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Chance Vought F4U-1 „Birdcage“ Corsair (Tamiya, 1/48) von Thomas Braun Drucken
Mittwoch, 24. Juni 2009 um 07:00

Corsair

Diese Maschine wurde unter anderem auch als trägergestütztes Flugzeug im Pazifikkrieg benutzt. Die von mir gewählte Ausführung der VF-17 war an Bord der USS Bunker Hill. Der Bausatz ist ein alter Bekannter aus dem Sortiment von Tamiya. Außerdem wurde der Zurüstsatz der Firma Aires verbaut. Er enthält Resin-Bauteile für Cockpit, Rad- und Waffenschächte und den Motor mit den dazugehörigen Aggregaten und Abdeckhauben. Zusätzlich liegen noch ein Bogen Ätzteile, Drahtmaterial und ein Film für die Instrumente bei. Die Figuren stammen von Verlinden. In dieser Schachtel waren auch die geätzten Werkzeuge, Ölkannen und Eimer beigelegt. Als Flugdeck habe ich das Resin-Deck von JPS (Just Plan Stuff) verwendet, das in einen passenden Bilderrahmen geklebt wurde.

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Der Bau dieses Modells war für mich die erste Erfahrung mit einem Resin-Umbausatz für ein Flugzeug. Die Schleifarbeiten waren extrem. Bis das Cockpit und die Schächte in das Modell passten, konnte man gegen eine Lichtquelle fast durch das Plastik sehen. Dafür ist die Detaillierung sehr gut. Ob Leitungen, Streben oder die Oberflächenstruktur der Haubenteile, alles ist fein graviert. Die Größe und Passform einiger Bauteile und Ätzteile haben aber doch noch sehr viel Nacharbeit erfordert.

Lackiert wurde das Modell mit Farben von Gunze (H11,54,56,58), nur das Zinkchromat der Schächte stammt von Tamiya (XF-4). Zur Handbemalung benutzte ich Revell Aqua-Color- und Vallejo-Farben. Die Blechstöße wurden dunkel vorschattiert und das Washing erfolgte mit verdünnter Ölfarbe. Der Klarlack ist von Modellmaster (2/3 Matt und 1/3 Glanz) und ergibt eine schöne Oberfläche. Die dünnen und gut zu verarbeitenden Decals wurden zwischen zwei Schichten Future gelagert. Zum Abschluss habe ich noch ein paar Pigmente aufgebracht und die Antenne aus unsichtbarem Nähgarn angeklebt.

Die Figuren wurden mit Tamiya „Buff“ grundiert und dann mit Vallejo-Farben weiter bemalt. Der Tisch aus Plastikkarte scratch gebaut und die Tücher aus „Tempo“-Taschentüchern geformt.

Das Flugdeck erhielt nach einer Grundierung eine Schicht Dark-Yellow. Danach wurde die Holzstruktur mit Ölfarbe aufgebracht. Die Metallschienen sind mit Metallpolierfarbe Dark-Iron gebrusht worden. Die Flugdecks sind, soviel ich weiß, im Krieg zu Tarnzwecken in Grautönen lackiert gewesen. Mir gefiel die „noch“ hölzerne Ausführung aber besser.

Thomas Braun