Tipps, Tricks & Werkzeug » Tipps, Tricks & Werkzeug » Tipps & Tricks für Plastikmodelle
| Realistische Wasserflächen einfach gemacht |
|
| Mittwoch, 05. Januar 2005 um 16:14 |
|
Was braucht man?Die Frage nach realistischen Wasserflächen stellt sich jedem Schiffsmodellbauer immer wieder. Es gibt unterschiedliche Tips und Techniken. So hat Stefan auf dieser Seite ja schon eine Methode vorgestellt. Das Problem ist immer: Wasser ist nicht nur ein lebendiges Medium, es ist auch transparent und hat eine große Tiefenwirkung. Im Bedarfshandel für Profimodellbauer gibt es eine fertige Wasserfläche von Norsemen, die all diese Voraussetzungen erfüllt. Ein teures Teil. Doch das kann man selbst auch hinkriegen - und sogar ganz einfach und preiswert.
Los geht'sAls erster Arbeitsschritt wird der Umriß des Schiffsrumpfs auf ein Stück Pappe übertragen. Ich verwende üblicherweise die Einlagepappen von GMM-Fotoätzsätzen. Sie sind einen guten Millimeter stark und beinahe so fest wie eine Styrene-Platte. Schablone
BasisJetzt kommt die eigentliche Wasserfläche an die Reihe. Als Basis verwende ich gern Styroporplatten. Da kann man Verpackungsreste nehmen oder sich für etwa 50 Cent einen halben Quadratmeter im Baumarkt kaufen. Das reicht dann für lange Zeit, jedenfalls bei Schiffen in 1:700. Mit Hilfe der Schablone wird festgelegt, wie das Schiff später auf der Platte stehen soll. Anschließend markiert man die Lage grob mit einem Bleistift auf dem Styropor und legt die Schablone beiseite. Die Malerei beginntWasser hat die unterschiedlichsten Farben, je nach Sauerstoffgehalt, Temperatur und Wärme. Das geht vom Blauschwarz des Atlantik bis zum fast grünen Wasser des Pazifik. SilikonWenn die Farben durchgetrocknet sind, was etwa nach einer halben Stunden der Fall sein dürfte, wird die Schablone wieder aufgelegt. Jetzt kommt das Silikon zum Einsatz. Ich habe mir ganz einfache Qualität im Baumarkt besorgt, in meinem Fall Obi. Von dem Zeug werden nun einfach Würste neben der Schablone auf die Fläche gegeben. Anschließend wird das Silikon mit dem Sprachtel verteilt und zwar so, dass die Schablone mit zugesprachtelt wird. Nimmt man die Stärke der Schablone als Maßstab, muß man also etwa einen guten Millimeter Silikonmasse auf die Platte spachteln. Der Spachtel sollte nicht zu schmal sein, denn je gleichmäßiger die Masse verteilt wird, umso besser ist anschließend das Ergebnis. WellenSobald das Silikon aufgespachtelt ist, können die Wellen eingearbeitet werden. Ich benutze dazu einen alten Teelöffel. Damit wird leicht auf die Silikonfläche getupft und man erhält die schönsten Wellen. Man sollte sich damit nicht allzu viel Zeit lassen, denn die Silikonmasse wird schnell zäh und entsprechend zäh wird es dann auch mit den Wellen im Pudding. Ausschneiden der SchabloneWenn die Silikonmasse durchgetrocknet ist, sie braucht etwa eineinhalb Stunden, wird die Schablone sauber mit dem Cutter herausgetrennt. Dazu braucht man einfach nur mit dem Messer am Rand der Schablone entlang zu fahren. Die Schablone nimmt man heraus und kann sie für ein neues Projekt aufheben. Mitten in der Wasserfläche ist nun eine saubere Aussparung, in die das Schiff genau hineinpasst. Bug- und HeckseeDie weiß aufschäumende Bug- und Hecksee des Schiffs sowie die Verwirbelungen an der Seite müssen nun noch hervorgehoben werden. Das geschieht mit mattweißer Modellbaufarbe, ganz gleich welcher Hersteller und ob Acryl- oder Emaillefarben. Einfach einen nicht zu kleinen Pinsel in die Farbe tauchen, leicht abwischen und dann vorsichtig über die Wellenkämme entlang des Schiffsrumpfs pinseln. Den Vorgang so oft wiederholen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Umrandung und SchlussbemerkungenDamit Alles etwas netter aussieht baue ich noch eine Umrandung aus Holzkehlleisten, die passend auf Gehrung geschnitten und dann einfach zusammengeleimt werden. Die Styroporfläche kann mit UHU-Por in die Umrandung geklebt werden. |




























