Seitentitel

Das Modell

Rasch wurde mir klar, daß meine Livia ein wenig umgebaut werden würde. Ich hatte einen Nachkriegstrawler vor Augen, der auch ein wenig Farbe aufweisen sollte. Beim Blättern in Björn Landströms Das Schiff fand ich in Abb. 777 den britischen Trawler Hildina von 1951, an dem ich mich sehr frei orientierte.

Von daher erhielt das Schiffchen auf dem Ruderhaus und am Bug zusätzliche Schanzkleider aus Sheet bzw. Papier; auf der offenen Brücke wurde eine Gräting mit Steuerstand und eine Scheinwerferplattform hinzugefügt. Geätzte Speigatten, Lüfter aus Lötzinn sowie eine Dampfpfeife aus Draht belebten das Modell zusätzlich. Nützlich sind hier die Ätzteilsätze von L`Arsénal „Structural Parts“ (wenn auch 1:350) sowie die Klassiker von WEM „Askold“ und „Tiger“ in 1:700.

Die Bemalung mit Acrylfarben war knifflig, und das Schiffchen sieht mit unbewaffnetem Auge besser aus – aber das ist bei mir eigentlich immer der Fall ... Das Holzdeck wurde mit einem Washing aus Humbrol-Verdünnung und Künstlerölfarbe charakterisiert; ebenfalls aus Ölfarbe erhielt das Modell ein paar Rostflecken und Gebrauchsspuren. Die Masten entstanden aus Messingdraht, das Segel aus Zigarettenpapier, die Topplichter aus Stückchen von Lötzinn, die Takelung aus Angelfaden der Firma UNI.

Die Kennung ist Fantasie und hat persönliche Bezüge, sie wurde aus Abreibebuchstaben angebracht.

Frank Spahr