Das Original

Die TBF Avenger entstand bei Grumman Aircraft Engineering Corporation als Ersatz für den bereits 1935 eingeführten Torpedobomber Douglas TBD Devastator, der bis 1939 als Haupttorpedobomber der US Navy galt, aber im Krieg schnell veraltet war. Grumman erhielt 1940 einen Auftrag für zwei Prototypen (XTBF-1) und der Erstflug erfolgte im August 1941. Der Auftrag lautete auf einen trägergestützten Torpedobomber mit einer Besatzung von drei Mann, großer Tragfläche mit Faltflügeln für den Einsatz von Flugzeugträgern und unter der Möglichkeit einen Mk 13 Torpedo oder Bomben einzusetzen.


Die Produktionskapazitäten von Grumman reichten allerdings nicht aus, so dass die Eastern Aircraft Division von General Motors Corporation (GM) das Flugzeug unter der Bezeichnung TBM baute. Die Version TBM-3 war die Hauptproduktionsvariante und brachte gegenüber den Vorgängern Verbesserungen: ein leistungsstärkerer Motor (Wright R-2600 20 mit 1.900 PS), eine verstärkte Rumpfstruktur, oft eine Ausstattung mit Radar und die Möglichkeit zur Mitführung von Raketen unter den Tragflächen. Von der Variante TBM-3 wurden 4.657 Maschinen gebaut. Die gesamte Produktion aller TBF/TBM Avenger lag bei rund 9.800 Stück. Die Avenger diente für Torpedoangriffe, Angriffe auf Boden- und Seeziele mit Bomben, Geleitflüge, U-Boot-Jagd über See sowie später Luftraumüberwachung.


Die TBM-3 hatte eine Länge von 12,5 m und eine Spannweite von 16,5 m. Das maximale Startgewicht betrug 8,1 t. Als Motor diente ein Wright R-2600-20 (14-Zylinder Doppelstern-Radialmotor) mit einer Leistung von rund 1.900 PS. Die Höchstgeschwindigkeit der TBM-3 lag bei etwa 444 km/h (≈ 240 kn). Die Besatzungsstärke betrug drei Mann (Pilot, Bordschütze/Kanzel, Funker/Heckschütze). Als Bewaffnung verfügte das Flugzeug über einen Mk 13 Torpedo oder eine Bombenlast (z. B. bis zu 900 kg Bomben), ferner Bordmaschinenkanonen: typischerweise eine 12,7 mm (.50 cal) Browning im hinteren Drehstand, zwei 12,7 mm in den Tragflächen und eine 7,62 mm (.30 cal) Browning nach hinten unten gerichtet.


Im April 1945 lief der Geleitflugzeugträger USS Block Island (CVE-106) mit der Staffel Marine Torpedo Bombing Squadron 233 (VMTB-233) mit TBM-3 Avengers zum Einsatz in der Schlacht von Okinawa aus. Am 10. Mai 1945 startete die Block Island ihren ersten Einsatz im Pazifikgebiet, wobei eine Gruppe von acht TBM-3 Avenger sowie acht F4U Corsair‐Jäger gegen japanische Stellungen bei Naha auf Okinawa und die Sakashima-Gunto Inselgruppe flog. Dabei stürzte ein Avenger über dem Ziel ab und eine weitere wurde von Flak getroffen, musste notwassern und die Besatzung wurde gerettet. Am 29. Mai 1945 unternahm die Block Island einen umfangreichen Angriff mit 28 Einsätzen gegen Flugfelder bei Ishigaki und Miyako; dabei ging ein Avenger verloren. Zwischen dem 4. Mai und dem 6. Juni 1945 flog der Träger rund 1.202 Einsätze – die Avenger trugen einen wesentlichen Teil zu diesen Angriffen bei.

Das Modell

Das Modell der Grumman TBM-3 Avenger entstand aus der 'Escort Carrier Combo'-Bausatz von Hasegawa - in der Schachtel sind zwei Bausätze enthalten. Der Bausatz geht sehr gut zusammen, die Spachtelmasse wurde hier nicht benötigt. Allerdings geizt Hasegawa an der ein oder anderen Stelle mit Details, hier kam dezente Abhilfe von Mini World, Eduard und Quickboost.


Lackiert wurde mit Farben von Gunze, die Alterung erfolgte mit verschiedenen Mittelchen und Methoden.

Dargestellt ist eine TBM-3, die von der VMTB-233 eingesetzt wurde. Die Einheit war im Mai 1945 auf dem Träger USS Block Island (CVE-106) eingesetzt.


Jens Köpke

(Text über Original von Lars)