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Lars Scharff

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Das Original Das französische Polarforschungsschiff L'Astrolabe ist der Nachfolger des gleichnamigen Schiffs von 1986. Während der Vorgänger ursprünglich als Fort Resolution als Versorger für Bohrinseln gebaut wurde, ist die neue L'Astrolabe speziell für ihre Aufgaben entworfen worden. Sie soll einerseits die französischen Forschungsstationen in der Antarktis versorgen und die Forschung dort unterstützen, andererseits ersetzt sie aber auch das Patrouillenschiff Albatros. Von letzterem übernimmt sie die Aufgabe, im Bereich der französischen Süd- und Antarktisgebiete das französische Fischereirecht und andere Gesetze durchzusetzen. Die L'Astrolabe wird deshalb gemeinsam von der französischen Marine, den französischen Süd- und Antarktisgebieten (TAAF) und dem Paul-Émile Victor-Polarforschungsinstitut (IPEV) betrieben. Ursprünglich war geplant hierfür ein weiteres Schiff der d'Entrecasteaux-Klasse (B2M) zu bauen, man entschied sich aber dann für einen eigenen Entwurf, um die notwendigen Eisbrecherfähigkeiten einarbeiten zu können.
Mittwoch, 22. Mai 2019
  01.05.1994 - 25 Jahre Lido II-Vorfall (Operation Sharp Guard)   Heute vor 25 Jahren, am 1. Mai 1994, fing die britische Fregatte HMS Chatham den maltesischen Tanker Lido II in der Adria ab (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die NATO und Westeuropäische Union hatte während des Bosnienkriegs eine Blockade errichtet. Diese wurde von Operation Sharp Guard durchgesetzt, die aus Schiffen und Patrouillenflugzeugen bestand. Der maltesische Tanker Lido II versuchte das Embargo zu durchbrechen und Öl nach Jugoslawien zu bringen. Sie wurde von der niederländischen Fregatte Hr. Ms. Van Kinsbergen und der britischen Fregatte HMS Chatham abgefangen und von einem niederländischen Enterkommando gestoppt. Jugoslawische Schnellboote der Končar-Klasse versuchten die beiden Fregatten daran zu hindern, die Lido II aufzubringen, wobei eines versuchte die Chatham zu rammen. Die Schnellboote wurden schließlich zum Rückzug gezwungen und die Lido II nach Italien eskortiert.
Mittwoch, 01. Mai 2019
  26.04.1919 - 100 Jahre Meuterei auf der Waldeck-Rousseau   Heute vor 100 Jahren, am 26. April 1919, meuterte die Besatzung des französischen Panzerkreuzers Waldeck-Rousseau in Odessa (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Der Panzerkreuzer war Teil der Intervention des westlichen Siegermächte des Ersten Weltkriegs in den Russischen Bürgerkrieg. Zahlreiche Schiffe waren in der Ostsee, Pazifik und Schwarzen Meer beteiligt und unterstützten dort die Weißen. Viele der Besatzungen wollten sich nicht in der Intervention beteiligen, wobei eine Mischung aus politischen Gründen (das Aufkommen der kommunistischen Parteien im Westen) und Unzufriedenheit über die Lebensbedingungen an Bord und die fehlende Demobilisierung nach Ende des Ersten Weltkriegs eine Rolle spielten. Es gab in mehreren der beteiligten Marinen meuterei-ähnliche Vorkommnisse. Den größten Umfang nahmen Meutereien 1919 in der französischen Flotte im Schwarzen Meer an. Insbesondere junge Rekruten aus den industriellen Teilen Frankreichs, also wohl mit Kontakten zu Gewerkschaften und der kommunistischen Partei, spielten eine führende Rolle. U.a. meuterten am 19. April die Besatzungen der Schlachtschiffe France und Jean Bart. Zahlreiche weitere Meutereien folgten, u.a. die der Besatzung der Waldeck-Rousseau. Im Juni 1919 meuterten auch diverse Besatzungen von in Frankreich stationierten Schiffen. Im Gegensatz zu Russland 1917 und Deutschland 1918, wo die Meutereien der Matrosen eine starke Rolle in der Februar-, Oktober und Novemberrevolution spielten, führten sie in Frankreich trotz eines Generalstreiks in Paris im Mai 1919 nicht zu einer Revolution. Die Meuterei auf der Waldeck-Rousseau endete nach vier Tagen.
