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Baubericht Yamato, Teil 3: Flugabwehrgeschütze II und Rumpfamputation Drucken
Samstag, 19. März 2005 um 13:37

Die 25mm Tripelflak


Auf den Türmen der 46cm Geschütze sind Flakstände für die japanische Typ-96 Drillingsflak angebracht. Für diese Drillingsflak hat sich Peter Hall (der Designer bei White Ensign Models) eine besondere "Gemeinheit" ausgedacht...
25mm Tripel-Flak
An die beiden Messingseitenteile der Flak werden Sitze mit Pedalen und Griffen montiert!
Da ist Fotoätzteil-Origami vom Feinsten angesagt...
25mm Tripel-Flak
Es war mir beim besten Willen nicht möglich diese Teile wirklich "gerade" zu biegen und festzukleben. Bei der Gelegenheit hat sich auch mein Werkzeug - vor allem die billigen Pinzetten - als unzureichend erwiesen. Zu oft ist ein Teil dem Griff der Pinzette entkommen...mit entsprechendem Suchintermezzo.
Wenn man nicht gerade durch ein 105mm Makroobjektiv schaut relativiert sich der Pfusch gottseidank einigermaßen...25mm Tripel-Flak
Mit leicht verdünntem "gun grey" von Humbrol gestrichen sitzen die Drillingsflaks nun an ihrem Platz auf den schweren Geschütztürmen.
Mehr als vier Stück von diesen Dingern schaffe ich übrigens an einem Tag nicht...zu schwache Nerven.
25mm Tripel-Flak

Die Rumpfamputation


Warnung - Die folgenden Bilder sind nichts für Modellfreunde mit schwachen Nerven!
Wer im Film Master & Commander bei der Amputationsszene weggeschaut oder die Augen geschlossen hat sollte jetzt nicht mehr weiterlesen!

Da ich die Yamato auf einer Wasseroberfläche in voller Fahrt darstellen möchte hilft alles Mitleid und Gejammere nichts: Der Unterwasserrumpf ist im Weg und muß weg!

Zur Vorbereitung habe ich mit Klebeband die Position der Wasserlinie markiert. Ich habe dabei 5mm Sicherheitsabstand zugegeben...
Dann tritt die Dremel mit eingespanntem Sägeblatt in Aktion. Unter fürchterlichen und ohrenbetäubenden Schmerzschreien des gequälten Kunststoffes (ich habe natürlich ohne Narkose gearbeitet, soll heißen ich war nüchtern) fraß sich das Sägeblatt in denselben. Durch die entstehende Hitze wird der Kunststoff teilweise angeschmolzen. Am Besten geht das Auftrennen mit Schwung und ohne Zaudern.

Hier das Resultat des brachialen Eingriffs in die Gesundheit eines Modellrumpfes:
Rumpfamputation
Durch den fehlenden Unterwasserrumpf hat der Rest deutlich an Stabilität eingebüßt. Ich habe deshalb gleich das Deck aufgeklebt und den Rumpf von Innen mit Holzleisten ausgesteift. Zum Kleben verwende ich 5-Minuten Epoxy.
Rumpfamputation
Hier nun das stabile Endresultat, die zersägte Jungfrau im Rohbau:
Rumpfamputation
Es gibt noch einiges zu tun: Die Schnittkanten müssen halbwegs auf Maß abgeschliffen werden und die häßliche Decksnaht bedarf einiger Nacharbeit.
- Fortsetzung folgt -