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Leichter Kreuzer Jintsu (Aoshima, 1/700), Teil 1 von Alex Facchetti Drucken
Freitag, 16. September 2011 um 07:00

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Nach der interessanten Bausatzvorstellung auf dieser Seite hat mich die Lust gepackt, die Jintsu zu bauen. Ich finde den Hangar auf der Brücke irgendwie faszinierend. Ohne grosses Vorwissen über japanische Kriegsschiffe vorbelastet, legte ich mit dem Bau los...

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Die erste Passprobe verlief positiv. Die Rumpf- und Decksegmente passen perfekt aufeinander.

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Auch die Brücke passt problemlos, und ist in wenigen Minuten montiert.

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 Die elegante Seitenlinie macht Lust auf mehr.

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Die Bullaugen habe ich mit einem 0.5mm-Bohrer aufgebohrt. Dabei kein Elektrowerkzeug (Proxxon, Dremel...) verwenden, sondern von Hand drehen, um ein Aufschmelzen des Kunststoffes zu vermeiden!

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Nach einer vorsichtigen Entfettung mit Wattestäbchen und Alkohol habe ich die Farbe für den Linoleum-Belag angemischt. Dabei verwendete ich Revell Aqua-Colour. In einem Töpfchen habe ich 6 Teile rot und 1 Teil schwarz angerührt. Damit erreicht man ein schönes schokoladen-ähnliches braun, das ich schon bei der Emden verwendet habe. Das Deck habe ich mit dem Pinsel bemalt.Dass es unregelmässig aussieht, war gewollt.  Aqua-Colour bevorzuge ich darum, weil ich damit auch in der Wohnung arbeiten kann, ohne unangenehme Gerüche zu verbreiten.

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Eine Passprobe dazwischen zeigt, wohin es geht. Der Rumpf und die Aufbauten (Schornsteine, Torpedorohre, Kanonen) wurden mit Revell 57 bemalt. Dies aber mit Airbrush. Bereiche aus Segeltuch, wie das Brückendach, wurden mit weiss bemalt, dem ganz wenig ocker beigefügt wurde.

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Die Linol-Decks sind in regelmässigen Abständen von Metallschienen durchzogen. Dies in 1:700 darzustellen ist nicht ganz unproblematisch, da es schnell zu kräftig wirkt. Zum Glück sind diese Schienen im Relief vorhanden.

Die Schienen mit dem Pinsel zu bemalen fand ich etwas zu mühsam. Ich nahm dazu einen Wachsstift mit Metallfarbe, den ich an einer Ausstellung für ein Euro gekauft habe. Damit kann man eigentlich Lackabplatzer oder Kratzer darstellen. Wenn man vorsichtig über die Erhöhung fährt, so bleibt ein leichter metallischer Schimmer darauf haften.

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Ein auffälliges Detail ist der Flieger mitsamt Katapult. Da lohnt es sich, etwas neues anzuschaffen.Das photogeätzte Katapult ist von Lion Roar und wurde hier vorgestellt. Die Aufwertung gegenüber dem massiven Spritzgusskatapult ist gross, und definitiv lohnenswert. Das Flugzeug wurde nach Rücksprache mit einem Modellbaukollegen, der mehr von japanischen Fliegern versteht als ich, umgebaut. Benutzt wurden hauptsächlich Teile der Nakajima E8N1 aus dem Bausatz, der obere Flügel  wurde begradigt, und es wurden zwei Schwimmer montiert.

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Die Beiboote sind aus dem bekannten Standard-Spritzling und wurden nicht weiter verfeinert. Einzig die grossen Auswerfermarken auf der Unterseite wurden verspachtelt.

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Die fast fertige Brücke, mit den ersten Relingen. Ein kleiner Schönheitsfehler - das Flugzeug passt nicht in den Hangar. Da sind vermutlich die Grenzen des Modellbaus erreicht.

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Die Reling wurde mit Sekundenkleber befestigt, und stammt von Lion Roar. Die Reling wurde vorher in Form gebogen, und Stück für Stück angeklebt. Der Kapilareffekt hat dabei den Klebstoff in den Spalt zwischen Reling und Kunststoffteil gesogen. Nach erstaunlich kurzer Zeit war die Reling angeklebt.  Der vodere Flaggenstock ist aus dünnem Messingdraht.

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Etwas näher betrachtet...

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Und eine Detailaufnahme. Die 8cm-Kanonen gleich hinter den Zwillings-Torpedorohren sind übermässig gross und wären so nicht zu bedienen. Man sieht, dass 1:700 wirklich die Grenze des realistischen Modellbaus ist - die Leitungen an den Schornsteinen sind etwas überproportional, aber ohne sähe das Schiff etwas gar kahl aus.

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Das Bordflugzeug wurde mit Tamiya IJN Grey bemalt. Die Hinomarus stammen aus dem Bausatz, und liessen sich problemlos anbringen.

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Das schönste Schiff sieht komisch aus, wenn es auf dem trockenen liegt (schöne Segelschiffe einmal ausgenommen). Für die Wasserdarstellung habe ich mich für eine Styropor-Platte entschieden, die ich mit Acrylfarben aus der Tube bemalt habe. Aussen dunkle blautöne (preussisch und phtalo-blau) und am Schiff mit entsprechend viel weiss aufgehellt. Um ein paar Nuancen zu setzen, habe ich stellenweise stark verdünntes türkis aufgebracht. Für die Wasserstruktur habe ich transparentes Acrylgel verwendet, da dies im Gegensatz zu Silikon weder schrumpft, noch stinkt, noch matt wird.

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Um einen schöneren Abschluss zu haben, habe ich einen Rahmen aus normalen Kiefernleisten angefertigt. Die Masten wurden eingesetzt, es fehlen noch die Figuren, Antennen und Davits.

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Für die Figuren habe ich erneut zu PE-Teilen gegriffen, diesmal sind es die von Eduard. Um sie aufs Deck zu kleben sollte man Weissleim verwenden, da dies die Farbe nicht anlöst. Um das Schiff nicht nackt aussehen zu lassen, aber auch nicht überladen, habe ich ca. 20 Figuren aufgeklebt. Das ist ja ein Kriegsschiff, kein Ausflugsdampfer...

Teil 2

Alex