarck und die Tirpitz.
Die Bismarck hatte eine Gesamtlänge von 250,5 m, eine Breite von 36,0 m und einen maximalen Tiefgang von 9,9 m. Die maximale Verdrängung betrug 50.985 t. Der Antrieb bestand aus zwölf Wagner-Hochdruckkesseln und drei Dampfturbinensätzen von Blohm & Voss, die zusammen 150.170 PS leisteten. Damit erreichte das Schiff eine Höchstgeschwindigkeit von 30,8 kn. Die Besatzung umfasste 2.092 Mann. Die Hauptbewaffnung bestand aus acht 38-cm-Schnelladekanonen SK C/34 in vier Zwillingstürmen. Hinzu kamen zwölf 15-cm-Geschütze und sechzehn 10,5-cm-Flugabwehrkanonen. Die leichte Flugabwehr bestand aus sechzehn 3,7-cm-Flak und zwanzig 2-cm-Flak.
Die Bismarck wurde von 1936 bis 1940 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut. Der Stapellauf erfolgte am 14. Februar 1939, die Indienststellung am 24. August 1940. Bekannt wurde das Schiff vor allem durch das Unternehmen Rheinübung im Mai 1941, den einzigen Kampfeinsatz des Schlachtschiffs. Gemeinsam mit dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen sollte die Bismarck alliierte Geleitzüge im Atlantik angreifen und den britischen Nachschubverkehr stören.
Am 24. Mai 1941 versenkte sie in der Dänemarkstraße den britischen Schlachtkreuzer Hood. Dabei erlitt die Bismarck selbst Schäden, unter anderem an Treibstoffanlagen. Nach einer mehrtägigen Verfolgung durch britische Seestreitkräfte wurde das Schiff am 27. Mai 1941 nach schweren Artillerie- und Torpedotreffern westlich von Frankreich versenkt. Von den mehr als 2.200 Besatzungsmitgliedern überlebten nur 114 Seeleute.
Das Modell
Der Bausatz der Bismarck stammt von Flyhawk. Flyhawk ist als Hersteller im Plastikschiffsbau derzeit das Nonplusultra im 700er Schiffsbereich. Für eine Besprechung bei Modellmarine siehe hier: FlyHawk: deutsches Schlachtschiff Bismarck (1/700).
Das Modell lässt sich im letzten Bauzustand von 1941 bauen. Wie bei Flyhawk üblich gibt es das Modell als Standard und Deluxe Edition. Ich wählte die Standardversion und verwendete zusätzlich das Zurüstset von Shipyard Works. Das Set enthält neben den Ätzteilen auch Metallrohre für die Masten und Geschützte, ein Holzdeck und Abdeckmasken für das Deck. Als Nachteil ist allerdings zu sehen, dass die Anzahl der Ätzteile dem üblich beiliegenden Teilen von Flyhawk deutlich überragen. So kann man zum Beispiel die Wände der Aufbauten komplett neu aufbauen. Das ist allerdings nur interessant, wenn man die Klappen wie bei einem Gefecht üblich alle verschließen möchte. Da ich die Bismarck wie im Grimstadjord vor Anker liegend darstellen wollte, verzichtete ich darauf. Vor allem auch weil die Aufbauten von Flyhawk schon gut genug detailliert sind. Der Bau ging dennoch recht zügig von statten. Die Passgenauigkeit der Ätzteilen und den Plastikteilen passte sehr gut.
Bemalt wurde die Bismarck mit Vallejo-Farben. Für den mittleren Teil des Rumpfes nahm ich 990, für die Aufbauten 989, für die waagerechten Flächen 995. Für die Tarnung vom Rumpf nahm ich 992 für den Bug und Heck sowie 995 und 313 für die schwarzweißen Streifen.
Bei der Wasseroberfläche verwendete ich einen dickeren Karton, mit dem ich auf der Grundplatte die Wasseroberfläche modellierte und diese anschließend mit Wasserfarben bemalte. Darüber kamen drei Schichten mit Noch Water.
Quellen
Christian Abraham
(Text über Original von Lars)