Freitag, 26. April 2019
Das Original Das  Jagd-U-Boot USS Tinosa (SSN-606) war eine von 15 Einheiten der 1958-67 gebauten Tresher-Klasse, die nach dem Untergang der Tresher oft nach dem zweiten Schiff der Klasse, der Permit, benannt ist. Mit der Tresher-Klasse erreichte die US Navy zehn Jahre nach dem ersten atomgetriebenen U-Boot, der Nautilus, die Standardform ihrer Jagd-U-Boote. Der Rumpf war nicht mehr tropfenförmig wie bei der Skipjack-Klasse, sondern mehr langgezogen. Vorne im Bug wurde der Sonar angeordnet, so dass die Torpedorohre weiter achtern angeordnet werden mussten. Um trotz des größeren Rumpfs die gleiche Geschwindigkeit wie die Skipjack-Klasse zu erreichen, fiel der Turm sehr klein aus. Dies erwies sich nachteilig, da so weniger Ausfahrgeräte untergebracht werden konnten und der Betrieb der Boote über Wasser schwierig war.
Dienstag, 02. April 2019
Das Original Das niederländische Patrouillenschiff Zr. Ms. Zeeland (P841) ist eines von vier 2008-13 gebauten Schiffen der Holland-Klasse. Der Entwurf geht auf eine Studie von 2005 zurück, in der vorgeschlagen wurde, vier der Fregatten der M-Klasse (Karel Doorman-Klasse) zu verkaufen, um mit dem Erlös und den Einsparungen an Betiebskosten die Minenräumfähigkeit der niederländischen Marine wiederherzustellen, einen Versorger zu bauen und vier spezielle Patrouillenschiffe zu bauen. Letztere sind speziell dafür gedacht, die niederländischen Hoheitsansprüche in der Nordsee und Karibik durchzusetzen sowie um Patrouillen gegen Piraten durchführen zu können.
Donnerstag, 21. Februar 2019
Das Original Die indonesische Fregatte KRI Raden Eddy Martadinata (331) ist das Typschiff einer Klasse, die auf dem Typ SIGMA 10514, einem der SIGMA-Entwürfe (Ship Integrated Geometrical Modularity Approach), beruht. Das SIGMA-Konzept der niederländischen Damen-Werft ähnelt dem deutschen MEKO-Konzept. Sowohl der Rumpf als auch die Bewaffnung und andere Ausrüstung ist modular angelegt und kann so leicht den Bedürfnissen der jeweiligen Marine angepasst werden. Die Spannweite der Sigma-Entwürfe reicht von Schnellbooten bis Fregatten.
Donnerstag, 17. Januar 2019
  22.12.1978 - 40 Jahre Beagle-Konflikt (Operation Soberanía)   Heute vor 40 Jahren, am 22. Dezember 1978, hatte die chilenische Marine im Beagle-Kanal eine große Flotte zusammengezogen, um eine drohende argentinische Invasion abzuwehren (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Dies war der Höhepunkt des sogenannten Beagle-Konflikts. Der Konflikt entzündete sich an der Frage der Grenzziehung zwischen Chile und Argentinien im Süden Feuerlands. 1977 hatte ein internationales Schiedsgericht, das von Chile und Argentinien angerufen worden war, zugunsten Chiles entschieden. Argentinien weigerte sich den Schiedsspruch anzuerkennen und plante für den 22. Dezember 1978 eine Invasion Chiles (Operation Soberanía). Die argentinische Marine sollte Truppen auf den Inseln Freycinet, Hershell, Deceit, Wollaston, Picton, Nueva und Lennox anlanden, um so die Kontrolle über den Beagle-Kanal zu erlangen. Außerdem sollten Truppen über die Anden an weiteren Stellen in Chile einmarschieren. Chile war sich der drohenden Gefahr bewusst und hatte u.a. seine Flotte im Beagle-Kanal gesammelt. Die argentinischen Schiffe waren bereits auf See, als sie wenige Stunden vor Beginn des Angriffs zurückbeordert wurden. Die argentinische Regierung akzeptierte eine Vermittlung durch den Papst - und marschierte dann 1982 stattdessen auf den Falklandinseln ein, was zum Falklandkrieg mit Großbritannien führte. Eines der am Beagle-Konflikt 1978 beteiligten chilenischen Schiffe war die Fregatte Almirante Lynch.
