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Fregatte Jupiter - Exkursion Schiffbesatzung von Holger Baethies Drucken
Donnerstag, 29. Dezember 2005 um 19:12
F├╝r meine Mannschaften verwende ich Preiser Modellbahnfiguren der Spur N, die ich leicht umbaue.
Reisende, Passanten Art. Nr. 79008
Sitzende Personen Art. Nr. 79007
Die Figuren sind ziemlich simple Umbauten. Man braucht nur ein paar markante Details, wie die H├╝te, um eine gute Wirkung zu erzielen.

Offiziere





F├╝r die Offiziere sind "Anzugtypen" wie geschaffen. Aktenk├Âfferchen m├╝ssen dem Skalpell weichen. Jacken und Hosen werden einfach angemalt. Washings habe ich mir gespart, keine Ahnung ob das bei den kleinen Kerlchen ├╝berhaupt geht. Die Kn├Âpfe wurden einfach mit gelber Farbe aufgetupft. Die Figur wirkt dadurch sofort anders, den Businessman erkennt man nicht mehr.
F├╝r die H├╝te habe ich wieder die Lochzange verwendet. Mit der kleinsten H├╝lse wird ein rundes St├╝ck Papier ausgestanzt. Mit dem Skalpell wird der Kreis in zwei H├Ąlften geteilt. Der Radius der Halbkreise mu├čte mit der Klinge noch etwas verkleinert werden. Die beiden Teile wurden mit Sekundenkleber vorn und hinten gegen den Kopf der Figur geklebt. Nachdem der Kleber gut trocken war, habe ich an beiden Spitzen des Hutes ein Tr├Âpfchen Sekundenkleber aufgebracht und die Teile mit der Pinzette aneinander gedr├╝ckt. Damit w├Ąre der Zweispitz schon fertig. Von oben kann man noch den Kopf der Figur sehen. Nachdem alles schwarz angemalt ist, sieht es wie eine Einheit aus. Die gelbe Kokarde ist ein Klecks gelbe Farbe.

Marinesoldaten





Der Marinesoldat ist der gr├Â├čte Umbau. ├ärmel- und Kragenaufschl├Ąge sowie die Brustriemen sind einfach aufgemalt. Die Kn├Âpfe sind , wie bei den Offizieren, mit dem Pinsel aufgetupft.
Der obere Teil des Kopfes wurde mit der Rasierklinge glatt abgeschnitten. Die Hutkrempe ist ein kreisrundes Papierst├╝ck, das wiederum ausgestanzt und zurechtgestutzt wurde. Der Zylinder des Hutes ist aus der spitze eines Zahnstochers hergestellt. Der Federbusch an der Hutseite ist ein Keilf├Ârmiges St├╝ck Papier.
Das Gewehr besteht aus einem St├╝ck Draht. Im oberen Bereich habe ich eine Knick eingebogen, der soll den ├ťbergang von Lauf zum Bajonett simulieren. Der Kolben besteht aus zwei Papierstreifen, die um den Draht geklebt wurden. Das Bajonett habe ich grau angemalt, das restliche Gewehr ist braun.
An den Hosen habe ich keine ├änderungen vorgenommen. Die Offiziere h├Ątten eigentlich Kniehosen tragen sollen, der Soldat Stulpenstiefel. Das habe ich aber nicht umgesetzt, da es mir zu heikel war an den recht d├╝nnen Beinen zu schneiden.

Matrosen


Die ├╝brigen Figuren wurden meist nur bemalt. Aufgemalte Halst├╝cher erzielen bei minimalem Aufwand eine gute Wirkung. Das Figurensortiment von Preiser ist sehr umfangreich. Es gibt Kinder, junge und alte, dicke und d├╝nne Menschen. Es m├╝ssen eigentlich nur un├╝bliche Gegenst├Ąnde weggeschnitten werden.



Ich k├Ânnte mir vorstellen, da├č man mit Seidenpapier oder einzelnen Lagen von Papiertaschentuch Mantel- und Jackenaufschl├Ąge oder ausladende ├ärmel gut an den Figuren simulieren kann.
F├╝r die Soleil Royal Erbauer d├╝rfte es hier einiges zu experimentieren geben. Es gab zu dieser Zeit auch noch keine Uniformen, man kann seiner Phantasie also noch freien Lauf lassen.
Hier ein Beispiel f├╝r Seeleute und Offiziere im 17. Jahrhundert. Franzosen d├╝rften nicht viel anders ausgesehen haben.



aus Wolfram zu Mondfeld: "Ruder hart backbord!", Arena Verlag 1974