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Japanisches Küstenwachschiff PL-05 Hakata 1/700 von Arne Zocher Drucken
Mittwoch, 09. Mai 2007 um 21:07
PL-05 Hakata von Arne Zocher

Das Original


(Auszugsweise aus Stefans Bausatzvorstellung)
Die 1948 gegründete japanische Küstenwache überwacht ein Seegebiet das zwölfmal größer ist als die eigentliche Inselfläche. Aus diesem Grund werden große, leistungsfähige und sehr seetüchtige Schiffe benötigt.
Die Hakata wurde 1998 als viertes Schiff der Erimo-Klasse fertiggestellt.
Dieser Schiffstyp ist zwar mit einer 35 mm-Maschinenkanone und einem 20 mm-Maschinengewehr bewaffnet, das Hauptaugenmerk bei der Ausrüstung und Konzeption dieser Schiffe lag aber bei der Seerettung und dem Katastrophenschutz. Das sehr große, freie Achterdeck ermöglicht auch schweren Hubschraubern die Landung.
Einsatzverdrängung: 2006 t
Länge: 91,50 m
Breite: 11,00 m
Tiefgang: 6,40 m
Antrieb: 2 x Dieselmotoren auf zwei Wellen
Leistung: 70.000 PS
Geschwindigkeit: 20,0 kn
Reichweite: 3.044 Seemeilen
PL-05 Hataka von Arne Zocher

Das Modell


Eine Bestellung bei hlj.com stand an. Spezielle Farbe für ein Projekt musste beschafft werden und so ergab sich noch etwas Platz im Versandkarton. Da kam die gerade erschienene Bausatzvorstellung von Stefan gut zu pass und "schön schnittig" sieht die Erimo-Klasse ja auch aus. Es wurde dann das Schwesterschiff: PL-05 Hakata inkl. PE-Teilen mitbestellt. So kam ich überhaupt zu diesem Modell welches dann auch kurz darauf geliefert wurde.
Ein erster Blick in den Karton sagte mir: Och wie niedlich ist das denn......aber erstmal am eigentlichen Projekt weiterarbeiten. Diese "Weiterarbeit" endete in einem kleinen Fiasko.......und mein verzweifelter Blick fiel auf den Karton der Hakata. Dann bei genauer Betrachtung der fein detaillierten und sauber gegossenen Teile ertappte ich mich bei ersten Arbeitsschritten am Modell. Die hohe Passgenauigkeit machte mir richtig Freude beim Zusammenbau. Lediglich die Trennlinie zwischen Über- und Unterwasserschiff musste ein wenig verspachtelt werden.


Es sollte eigentlich zur Entspannung rein aus der Schachtel gebaut werden. Dieser Versuch misslang wiederum. Bei genauer Betrachtung des Kartonbildes entdeckte ich noch die Aussparungen für die Festmachleinen. Mit dem Handbohrer wurden diese an den entsprechenden Stellen aufgebohrt. Einige Bullaugen wurden ebenfalls aufgebohrt. Die 35 mm-Kanone erhielt ein Geschützrohr aus einer passend abgelängten Spritzenkanüle. Das Plastikspritzteil des 20 mm-MG wurde durch ein PE-Teil aus einem WEM-Satz ersetzt.
Da die mitgelieferten Ätzteile leider nicht zur Darstellung aller Relings ausreichen, wurden fehlende von mir aus der Grabbelkiste hinzugefügt. Dabei musste bei der oberen Brücke aus einer Reling die unteren beiden Züge entfernt werden, da diese über ein kleines Schanzkleid läuft. Die Antennen auf dem Oberdeck sind aus gezogenem Kupferlackdraht. Dieser wurde wie die Antenne auf dem Hauptmast mit Edding-Nachfüller lackiert. Der Mast des Radardomes auf dem Hauptmast entspringt ebenfalls der Grabbelkiste, wie auch das Radar auf dem Hauptmast.
PL-05 Hakata von Arne Zocher
Dann erblickte ich die Rotorblätter des großen Bordhubschraubers. Mein einziger Kritikpunkt bei den Plastik-Spritzteilen. Also wieder die Grabbelkiste befragt und es fanden sich passende Rotorblätter. Es mussten zwar aus zwei zusammengeklappten 3-Blatt-Rotoren ein einzelner 4-Blatt-Rotor erstellt werden, aber das sind nur Kleinigkeiten am Rande.
Die Lackierung erfolgte mit der Airbrush unter Verwendung von Farben der Firma Revell und der Firma Tamiya. Die Brückenfenster und der blaue Streifen des Bordhubschraubers wurden mit dem Pinsel "frei Hand" lackiert.
Danach wurde das Modell mit einem Washing aus Ölfarben versehen. Die sauber gedruckten Decals wurden angebracht und das Modell ein wenig mit Pastellkreiden gealtert.
Um einen leichten "semi-gloss" Effekt am Oberwasserschiff / den Aufbauten zu erhalten, wurde in eine feuchte Schicht Glanz-Klarlack eine Schicht Matt-Klarlack eingesprüht. Das Unterwasserschiff wurde nur mit mattem Klarlack versiegelt.
Nach 14 Tagen war der Bau des "Entspannungschiffchen für Zwischendurch" abgeschlossen und hat mir viel Freude bereitet.
Arne Zocher