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Special Hobby: Jagdflugzeug IMAM Ro.44 (1/48) Drucken
Freitag, 06. November 2015 um 06:00

Deckelbild

Modell: IMAM (Romeo) Ro.44 “Italian Float Fighter”
Hersteller: Special Hobby
Maßstab: 1/48
Material: 76 Plastikteile, 17 Resinteile und 41 Fotoätzteile
Art.Nr.: SH 48 140
Preis: 37,5 €

Das Original

Die IMAM Ro.44 war das Jagdeinsitzer-Derivat des IMAM Ro.43 Seeaufklärers. Der Erstflug des neuen Musters fand ein Jahr nach Fertigungsbeginn der Ro. 43 im Oktober 1936 statt. Während die IMAM Ro.43 "nur" einige schwerwiegende Probleme hatte, war die IMAM Ro.44 ein vollkommener Fehlschlag.

Für die Verwendung als Jäger wurde der Rumpf zu einem Einsitzer umgebaut und zwei starre 12,7 mm Breda Safat MG stellten die einzige Bewaffnung dar. Zwar war die Ro.44 in der Luft ein klein wenig agiler als die Ro.43, litt aber unter der gleichen Seeuntüchtigkeit und konnte somit von Anfang an nicht mit den aktuellen Mustern der potentiellen Gegner mithalten, da sie auch noch viel zu langsam war. Sobald dies offensichtlich geworden war, wurde der Fertigungsauftrag beschnitten und nur 35 der bestellten 51 Ro.44 fertiggestellt. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges dienten sieben Maschinen bei der 161. Squadriglia in der Ägäis, wurden aber sehr schnell aus dem Einsatz genommen und Seefliegerschulen zugeteilt, wo sie aufgebraucht wurden. Einige Exemplare wurden zur Flucht ins faschistische Spanien benutzt und dort noch einige Zeit unter spanischer Flagge weitergeflogen.

Technische Daten
Besatzung: 1
Länge: 9,72 m
Spannweite: 11,58 m
Höhe: 3,51 m
Leergewicht: 1.674kg
Startgewicht (max.): 2.226 kg
Motor: 1 x Piaggio P.X.R. mit 520 PS
Geschwindigkeit (max.): 311 km/h
Reichweite: 1.199 km
Dienstgipfelhöhe: 7.000 m
Bewaffnung: 2 x Breda Safat 12,7mm Maschinengewehre

Der Bausatz

Italienische Flugzeugtypen sind ja eher selten im Plastikmodellbau, aber italienische Seeflugzeug sind noch seltener, was sicher auch an dem geringen Käuferinteresse liegt. Nur ein Kleinserienhersteller wie eben Special Hobby kann sowas in 1/48 realisieren. Dies gilt im Besonderen für ein Flugzeug, das in nur geringer Stückzahl gebaut wurde.

Der Bausatz verwendet logischerweise einen Grossteil der Bauteile, die auch schon bei der Ro. 43 Verwendung finden (siehe Bausatzbesprechung). Natürlich mussten neue Rumpfhälften und auch eine neue Verglasung erstellt werden, aber das war es im Grunde schon. Alle weiteren Spritzlinge sind mit der Ro.43 identisch, nur dass man diverse Teile eben nicht andere dafür nun doch benötigt. Hier werden nur die unterschiedlichen Teile gezeigt:

Bei den Resinteilen finden sich zwei größere MG, denn die Ro.44 hatte zwei starre 12,7 mm und nicht die leichten 7,7 mm MG.

Die Fotoätzteile

Die Anzahl der Ätzteile ist natürlich auch geringer, da das Gurtzeug für den Beobachter/Funker wegfällt.

Abziehbilderbogen

Der Markierungsbogen liefert Markierungen für eine Maschine der 161. autonomen Seejäger-Staffel, die 1941 auf Rhodos stationiert war. Sie hatte auch die bei italienischen Seeflugzeugen so häufigen roten Strahlen auf der oberen Tragfläche. Die zweite Maschine gehörte 1939 zur 166. autonomen Seejäger-Staffel in Vigna di Valle am Bracciano-See. Sie verfügte nicht über die typischen roten Strahlen und führte lediglich zwei blaue Pfeilspitzen zu beiden Seiten der Motorverkleidung.

Die Anleitung

Fazit

Kleinserienbausätze sind generell eher was für geübte Modellbauer. Das ist hier nicht anders. Der Bausatz ist als Einsitzer natürlich nicht so detailreich, wie der zweisitzige Ursprungsbausatz, bietet aber dennoch einiges an Bastelspaß. Dieses Produkt ist für erfahrene Modellbauer

alt sehr empfehlenswert

Olaf Krabbenhöft

Wir danken MPM für das Bausatzmuster