
Auf unserer letzten Reise nach Island führte uns der Weg auch nach Siglufjörður, einem kleinen Ort im Norden Islands mit rund 1200 Einwohnern. Bei der Einfahrt in den Ort ließ ich meinen Blick über die Hafenanlagen schweifen…..stutze kurz….murmelte „Das glaube ich jetzt nicht!!!“ und trat beherzt auf die Bremse, um zu einer der dortigen Hallen zu fahren. Zum Glück ist meine Familie Kummer gewohnt und lässt sich von solchen Ausbrüchen nicht mehr aus der Ruhe bringen. Was war es aber, was meinen Puls spontan in die Höhe schnellen lies?
Neben einer unscheinbaren Lagerhalle stand ein leicht verrostetes aber grundsätzlich noch intaktes Landungsboot LCM 3 („Higgins-Boot“) aus dem Zweiten Weltkrieg. Offenbar haben die späteren Besitzer die Bugklappe etwas eingekürzt. Wie es nach Siglufjörður kam und welche Aufgabe es dort hatte, kann ich nur vermuten. Im Zweiten Weltkrieg hatte der kleine Hafen von Siglufjörður keine wesentliche militärische Bedeutung und diente vielmehr dem Heringsfang und der Weiterverarbeitung der Heringe. Ich gehe davon aus, dass dieses Landungsboot während des Krieges als Transporter zwischen alliierten Schiffen, bzw. einzelnen Häfen, diente und später in Privathand verkauft wurde. Aber das sind natürlich nur Vermutungen.
Hier Fotos vom Juli 2025:
Jens Bartels









