Russisches Kanonenboot Koreetz (1/350, Box 261) von Thomas Sperling Drucken
Montag, 16. Juli 2018 um 05:00
Kanonenboot Koreetz (1/350)

Das Original

Über die Geschichte der Koreetz (Кореец, Korietz/Korejez) hat Ingo Renk in seinem Bericht über die Seeschlacht von Tschemulpo ausführlich berichtet. Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung: Die Koreetz wurde 1886 in Stockholm gebaut. Ab 1895 diente sie im fernen Osten unter anderem auch bei der Niederschlagung des Boxeraufstandes. Während des Russisch-Japanischen Krieges versuchten am 9. Februar 1904 die Warjag und die Koreetz eine Blockade zu durchbrechen. Dieses gelang nicht, und obwohl die Koreetz keine nennenswerten Schäden erhielt, wurde sie von der eigenen Besatzung gesprengt, damit das Schiff nicht in feindliche Hände fiel. Die Segeleigenschaften der Koreetz sollen sehr schlecht gewesen sein, so dass die Obermasten schon nach kurzer Zeit entfernt worden sind.

Kanonenboot Koreetz (1/350)
Kanonenboot Koreetz (1/350) Kanonenboot Koreetz (1/350) Kanonenboot Koreetz (1/350)

Technische Daten:
Verdrängung: 1334 t
Länge: 66,3 m
Breite: 10,7 m
Tiefgang: 3,5 m
Geschwindigkeit: 13,5 Knoten
Besatzung: 12 Offiziere und 165 Mannschaft

Kanonenboot Koreetz (1/350)
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Das Modell

Modell: Kanonenboot Koreetz
Hersteller: Box 261
Maßstab: 1/350
Material: Resin, Messingätzteile

Der Bausatz der Koreetz von Box 261 gehört zu den älteren Resin-Bausätzen. Er ist sehr umfangreich und hat auch eine Platine mit Ätzteilen. Etwas sehr Positives ist die für russische Verhältnisse sehr umfangreiche Bauanleitung. Über acht Seiten wird der Bau des Modells in Explosionszeichnungen erklärt.

Kanonenboot Koreetz (1/350) Kanonenboot Koreetz (1/350) Kanonenboot Koreetz (1/350)

Leider hatten sich bei meinem Bausatz schon sehr viele Teile von den Angüssen gelöst und dadurch, dass das Resin schon brüchig geworden war, waren viele Teile beschädigt. Auch war der Guss der Kleinteile sehr grob. Die Oberfläche bei einigen Teilen war rau, wie bei einem billigen 3D Drucker. Ein Abschleifen dieser Teile war nicht möglich, da ich die Teile dadurch zerstört hätte. So musste ich viele der Kleinteile selbst nachbauen oder durch Teile aus anderen Bausätzen oder der Restekiste ersetzten.

Kanonenboot Koreetz (1/350) Kanonenboot Koreetz (1/350) Kanonenboot Koreetz (1/350)

Die Masten habe ich durch Messingmasten ausgetauscht. Die Reling lag zwar als Ätzteil dabei, sie war aber ohne Fussleiste. Die Versuche sie so zu befestigen, führten bei mir zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Ich habe sie schließlich durch eine Reling von Saemann mit Fussleiste ausgetauscht.

Durch die vielen kleinen zusätzlichen Arbeiten hat sich der Bau der Koreetz über viele Wochen hingezogen. Die Takelage habe ich zum Teil mit sehr dünnem Messingdraht und zum Teil mit dünner Angelschnur hergestellt.

Kanonenboot Koreetz (1/350)

Thomas Sperling