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U-Boot Type 206A, Bemalungsbaubericht von Rolf Karotka, Teil 2 - Detailbemalung Drucken
Montag, 02. Februar 2009 um 07:00

Im nächsten Schritt habe ich ein helles Grau benutzt (Gunze H307) und schon mal einige Stellen ungleichmäßig bearbeitet. Kommt leider nicht ganz so deutlich rüber, aber ich denke man kann es erkennen.

Damit das Boot nicht nur braun wirkt, kommt als nächstes ein dunkles Grau zum Einsatz. (Gunze H68) Ich muss eine gesunde Mischung zwischen braun und grau erreichen, weil auf den Original Bildern das Boot sowohl in grau, als auch in  braun schimmert. Je nach Lichteinfall. Wenn das Boot nass ist, wirkt es nur noch dunkelgrau. So sieht es nun aus.

Wie man sieht habe ich das Boot etwas streifig bemalt. Das ist so gewollt und ist auf den Bildern die mir zur Verfügung stehen auch so zu sehen.

Als nächstes habe ich die Bereiche auf denen gegangen wird (wie nennt sich das bei Booten?) abgeklebt und mit Gunze Reifenschwarz bemalt.

Beim nächster Schritt sprühe ich eine Schicht Klarlack auf, um die Decals aufzubringen. Warum jetzt? Ganz einfach, das Boot wird nun weiter bearbeitet und gealtert, da gehören die Decals natürlich dazu. Sieht ja nicht so dolle aus, wenn die Decals neu erscheinen und das Boot gebraucht.

Durch den Klarlack ist die Farbe nachgedunkelt und ist schon fast fertig. Sie ist braun/grau und man erkennt die feinen Abstufungen. Nun werden die Kleinteile angemalt und noch einige Tupfer am Boot angebracht. Ein Washing ist nicht mehr nötig, da das Vorschattieren noch ausreichend durchscheint.

Hier nun ein paar Alterungsspuren, mit Ölfarbe gemacht.(Schminke, Umbra gebrannt und etwas Schwarz) Dazu habe ich etwas Ölfarbe in Laufrichtung aufgebracht und leicht antrocknen lassen. Dann habe ich mit einem trockenen Pinsel etwas Farbe wieder abgetragen. Am Turm kann übrigens sehr schön das Vorschattieren erkennen.

Da die Boote recht matt rüber kommen, habe ich mal eine Schicht Mattlack aufgebracht. Grande Maleuer! Viel zu matt! (das Bild gibt es leider nicht ganz so wieder)

Tja nun heist es Fehler beheben.
Mit Micromeshtüchern hab ich das Boot angeschliffen, so dass das Matte verschwindet. Dann eine Schicht Seidenmatt drauf und weg war der Fehler. Eigentlich wusste ich ja wie matt der Humbrol Klarlack wird, aber nein ich musste es ja trotzdem machen….

Nun denn, weiter mit Alterungsspuren, da die Boote wohl öfters mal nicht gebraucht werden, bildet sich ein schöner Wasserrand rund um das Boot, das habe ich hier versucht darzustellen. (GunzeH325)
Gleichzeitig habe ich die Laufflächen etwas aufgehellt.

Als nächstes habe ich alles wieder abgedämpft und zwar mit Smoke (GunzeH95). Dann noch etwas RLM74 (GunzeH68) und ein wenig Ultramarinblau von Schminke. Alle Farben sehr stark verdünnt.

Und so sieht es bis hier aus.


Abschließend noch zwei Bilder mit Kleinteilen und fertigen Ständer.Wenn ich damit zufrieden bin, kommt die Deutschlandfahne drauf.

Ich hoffe der Bericht hat etwas gefallen und es war etwas Nützliches dabei. Das dies nicht Die einzig mögliche Vorgehensweise ist, ist natürlich klar. Wie war das, viele Wege führen nach Rom. Aber was soll ich da?

Hundertprozentig bin ich nicht zufrieden, aber ich habe ja noch zwei U-Boote.

Rolf Karotka