Russischer Geschützter Kreuzer Askold (1/700, WSW) von Andreas Martin Drucken
Donnerstag, 04. Juni 2015 um 05:00
Askold

Das Original

Der Geschützte Kreuzer Askold der Kaiserlich Russischen Marine wurde in Deutschland auf der Germaniawerft in Kiel gebaut. Die Kiellegung erfolgte 1899, der Stapellauf fand am 15. März 1900 statt. Die Indienststellung bei der russischen Marine erfolgte im Jahre 1902. Die Askold war eines der wenigen Kriegsschiffe mit fünf Schornsteinen und zu diesem Zeitpunkt mit einer Geschwindigkeit von knapp 24 Knoten der schnellste größere Kreuzer Russlands. Eingesetzt wurde das Schiff sowohl im Russisch-Japanischen Krieg, 1904/05, als auch im Ersten Weltkrieg. Nach der Oktoberrevolution fiel das Schiff in britische Hände und fuhr danach als HMS Glory IV bei der Royal Navy. 1921 lehnte die Sowjetunion eine Rücknahme des Schiffs ab. Der Kreuzer wurde daraufhin von der Royal Navy ausgemustert und im Jahre 1922 in Hamburg verschrottet. Wer mehr über das Schiff wissen möchte, wird bei Wikipedia fündig.

Askold
Askold Askold Askold

Das Modell

Der Resinbausatz der Askold stammt von WSW Modellbau und beinhaltete auch gleich eine ordentliche Platine mit Fotoätzteilen. Die Gussqualität der Bauteile war recht ordentlich, allerdings waren einige Klappen der Kasemattengeschütze teilweise abgebrochen. Dafür gab es aber Ersatz in Form von Fotoätzteilen. Auch waren einige Schutzschilder der Deckgeschütze nicht ganz ausgegossen. Der Zusammenbau an sich war kein Problem. Lediglich das Einpassen der Kasemattenklappen war etwas pfriemelig. Die eigentliche Herausforderung bei diesem Modell ist aber eindeutig die Takelage. Allein acht Spannseile pro Schornstein, und das Schiff hat fünf dieser Teile. Ich verwendete zur Takelung UNI-Caenis 20 Den-Angelschnur (danke für den Tipp, Lars). Das „Zeug“ lässt sich hervorragend verarbeiten und mit Wärme super spannen. Zur Bemalung des Modells kamen Farben von Gunze sowie LifeColor zum Einsatz. Die Masten sind natürlich auch selbst gebaut, wobei die Resinteile als Vorlage für die Neuteile aus Draht dienten.

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Andreas Martin