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Hasegawa: F/A-18C "Hornet" (1/72) Drucken
Freitag, 22. Januar 2016 um 06:00

 

17.01.1991 - 25 Jahre Zweiter Golfkrieg (Desert Storm)

 

Seitentitel

Modell: F/A-18C Hornet "Chippy Ho"
Hersteller: Hasegawa
Maßstab: 1/72
Material: Spritzguss
Art.Nr.: D-18
Preis: ca. 14 € (Hannants) oder ca. 8 € (HLJ)

Das Original

Die Hornet war das Standard-Kampfflugzeug der US Navy und Marines für Jagd- und Angriffsaufgaben. Sie hatte allerdings auch ihre Schwachstellen, die mit dem Vergrösserten Nachfolgemuster, der F/A-18E/F "Super Hornet", teilweise ausgebügelt wurden. Bedingt durch die lange und vielseitige Einsatzdauer ist die Hornet ein beliebtes Sujet unter Modellbauern. Wer die ganze Geschichte lesen möchte, erhält beim Wiki-Artikel einen guten Überblick.

Der Bausatz

Hasegawa legt regelmässig ältere Bausätze mit neuen Decals auf, so auch hier. Dieser Bausatz ist eine Wiederauflage des Bausatzes von 1985, was aber grundsätzlich nichts schlechtes bedeutet. Die Schachtel enthält fünf graue plus einen transparenten Giessast. Drei davon sind für die alte Hornet (Version A/B), der vierte Gussast beinhaltet die Teile für die C/D-Versionen (hauptsächlich andere Seitenleitwerke plus diverse Antennenbeulen) sowie ein Gussast mit den Pylonen plus Aussenlasten. Als Aussenlast sind je zwei AIM-7 und AIM-9, drei Zusatztanks sowie zwei Navigations- und Zielbeleuchtungpods dabei. Die AIM-7 Sparrow sind nicht mehr zeitgemäss und sollten durch AIM-120 AMRAAM ersetzt werden. Die Sparrow weisen aber schöne Flossen auf, die nicht einfach platt sind, sondern ein feines Rautenprofil haben. Offensivwaffen sind nicht enthalten, dazu muss man zu den bekannten Zurüstsets greifen, oder man nimmt gleich einen anderen Grundbausatz. Wenigstens sind die typischen Doppelträger, die VER,  dabei. Als plus kann man aus diesem Bausatz auch die älteren Hornets bauen, die beispielsweise im Golfkrieg zum Einsatz kamen.

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Die Detaillierung ist brauchbar, aber man merkt das Alter schon an. Die Gravuren sind sehr fein, dafür eintönig, und es sind keine Nieten dargestellt. Auch sind einige Sinkstellen vorhanden. Was eher negativ auffällt sind die Lufteinlässe - sie enden nach kurzer Strecke und geben das Original nur ungenügend wieder. Auch der Schleudersitz (oder gleich das ganze Cockpit) sollte ersetzt werden. Die Luftbremse kann geöffnet dargestellt werden, die Landeklappen müssen leider oben bleiben. 

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Decals und Versionen

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Der Decalbogen ermöglicht folgende zwei Versionen

  • VFA-195 "Dambusters" der US Navy im November 1998. Dieser CAG-Bird hat auf den Seitenflossen einen Adlerkopf, die Innenseite des Ruders ist grün.
  • VFMA-232 "Red Devils" des US Marine Corps im April 1996

Der Bogen beinhaltet alle typischen Decals der beiden Versionen, bei den Wartungshinweisen hat sich Hasegawa meiner Meinung nach etwas zurückgehalten. Meine erste Hasegawa-Hornet hatte wesentlich mehr davon (allerdings könnten auch die späteren Hornets weniger Wartungshinweise besitzen, da möchte ich nichts behaupten). Der Bogen ist glänzend gedruckt, und das Weiss ist tatsächlich auch weiss.

Die Anleitung


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Diese führt in neun Schritten zum Ziel, Farbangaben sind für Gunze angegeben (plus FS-Ziffern, wo sinnvoll). Hasegawa-typisch ist auch die Waffenbeladung der Hornet angegeben, aber leider sind diese Angaben völlig veraltet und gehören zu einer Hornet A/B! Neuere Waffen wie die JDAM sind gar nicht erwähnt, und an den Rumpfstationen gehört laut Anleitung zwei AIM-7. Hier muss der Modellbauer seine Quellen zu Hilfe nehmen. Eine gute Quelle für Konfigurationen im Golfkrieg findet sich hier.

Fazit

Günstiger Bausatz, nicht mehr ganz auf der Höhe der heutigen Zeit, aber als Basis nach wie vor brauchbar. Dennoch sind Fujimi oder Academy heute zeitgemässer.

alt brauchbar

Alex