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Schlepper Mercur (1/250, HMV) von Alex Facchetti Drucken
Mittwoch, 14. Mai 2014 um 05:00

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Das Original

Mercur ist am 23. September 1972 bei der Jadewerft  in Wilhelmshaven mit der Baunummer 130 vom Stapel gelaufen. Am 7. Dezember 1972 wurde er an die Hapag Lloyd AG in Hamburg geliefert.

Ab 1974 fuhr der Schlepper für die Hapag Lloyd AG in Bremen. 1994 wurde Mercur an die Transport & Service GmbH & Co. in Hamburg verkauft, seitdem wird der Schlepper im Hamburger Hafen eingesetzt. Mercur und ihre Schwesterschiffe Saturn, Resolut und Rasant gehören zum Typ der Voith-Schneider-Schlepper, deren Besonderheit im Antrieb liegt. Der sogenannte Voith-Schneider-Antrieb befindet sich im Gegensatz zu herkömmlichen Antrieben im Vorschiff. Durch Verstellung der unterhalb des Schiffes angebrachten Propeller kann der Schlepper in jeder Richtung bewegt werden. Der Schlepphaken befindet sich achtern. Durch diese Anordnung (Antrieb im Vorschiff und Haken achtern) wird der Schlepper unter Last automatisch in Zugrichtung gedreht.

Technische Daten:

Länge: 29,90 m
Breite: 8,80 m
Verdrängung: 235 BRT
Antrieb: Deutz-Dieselmotor mit zwei Voith-Schneider-Propellern
Maschinenanlage: 2000 PS
Pfahlzug: 25 t

Quelle Text und technische Daten: Hamburger Modellbaubogen Verlag

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Das Modell

Der Bogen enthält gesamthaft vier A4-Blätter für den Bausatz an sich, plus die Anleitung. Ein Schiff benötigt nur zwei Blätter. Es können also zwei Schiffe gebaut werden, je ein oranges und ein schwarzes. Dazu hat jedes Schiff noch zwei Kabinenteile mit beiden Namen. Wer schon einmal ein Kartonmodell gebaut hat, wird mit dem Bogen problemlos zurechtkommen. Es ist wichtig, die Teile vor der Befestigung möglichst exakt vorzubiegen, das gilt besonders für die Rumpfwände und Schanzkleider. Für grössere Verklebungen empfiehlt es sich, lösungsmittelhaltigen Leim zu verwenden, so wie beispielsweise "Uhu Flinke Flasche". Weissleim zieht in den Karton ein und wellt ihn! Was weiterhin Kartonmodelle mit wenig Aufwand stark aufwertet, ist die Einfärbung von Knick- und Schnittkanten. Dies habe ich überall gemacht, wo noch etwas Weiss hervorblitzte. Dafür eignen sich Revell Acrylfarben ganz gut, diese haben meist auch den richtigen Ton. Vor allem beim Orange war es angenehm, dass ich keine Farben mischen musste.

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Eine Unstimmigkeit ist dennoch vorhanden - das Dach über der Brücke ist zu breit und sollte nur vorne überstehen. Dies kann mit wenig Aufwand korrigiert werden. Für das Modell habe ich einen Ätzteilesatz verwendet, dieser beinhaltet die Reling, Treppen sowie weitere filigrane Teile, auch hier wieder für zwei Schiffe. Dieser Ätzsatz ist leider nicht mehr erhältlich, aber ein Lasercut-Satz ist angekündigt.

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Fazit

Gutes, anfängertaugliches Modell, das ohne Einschränkungen empfohlen werden kann.

Alex