Revell: SeaKing Mk. 41 (Marineflieger) 1/72 Drucken
Mittwoch, 21. Dezember 2005 um 21:47
Ich stelle euch heute den SeaKing Mk. 41 von Revell in 1:72 vor. Es gab/gibt von diesem zwei Varianten aus der jüngsten Zeit. Die SKUA-Version wird später meiner Sammlung von aktuellen Marinefliegern-Luftfahrzeugen angehören. Die SAR-Version ist für das Diorama um meine Hermann Marwede gedacht und soll dort eine verletzte Person abbergen oder einen Notarzt hin bringen (das wird die Zukunft zeigen ;) ).
Ich werde die Bausätze gemeinsam vorstellen, da sie nahezu identisch sind und sich nur durch die Decals und einen zusätzlichen Gießast für die SKUA-Waffen unterscheiden. Verpackungen

Das Original


Nachdem 1961 die US-amerikanische Navy von der Firma Sikorsky die ersten SeaKings erhalten hatte und auch andere Nationen den Wert des Hubschraubers erkannten (und man sich damit die Kosten für eine Neuentwicklung sparen konnte) begann die britische Firma Westland mit der Herstellung eines Prototypen des in Lizenz gefertigten Hubschraubers, der dann im Jahre 1969 erstmalig flog. Deutschland bestellte im gleichen Jahr diese Hubschrauber für die eigene Marine, musste aber noch gute fünf Jahre warten, bis die ersten Maschinen in Kieler Fliegerhorst Holtenau (MFG 5) stationiert werden konnten.
Der SeaKing hat einen Rumpf, der so gebaut wurde, dass der Hubschrauber auch notwassern kann, unterstützt wird diese Eigenschaft durch zwei seitliche Schwimmer, die auch das Hauptfahrwerk im Flugbetrieb beherbergen. Angetrieben wird die europäische Version von zwei Rolls Royce Turbinen, welche über der geräumigen Kabine sind, die bis zu 19 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder aufnehmen kann.
Anfang der 80er wurde die Technik überarbeitet und die Bewaffnung neuen Anforderungen angepasst. Der SeaKing kann jetzt bis zu vier leichte Seezielflugkörper vom Typ Sea Skua mitführen und sie mit den erforderlichen Zielgeräten nutzen. Diese Zielgeräte haben auch zu einer Verbesserung der Anforderungen für die SAR-Einsätze geführt. Des Weiteren wurden Täuschkörper und Radarwarner installiert, die für den Selbstschutz des Hubschraubers dienen sollen.
Zwei dieser Hubschrauber besetzen ständig SAR-Positionen auf Helgoland und in Warnemünde, so dass sie schnell für Anforderungen der DGzRS oder andere SAR-Einsätze zur Verfügung stehen.
Die Kings sind aber nicht nur auf SAR-Position und im Fliegerhorst, nein sie werden desweiteren für Arbeitsflüge auf den Einsatzgruppenversorgern der Marine genutzt.

Techn. Daten:
Maße: LxBxH 22,15x4,94x5,13m
Durchmesser Haupt-/Heckrotor: 18,90/3,16m
Leer-/ max. Startgewicht: 6300/9300kg
Reise-/ Höchstgeschwindigkeit: 185/255km/h
Die beiden Rolls Royce Triebwerke bringen jeweils maximal 1228 Kilowatt.




Der Bausatz


Beim Öffnen findet man drei Spritzlinge (zzgl. ein Kleiner für Klarsichtteile), die das Modell recht übersichtlich gestalten und einen schnellen Baufortschritt versprechen, wenn man OOB bauen will.


Diese drei Spirtzlinge (und Klarsichtteile) sind bei beiden Bausätzen identisch. Bei der Version, die bewaffnet ist, kommt noch ein Waffen-Gießast hinzu.
Die Anleitung und die Klarsichtteile sind übersichtlich bzw. bei Erstöffnung ist der Spritzling mit den Klarsichtteilen separat in der großen Tüte mit den Gießästen verpackt.
Anleitung und Decals der SKUA-Variante








Decal der SAR-Variante







Der erste Gießast enthält den zweiteiligen Rumpf und die Bodenplatte. Der Rumpf hat erhaben dargestellte Nieten und feine Blechstöße, die sehr schön die Rumpfoberfläche widergeben.







Der zweite Gießast trägt neben dem Heckrotor die Inneneinrichtung und ein paar Anbauteile für Außen (z.B. Hauptfahrwerk).



Die fehlenden Teile wie Hauptrotor, Antennen, Turbineneinlässe und Kabinentür sind auf dem dritten Gießast untergebracht.





Bewaffnung für die SKUA-Variante


Fazit


+ fein gearbeitete Oberflächen
+ sauber gedruckte Decals
- keine Besatzung
- zwar Einrichtung für die Kabine, aber die Wände sind "leer"
Im Ganzen kann man sagen, dass mit diesen beiden Bausätzen Bastelspass angesagt ist.
Persönlich wird beim Bau bei mir die Prämisse stehen: SKUA-Variante für die Marineflieger = Dort kann man noch Einiges verbessern/ergänzen; SAR-Variante für die "Hermann Marwede" = Dort nicht so viele Details hinzufügen, damit der King nicht vom Seenotrettungskreuzer ablenkt