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Siebelfähre/Pionierlandungsfähre 1/72 von Michael Kayser Drucken
Samstag, 19. April 2008 um 22:46


Auch die Siebelfähre wurde für die Englandinvasion entwickelt. Sie bestand aus zwei Flusskähnen über welche eine Plattform gelegt wurde. Je nach Verwendungszweck kam ein Aufbau in die Mitte, drum herum 3-4 Flakgeschütze 8,8cm oder wie hier ein Aufbau am Heck mit 2 x 2cm Vierling Flakgeschützen
Im Bereich der Nordsee, Ostsee, schwarzes Meer und des Mittelmeeres kamen die Pionierfähren zum Einsatz. Neben der reinen Fährtätigkeit wurden auch Personen-, Munitions- und Treibstofftransporte durchgeführt. In der Nachkriegszeit kamen einige Fähren auch als Flussfähren u.a. auf dem Rhein zum Einsatz.
Den Bauplan habe ich aus einer uralten ModellFan. Weitere Infos zu diesem Schiffstyp fand ich in:

  • Schiffe der dt. Kriegsmarine

  • Plattbugkreuzer

  • ModellFan

  • Marinearsenal




Das Modell sollte von vornherein als Wasserlinienmodell erstellt werden. Die verwendeten Materialien sind Pappe, Kunststoffplatten 0,5 und 1,0 mm, Messingdraht, Furnierholz, Klarsichtfolie, Papiertaschentuch, Bindfäden und Diabolos.
Vorgefertigte Teile sind: die Flakgeschütze, 4 Lüfter, 6 Doppelpoller, 4 Rettungsringe, 1 Schiffshorn, 1 Schiffsmast (Reste aus der Bastelkiste), 1 Pionierboot (ROCO 1:87), Relingstützen, Anker, Leitern sowie die Beladung (KFZ).


Beide Rümpfe wurden aus Zeichenkarton in Spantenbauweise gebaut. Die Verbindung der Rümpfe wurde, wie im Original, mit Kanthölzern erstellt. Rührstäbchen und Funierholz dienen der Beplankung, die Aufbauten sind aus Kunststoffplatten hergestellt. Die Ankerwinden bestehen aus Kunststoff, Messingdraht und Diabolos. Beide Niedergänge wurden aus Kunststoff gefertigt. Für die Kräne am Bug der Rümpfe habe ich Spritzgussäste benutzt.
Papiertaschentuch und verdünnter Weisleim ergeben bei richtiger Anwendung einen hervoragenden Spritzschutz, alte Silberschmuckkettchen dienen als Ankerketten. Der Sturmbootmotor ist ein Eigenbau aus Spritzgussästen, Messingdraht und Resten aus der berühmten Bastelkiste.
Litzendraht in einer Bohrmaschine eingespannt und bis zum Reißen gedrillt ergibt echt aussehende Stahlseile. Bindfäden dienen zum Abspannen der Masten, aus Paketband wurden dicke Taue.


Die Beladung besteht aus:

1. StuG 4 Revell mit ergänztem Zubehör u.Tarnnetz
2. SoKfz 2 Esci Priegel, Blendschutzhülle, Frontfenster
Kurbel / Mann an der Kurbel
3. Flakanhänger Milicast
4. SoKfz 251/6 Esci geöffneter Hecktür
5. BMW 75R mit Fujimi Anhänger (Matchbox)
Beiwagen
6. 1to Zugkraftw. Esci umgebaut als Mun. Transporter für mitgeführten
7. Do Werfer Idai
8. Schwimmkübel Hasagawa

Die Bauzeit betrug ca 6 Monate.
Für Fragen und Anregungen stehe ich gern zur Verfügung
Michael Kayser