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Baubericht Hawker Sea Fury 1/72, Teil 7 Drucken
Freitag, 13. Juli 2007 um 02:50
Um die kleine Sea Fury stilgerecht zu prĂ€sentieren, wollte ich sie auf eine flache Platte stellen, die einem FlugzeugtrĂ€gerdeck nachempfunden war. Die aktuelle Arbeit meines Freundes Christian bewog mich aber dann, meine ursprĂŒngliche Idee neu zu definieren. Christian arbeitet an einem Sektionsmodell eines historischen Segelschiffs – sein fantastischer Baubericht befindet sich ebenfalls auf diesen Seiten - und warum soll es nicht möglich sein nicht nur ein FlugzeugtrĂ€gerdeck, sondern ein ganzes Carrier-Segment zu bauen ?
Das Konzept entstand in wenigen Minuten: Ein StĂŒck vom Flugdeck, darunter ein Gang, zwei RĂ€ume und eine Insel mit leichter Flak wollte ich bauen. Mangels echter SchiffsplĂ€ne wĂŒrde es eine Fiktion sein, aber es sollte trotzdem glaubhaft aussehen. In weniger als 3 Stunden entstand der Rohbau.
Carrier1Als Baumaterial verwendete ich 1,5mm Polystyrolplatten und vorgeformte Kunststoffprofile. Die AußenbrĂŒstung besteht aus 0,3mm Material, das sich sehr leicht biegen lĂ€ĂŸt. Die vier Querschotten wurden gemeinsam gefrĂ€st. So war sichergestellt, das der LĂ€ngsgang rechtwinkelig und maßhaltig war. Die eingesetzten Rohrleitungen sind nichts anderes als GieĂŸĂ€ste von alten BausĂ€tzen. Der Schrank ? Ein MKP-Kondensator aus der Elektronikkiste, den ich lediglich mit TĂŒren und einer Sockelplatte aufwertete. Das einzige, komplexere Element, ist die 20mm Oerlikonkanone. Sie besteht aus neun Teilen und ist aus einem Airfixbausatz abgeformt worden.In die AußenwĂ€nde und Bodenbleche gravierte ich Trennfugen, die alle ein Pre-Shading erhielten. Um noch mehr Abwechselung in die glatten WĂ€nde zu bekommen montierte ich T-Profile von Evergreen und bildete aus dĂŒnnem Kupferdraht Stromkabel nach. Das schwere Außenschott ist einer TĂŒr der HMS Belfast nachempfunden.Carrier2In den InnenrĂ€umen wurden zunĂ€chst die Böden in Sprenkeltechnik gebrushed. Mit sehr wenig Luftdruck und abgenommener vorderer Luftkappe werden recht große Farbtröpfchen erzeugt. Verwendet man unterschiedliche Farben auf einem Grundlack kann man von Granit ĂŒber Linoleum bis hin zu Waschbeton viele interessant strukturierte FlĂ€chen erzeugen. Die InnenwĂ€nde erhielten alle ein beruhigendes LindgrĂŒn.Carrier3Anschließend wurden die Außenbereiche bemalt. Der Boden in Dunkelgrau, alle senkrechten FlĂ€chen Hellgrau. Die FlakgeschĂŒtze bekamen breitere Schilde aus 0,3mm Polystyrol, die Lafetten wurden geringfĂŒgig verlĂ€ngert und ich brachte neue Visiere (MK14) an. An die linke Seite setzte ich einen Feuerhydranten mit Löschschlauch. Der Schlauch entstand aus 2k-Spachtel und der Hydrant ist wieder einmal ein StĂŒck Gießast gewesen. Die Rohrverdickung des Ventils entstand durch ErwĂ€rmung und Stauchung ĂŒber einer Kerze und davor klebte ich ein geĂ€tztes Stellrad. Mit Decals aus dem Fundus – Zahlen, Pfeile, Wegmarkierungen - setzte ich ein paar Farbtupfer ohne Anspruch auf AuthentizitĂ€t.Carrier 4Das Flugdeck ist eine Sandwichkonstruktion aus zwei 1,5mm Styrol-Platten. Die dazwischen liegenden „FlachstĂ€hle“ sind schmale HolzstĂ€bchen. Ich baute außerdem noch eine Treppe, um vom Flugdeck auf die GeschĂŒtzplattform zu gelangen. Auf dem Foto erkennt man, das die RĂ€ume bei aufgesetztem Flugdeck sehr dunkel werden. Da ich diverse Kisten und Ersatzteile dort unterbringen wollte, begann ich nun ĂŒber eine Beleuchtungsmöglichkeit nachzudenken.Carrier 5Ich setzte insgesamt 8 weiße Leuchtdioden in die Sandwichdecke, zwei im Außenbereich hinter den GeschĂŒtzen, drei im LĂ€ngsgang, zwei im großen und eine im kleinen Lagerraum. Anschließend alterte ich die RĂ€ume mit einem leichten Washing und positionierte das Mobiliar und die Ersatzteile.Carrier 6Carrier 7Nun wurde das Flugdeck endgĂŒltig aufgeklebt und die Treppe zum Waffendeck montiert. Mit Ölfarbenwashings in verschiedenen Grauabstufungen und Pigmenten in Schwarz, Grau und Rostrot wurden die Außenseiten verwittert. Ganz um Schluß positionierte ich noch einige Figuren auf dem TrĂ€gersegment um die Szene zu beleben.

Lutz
Carrier 8

Ende des Bauberichtes

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