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Amerikanisches Jagdbomber Chance Vought F4U-4 Corsair (1/48, HobbyBoss) von Jens Gerber Drucken
Mittwoch, 10. Februar 2016 um 06:00

 

10.02.1951 - 65 Jahre Korea-Krieg

 

Heute vor 65 Jahren, am 10 Februar 1951, verlegte die Staffel VMF-312 der US Marines von Bofu in Japan nach Pusan in Korea, um kürzere Anflugszeiten für ihre Angriffe zu haben (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Im Januar hatte sie Trägerstarts- und Landungen auf dem Geleitträger USS Sicily (CVE-118) trainiert, danach flog sie Angriffe von Bofu aus. Ab März war die Staffel auf dem Leichten Träger USS Bataan (CVL-29) stationiert und flog zahlreiche Angriffe zur Unterstützung der Bodenoperationen und zur Blockade der nordkoreanischen Küste.

Das Original

Die Chance Vought F4U Corsair geht auf eine Ausschreibung aus dem Jahre 1938 zurück. Obwohl die Maschine von den Flugeigenschaften das beste Jagdflugzeug der US Navy war, gelang es der US Navy nicht, die Corsair trägertauglich zu machen. Deshalb wurde die Corsair ab 1943 von den US Marines mit Erfolg als Jäger und Jagdbomber von Landbasen aus eingesetzt. Erst als die britische Royal Navy die Corsair so modifizierte, dass sichere Landungen auf Trägern möglich waren, wurden Corsair im zunehmenden Umfang auch von der US Navy als Jäger und Jagdbomber eingesetzt. Auch Staffeln der US Marines wurden von Trägern eingesetzt.

Corsair wurden auch noch im Koreakrieg eingesetzt, französische Corsair auch in Indochina, Suez und Algerien. Die letzten Einsätze flogen honduranische und salvadorianische Corsair im sogenannten Fußballkrieg 1969.

Die Chance Vought F4U-4 Corsair war 10,2 m lang, hatte eine Spannweite von 12,5 m und ein maximales Startgewicht von 5,6 t. Mit ihrem 2380 PS starken Sternmotor erreichte sie eine Höchstgeschwindigkeit von 387 kn (717 km/h). Die Besatzung setzte sich aus einem Mann zusammen. Die Bewaffnung bestand aus sechs 1,27 cm-Maschinengewehren sowie acht 12,7 cm-Raketen oder 1,8 t Bomben.

Das Modell

Das Modell ist die F4U-4 96845, WS/18 der VMF-312 auf USS Sicily, wie sie 1951 für den Koreakrieg vorbereitet wurde.

Dies ist meine erste Corsair, die ich aus dem Hobby Boss-Bausatz gebaut habe. Der Preis hatte mich immer abgeschreckt, aber dann konnte ich einen günstiger erwerben. Als Plus würde ich dem Bausatz aber nur den Motor anrechnen wollen. Er weist grobe Fehler auf, so die gekappten Flächenenden ohne dass die Randbögen im Bausatz zu finden wären. Der Sitz, absolut aus der Form, hatte ich durch einen von Ultracast ersetzt. Wenn man einen 30 Euro-Bausatz schon mit Geld verbessert, dann sollten auch die Räder von Ultracast dabei sein. Die Waffenrohre sind zu kurz gehalten, aber in Korea hatten auch die Corsair eine Abdeckung auf der Flügelkannte. Somit kann man das verstecken oder durch Master Messingrohre ersetzen (Kanülen mit 0,8er Durchmesser machen es dann auch). Die Auspuffenden schauen mehr wie Nähnadeln aus, aber da hat dann Quick Boost Abhilfe. Über die Passung würde ich nicht klagen, die ist Oberliga und kann den tamiyatischen Anforderungen Paroli bieten.

Das Deckbild zeigt die richtige Farbgebung für die Klapperschlangen-Version. Auf dem Farbschema im Karton fehlt der silbrige Abschluss der Kühlklappen.

Dies ist ein echter Bausatz für ein Wochenende. Wer mehr will, kann mehr haben und darf dann auch mal länger an der Werkbank verweilen.

Jens Gerber

(Text über Original von Lars)