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Revell: Dornier Do-228-212 1/72 Drucken
Freitag, 10. Juli 2009 um 07:00

Seitentitel

Modell: Dornier Do-228-212 LM Marine Patrol
Hersteller: Revell
Maßstab: 1/72
Material: Spritzguss
Art.Nr.: 04287
Preis: ca. 10,- Euro

Das Original

Eine kleine Übersicht über das Flugzeug kann man sich in einem früheren Review oder bei wikipedia ansehen.

Der Bausatz

Mit diesem Bausatz hat Revell nach gut 10 Jahren eine Wiederauflage der Do228 herausgebracht, die im Moment bei der deutschen Marine als Verbindungsflugzeug und Ölaufklärer im Einsatz ist.

Revell hat dafür die Formen 1:1 in die Maschinen eingespannt, so dass man die gleichen Gießäste wie circa im Jahr 2000 bekommt. Zum Lieferumfang gehören zwei weiße sowie ein klarer Gießast. Außerdem liegen die Bauanleitung und ein Decalbogen bei.
 

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Der erste weiße Ast enthält die Rumpfhälften, die Triebwerksgondeln und das Höhenleitwerk. Bis auf zwei, drei kleine Stellen sind die Formen noch soweit intakt, dass sich an den Bauteilen keine Fischhäute bilden und auch die erhaben ausgeführten Oberflächendetails sind noch einwandfrei. Leider sind die seitlichen Lüftungsschlitze an den Triebwerksgondeln nach wie vor geschlossen dargestellt, so dass man diese beim Bau ändern muss.

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Die restlichen Anbauteile und die Tragflächen befinden sich auf dem zweiten weißen Spritzling. Dazu gehören neben den erwähnten Teilen für die Tragflächen eine Bodenplatte, Rotoren, Teile für ein rudimentär eingerichtetes Cockpit und das Fahrwerk. Die Tragflächen zeigen wieder erhabene Oberflächendetails und bis auf ein paar kleine Stellen an den Propellern ist auch an diesem Gießast keine Fischhaut zu finden.


Abschließend noch ein Blick auf die Klarsichtteile. Diese sind separat verpackt, so dass sie keinen Schaden nehmen können. Sie sind schlierenfrei und auch ohne Sinkstellen, Blasen etc.. Einziger Kritikpunkt ist das etwas dicke Material und eine kleine Fischhaut an der vorderen Cockpitverglasung.

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Nachfolgend kann man einen kleinen Blick auf die erhabenen Oberflächendetails der Tragflächenoberseite werfen.

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Decals

Die Decals sind auf einem Bogen untergebracht und bieten die Möglichkeit zwei verschiedene Versionen zu bauen. Zum Einen die Version der deutschen Marineflieger vom MFG 3, zum Anderen eine Version der niederländischen Küstenwache. Sie sind auf einem sehr feinen Trägerfilm gedruckt und weisen keinen Versatz auf. Ein besonderer Blickfang sind die Aufkleber des Cuxhavener Havariekommandos.

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Die Anleitung

Die Anleitung ist in revelltypischer Manier gefertigt. Nur dass sie senkrecht zu verwenden ist. In 29 Arbeitschritten wird der Bau des Flugzeuges gezeigt. Revell weist auch auf ein Zusatzgewicht für den Bug hin, wenn man das Flugzeug auf seinem Fahrwerk darstellen will. Will man diese Option nutzen, sollte man die Bauschritte 26 und 27 nach dem Schritt 13 vollziehen, so dass das Flugzeug dann auch die ganze Zeit auf seinem kpl. Fahrwerk steht und nicht während der Zeit von 14-22 nur das Bugfahrwerk montiert ist. Die letzten beiden Schritte sind die Seiten mit den Lackierhinweisen und den Positionen der Decals.

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Fazit

Die Do-228 ist ein Flugzeug, dass man nicht auf jeder Ausstellung zu sehen bekommt und auch noch einen zivilen Charakter verströmt. Auf dem Zubehörmarkt finden sich sicher weitere Decals, um aus dieser Maschine eine reine Zivilmaschine zu machen, so dass man etwas ganz Außergewöhnliches sein Eigen nennen kann.
Leider hat Revell bei diesem Bausatz wieder keinen Ölsensor beigepackt, so dass für die Darstellung dieses Sensors Scratch-Bau angesagt ist. Auch ist außer dem spartanischen Cockpit nichts Weiteres für die Inneneinrichtung dabei.

Trotz dieser kleinen Mankos ist der Bausatz

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und durch seinen einfachen Aufbau für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene geeignet, bietet er doch genug Möglichkeiten das Modell durch eigene Umbauten aufzuwerten.
 

Carsten


Wir danken Revell für das Bausatzmuster.