Samstag, 22. Dezember 2018
  16.12.1578 - 420 Jahre Schlacht von Noryang   Heute vor 420 Jahren, am 16. Dezember 1578, besiegte die koreanische Marine die japanische in der Schlacht von Noryang (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Dies war die letzte Schlacht im Imjin-Krieg, der im japanischen Bunroku-Keichō-Krieg genannt wird. In diesem Krieg fielen die Japaner zwei Mal in Korea ein: eine Ladung erfolgte 1592 und den Japanern gelang es große Teile Koreas zu besetzen. Nach einer Reihe von Siegen der koreanischen Marine unter Admiral Yi Sun-sin gelang es der verbündeten chinesischen Armee die Japaner in den Süden Koreas zurück zu drängen und einen Waffenstillstand zu erzwingen. Die Friedensverhandlungen scheiterten aber und die Japaner landeten 1597 erneut. Wieder gelang es ihnen auf Land Erfolge zu erzielen, auch gelang es der japanischen Marine die koreanische unter unter Admiral Won Gyun in der Schlacht von Chilcheonryang am 26./27. August 1597 zu besiegen. Die koreanische Marine musste danach neu aufgebaut werden, konnte aber, wieder von Admiral Yi Sun-sin geführt, mit einer kleinen Flotte die japanische Marine am 26. Oktober 1597 in der Schlacht von Myongnyang zu schlagen. Die koreanische Marine konnte dadurch die Seeherrschaft erringen und den japanischen Nachschub unterbinden. Die japanische Armee wurde in Festungen in den Süden Koreas zurück gedrängt, wo sie belagert wurden. In der Schlacht von Noryang versuchte die japanische Flotte unter Shimazu Yoshihiro sich mit der Flotte von Konishi Yukinaga zu vereinigen und so aus der Belagerung auszubrechen. Der koreanischen Flotte unter Yi Sun-sin mit der verbündeten chinesischen Flotte unter Chen Lin gelang es aber die Flotte von Shimazu vernichtend zu schlagen. Typische koreanische Kriegsschiffe im Imjin-Krieg waren Panokseon und Geobukseon (Schildkrötenschiffe):
Sonntag, 16. Dezember 2018
  04.12.1578 - 440 Jahre Zweite Schlacht von Kizugawaguchi   Heute vor 440 Jahren, am 4. Dezember 1578, besiegte die Marine von Oda Nobunaga die Marine der Mori in der Zweiten Schlacht von Kizugawaguchi (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Oda Nobunaga war damals der mächtigste Daimyo (Fürst) in Zentraljapan. Im Ishiyama Hongan-ji-Krieg versuchte er die Ikkō-shū zu besiegen, die von den Mori unterstützt wurden. Die Ikkō-shū waren aufständische Bauern, die von einer buddhistischen Sekte geführt wurden. Diesen gelang es im 15. und 16. Jahrhundert in Teilen Zentraljapans die Macht zu übernehmen. Eines ihrer wichtigsten Stützpunkte war die Festung Ishiyama Honganji (wo heute die Burg von Osaka steht). Diese griff Oda mit seinen Truppen 1570 an und begann sie zu belagern. Die Festung wurde aber über See von den Mori versorgt, weshalb Oda versuchte diese Nachschublinien mit einer eigenen Marine zu unterbinden. In der Ersten Schlacht von Kizugawaguchi 1576 konnten die Mori die Flotte Odas unter Kuki Yoshitaka besiegen. Dieser kam aber mit einer zweiten Flotte zurück und konnte die Mori in der Zweiten Schlacht von Kizugawaguchi besiegen. Damit konnte eine Blockade der Festung auch auf der Seeseite errichtet werden, was schließlich dazu führte, dass die Ikkō-shū kapitulierten. Typische japanische Kriegsschiffe der damaligen Zeit waren Kobaya, Sekibune und Atakebune.
Dienstag, 04. Dezember 2018
Das Original Die australische Fregatte HMAS Warramunga (FFH 152) gehört zur Anzac-Klasse, die auf eine Ausschreibung der australischen und neuseeländischen Marine in den 1980ern zurück geht. Ziel war es, ihre Fregatten der River- bzw. Leander-Klasse zu ersetzen. Die Wahl fiel auf den deutschen MEKO 200-Entwurf und es wurden acht Fregatten für die australische und zwei für die neuseeländische Marine bestellt. Sie wurden von australischen und neuseeländischen Werften gebaut. Die australische Marine erhielt Anzac, Arunta, Warramunga, Stuart, Parramatta, Ballarat, Toowoomba und Perth (FFH 150 bis 157). Für die neuseeländische Marine wurden Te Kaha (F77) und Te Mana (F111) gebaut.
Donnerstag, 25. Oktober 2018

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