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Leichter Kreuzer USS Honolulu (1/700)

Das Original

Die USS Honolulu (CL-48) war ein Leichter Kreuzer der Brooklyn-Klasse. Diese Klasse war die Antwort der US-Marine in den 30er Jahren auf die japanische Leichten Kreuzer der Mogami-Klasse und bestand aus neun Schiffen. Die letzten beiden Einheiten, die St. Louis und die Helena wurden aber nach einem etwas geänderten Entwurf gebaut. Alle Kreuzer der Brooklyn-Klasse wurden in den späten 30er Jahren gebaut und in Dienst gestellt.

Die USS Honolulu wurde in der Bauwerft New York Navyyard gebaut. Der Stapellauf fand am 26. August 1937 statt und die Indienststellung erfolgte am 15. Juni 1938.

Nach ihrer Indienststellung diente die Honolulu als Flaggschiff der 9. Kreuzerdivision im Pazifik. Zum Zeitpunkt des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 befand sich die Honolulu im Flottenstützpunkt und erlitt hierbei geringe Beschädigungen. Anschließend sicherte die Honolulu Geleitzüge zwischen den USA, Australien und dem westlichen Pazifik.

Leichter Kreuzer USS Honolulu (1/700)

Ende Mai 1942 verlegte die Honolulu mit der St. Louis und anderen Schiffen in die Gewässer der Aleuten zur TF8. Danach folgte eine Überholung in der Marinewerft Mare Island und ab November 1942 nahm die Honolulu an den Kämpfen in den Salamonen Inseln teil: Nachtschlacht vor Tassafaronga sowie an den Beschießungen von Munda Point/Neugeorgien und Vila/Kolombangara. In der Nacht von 4/5 Juli 1943 deckte die Honolulu als Flaggschiff zusammen mit der St. Louis im Verband der TF36.1 die Landungen im Kula-Golf, und am 5/6 Juli waren die beiden Kreuzer mit ihrer Kampfgruppe sowie die Helena an der Nachschlacht im Kula-Golf beteiligt.

Wenig Tage später folgte die Nachtschlacht von Kolombangara (12/13 Juli 1943) um die Japaner am Heranbringen von Nachschub zu verhindern. In dieser Schlacht wurde die Honolulu im Bug von einem Torpedo getroffen der den gesamten Vorsteven wegriss. Nach einer Notreparatur musste die Honolulu zur Ausbesserung in die USA zurückkehren und wurde erst im November 1943 wieder in Dienst gestellt.

Leichter Kreuzer USS Honolulu (1/700)

Mit der ebenfalls reparierten St. Louis und fünf Zerstörern bildete die Honolulu wieder die alte Kampfgruppe, diesmal als Teil von TF38, und deckte am 15. Februar 1944 die Landung auf Green Island vor Neuirland. Mitte Juli 1944 gehörte die Honolulu zur TG52.10 und unterstützte die Landung auf Saipan in den Marianen. Bei der Landung im Golf von Leyte im Oktober 1944 gehörte  die Honolulu zum Feuerunterstützungsverband. Hierbei erhielt das Schiff am Abend der 20. Oktober einen Lufttorpedotreffer der schwere Beschädigungen verursachte. Dies war zugleich der letzte Kriegseinsatz der Honolulu, denn der Werftaufenthalt zur Ausbesserung dauerte bis Oktober 1945.

Im Februar 1947 wurde die Honolulu außer Dienst gestellt, in der Reserveflotte versetzt und am 17. November 1959 schließlich zum Abbruch verkauft.

Quelle:  Whitley

Leichter Kreuzer USS Honolulu (1/700)

Technische Daten

Länge (üa): 185,4 m; 182,9 m CWL
Breite: 18,9 m
Standardverdrängung: 9650 t
Einsatzverdrängung: 12207 t
Antriebsleistung: 100.000 PS für 32,5 kn
Reichweite: 14.500 sm bei 15 kn

Besatzungsstärke: 975, (Kriegsstärke 1200) Offiziere und Mannschaften

Bewaffnung
15 x 15,2 cm L/47 Geschütze  (5 x 3)
8 x 12,7 cm L/25 schwere Flakgeschütze

1942:
16 x 2,8 cm Flak MG (4 x 4)
10 x 20 mm Oerlikon
4 Bordflugzeuge

Leichter Kreuzer USS Honolulu (1/700)

Das Modell

Mein Modell der USS Honolulu zeigt das Schiff im Bauzustand Anfang 1942. Der Bausatz ist von Corsair Armada und zwar die USS Phoenix, aber dieser Bausatz enthält alternative Teile, um die Honolulu bauen zu können.

Die Corsair Armada-Bausätze sind seit Mitte der 90er Jahren auf dem Markt und waren für die damaligen Verhältnisse sehr gute Resinbausätze. Man kann aus einem dieser Bausätze immer noch ein schönes Modell bauen - ohne viel Eigenbau. Die Ätzteile, die ich verwendet habe, sind überwiegend aus dem größeren GMM Ätzteilsatz "USN Cruisers/Destroyers". Für die 20-mm-Oerlikon-Geschütze habe ich WEM Ätzteile genommen. Die Masten und Rahen habe ich aus Messing-Rundstäben selber gebastelt, die Takelage aus Kupferdraht oder Takelgarn von Infini.

Zum ersten Mal habe ich 3D-gedruckte Figuren genommen. Am besten gefallen mir die Figuren von 3D Model Parts, da diese nicht so eng zusammen auf der Platte stehen und man kommt besser zwischen den Reihen mit einem feinen Pinsel zum Bemalen.

Die beiden Bordflugzeuge (SOC Seagulls) zu bauen war die schwierigste Arbeit! Ich habe zwei Flugzeuge aus der alten WEM "Airstrike" Serie genommen, die bei mir in ausreichender Zahl vorkommen! Die Seagulls von Trumpeter oder Niko gefallen mir gar nicht! Die Ätzteile für die Flugzeuge, die ich genommen habe, sind aus dem "US Light Cruiser" Satz von Tom's. Bemalt wurden die Flugzeuge mit Humbrol "Intermediate Blue" und Revell 76.

Anfang 1942 trug die Honolulu das Tarnschema "Measure 11" –  Sea Blue 5S mit Deck Blue 20B. Ich habe die entsprechenden Farben aus der WEM Colourcoats Palette verwendet, mit dem Pinsel aufgetragen.

Das Wasser habe ich mit meiner alt bewährten Spachtelmasse-Methode gemacht. Als Wasserfarbe habe ich Humbrol 157 gewählt, die auch einen leichten Grünstich hat. Die Wasserabflusse aus dem Rumpf sind aus 0,35-mm-Perlon-Draht!

Leichter Kreuzer USS Honolulu (1/700) Leichter Kreuzer USS Honolulu (1/700)

Quellen

  1. Kreuzer im Zweiten Weltkrieg     M.J. Whitley
  2. Wikipedia: USS Honolulu CL-48
  3. Kreuzer der US Navy       S. Terzibaschitsch
  4. Flota XX Stulecia Nr. 2  Brooklyn Klasse    S. Brzezinski    BS Press

Michael Delf