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Fregatte Jupiter - Teil 6: Takelung der Marssegel von Holger Baethies Drucken
Sonntag, 11. Juni 2006 um 11:19

Takelung der Marssegel


Hier ist das Segel, dessen Herstellung ich im letzten Teil beschrieben habe, an der Rah angeschlagen und am Mast in Position gebracht.
Hinter dem Mast sind die geborgenen Schratsegel zu erkennen. Oberhalb des Marses das Mittelstagsegel, darunter das Großmarsstengestagsegel. Wie alle geborgenen Segel habe ich sie aus zwei Lagen Papiertaschentuch hergestellt. Das genaue Verfahren werde ich später anhand des Großbramstengestagsegels erläutern.

Beim Anbringen der Marsrahen ist mir ein dummer Fehler unterlaufen. Die Rahen haben keine starre Verbindung zum Mast sondern werden nur durch das Tauwerk gehalten. Die Segel sind zwar nicht besonders schwer aber die Masse ist ausreichend um eine beachtliche Hebelwirkung auf die Rah auszuüben. Das Segel bleibt nicht gebauscht stehen und die Schothörner befinden sich hinter der Unterrah statt davor/darüber.
Ich muß nun leider die Segel mit beiden Bulinen trimmen, eigentlich sollte die Leebulin ohne Belastung sein. Das geht so leider nicht mehr. Zukünftig werde ich die Rah mit einem Drahtstift am Mast befestigen. Am eingebauten Mast möchte ich jetzt nicht mehr bohren, ist mir zu heikel.
An den Marsplattformen waren sogenannte Hahnepooten angebracht, die verhindern sollten, daß die Marssegel unter die Plattform schlagen konnten und sich dort aufscheuerten.
Zum Einfädeln verwende ich eine kleine Schlinge aus Draht, mit der ich den Faden durch die Löcher im Mars ziehen kann. Ohne dieses Hilfsmittel ist die Herstellung der Hahnepooten ein ziemliches Geduldsspiel. Die Drahtschlinge ist links im Mars zu erkennen.



Das mittlere Bild zeigt einen Blick auf den Vormars mit komplettem Hahnepoot, das rechte einen Blick auf das geborgene Großmarsstengestagsegel hinter dem Fockmast.
Für die Takelage werden einige Hakenblöcke benötigt. Hierfür lege ich eine Schlinge aus Kupferdraht um den Block und verdrille die Enden. Anschließend wird der verdrillte Teil auf die richtige Länge gekürzt und daraus ein Haken geformt. Nach dem Bemalen fällt die Verdrillung gar nicht weiter auf.



Ein Blick in den Großmars mit den auf Hakenblöcken gesetzten Refftaljen des Marssegels.

Die nächsten Bilder zeigen einen Blick auf das Modell während der Takelung des Großmarssegels.



So sieht das Modell momentan aus. Das Vorstengestag, Borgstag und das zugehörige Segel fehlen noch. Das Vorstengestagsegel ist das einzige gesetzte Stagsegel. Dies wird der nächste Bauabschnitt sein.